zur  Startseite
     HIZ - Artikel  vom  14 August  2010                 

Körperverletzung.
Baumblütenfest,  Beschäftigungsprogramm für Staatsanwalt und Richter.
Werder (Havel)/Potsdam:
- Zu zehn Monate Gefängnis auf drei Jahre Bewährung und  450 Euro Schmerzensgeld wurde ein mehrfach wegen Körperverletzung und Baumblütenfest, GewaltDrogenmissbrauch vorbestrafter junger Mann P. Richter ( 25 Jahre) aus Berlin, am Freitag, dem 13.08.2010 durch das Amtsgericht Potsdam verurteilt. Am 25.04.2009 besuchte diese das Baumblütenfest in Werder (Havel). Mit einem Sixpack Bier reiste er bereits an. Beim ersten Weinstand war dieser bereits Vergangenheit. Ab jetzt wurde Wein getrunken. Nach einem Verbrauch von fünf Flaschen trudelte er auf dem Marktplatz ein. Dort, an einem der aufgestellten Tischen saßen die später Geschädigten und wollten friedlich ihre Grillmahlzeit einnehmen. Der Angeklagte war inzwischen dermaßen betrunken, so dass er sich mit niederkniete und seinen Kopf auf die Tischplatte legte. Plötzlich hob er seinen Kopf, stand auf und schlug dem neben ihm sitzenden Patrick K. aus Saarmund voll auf das rechte Auge, so dass es aufplatzte. Nach Angaben der späteren Gutachter entstand ein Bruch  des Augenhöhlenbodens.  Als der Bruder des Geschlagenen Kevin K. ebenfalls aus Saarmund  aufstand und sich einmischen wollte schlug er auch diesem voll gegen den Kopf. Der Geschlagene viel um und schlug hart mit dem Kopf auf das Pflaster, so dass er ca. zwanzig Minuten bewusstlos war. Während er bewusstlos auf dem Boden lag schlug und trat der Beschuldigte immer weiter auf ihn ein. Die ebenfalls anwesende Freundin des einen Geschädigten beleidigte er mit den Worten: " Du alte Schlampe bekommst auch gleich was ab". Die herbeigerufenen Sanitäter brachten den Bewusstlosen mit einer Trage in das Zelt und versorgten ihn dort notärztlich. Der andere Schwerverletzte wurde ebenfalls vor Ort notärztlich verbunden. Beide wurden anschließend in ein Krankenhaus  verbracht. Der anwesende
Security-Service überwältigte den Schläger und übergab ihn der Polizei. Diese stellten bei einem durchgeführten Alkoholtest 2,36 Promille fest. Nun stand er vor Gericht. Beim abschließenden Plädoyer des Staatsanwaltes kamen den Zuschauern fast die Tränen so bemitleidet er den Angeklagten. Er setzte durch, dass der Schläger wegen Vollrausches bestraft wurde und nicht wegen gefährlicher Körperverletzung. (Normal wird Vollrausch bei ca. 3,5 Promille angenommen.) In seinem  Plädoyer sprach er auch davon, dass der Täter Glück hatte, dass nicht noch mehr passierte. Er sei doch ein ganz vernünftiger Mensch und solle sich in Zukunft doch etwas besser unter Kontrolle haben. Wir glaube aber, dass die Opfer Glück hatten, dass nicht noch mehr passierte und nicht der Täter. Eine Entschuldigung des Täters an die Opfer kam nicht über seine Lippen.
Baumblütenfest, Gewalt