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Pressemitteilung des BBU.
Bundesverband Bürgerinitiativen
Umwelt-schutz kritisiert Brandenburgs Wirtschafts-minister! Bürger
sollen entmündigt werden.
Werder(Havel)/Bonn: - Umweltverband hält dreistufiges Klageverfahren für
erforderlich und lehnt CO2-Speicherung ab.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. hat Brandenburgs
Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) scharf kritisiert. Dieser
hat sich dafür ausgesprochen, die Klagemöglichkeiten der Bevölkerung zur
Verhinderung unterirdischer Kohlendioxid-Speicher (CO2-Speicher) zu
reduzieren. Klagen gegen Planfeststellungs-beschlüsse zur CO2-Speicherung
sollen nur noch beim Oberverwaltungsgericht und Bundesverwaltungsgericht
zulässig sein. Klagen bei einem Verwaltungs-gericht sollen ausgeschlossen
werden. Somit gäbe es nur noch zwei und nicht drei Instanzen bis zu einer
rechtskräftigen Entscheidung. Mittels der strittigen CCS-Technologie (Carbon-Capture
and Storage) soll Kohlendioxid (CO2), das mit verschiedenen Giftstoffen
belastet sein kann, aus Kohlekraftwerken abgeschieden und anschließend
unterirdisch eingespeichert werden. Gegen diese CO2-Endlagerung regt sich an
verschiedenen Standorten massiver Widerstand seitens der Bevölkerung, so
auch in Brandenburg. Nach Auffassung des BBU will Wirtschaftsminister
Christoffers dafür Sorge tragen, dass der Energiekonzern Vattenfall
schnellstmöglich in Brandenburg mit der heftig umstrittenen und
risikobehafteten Einspeicherung von CO2 beginnen kann. Der BBU setzt sich
seit seiner Gründung im Jahr 1972 für umfassende Transparenz und Mitsprache
im Rahmen von Planungs- und Genehmigungsverfahren ein. Bürgerinnen und
Bürger sowie Bürgerinitiativen sollen möglichst früh über die Errichtung
risikobehafteter Anlagen und Einrichtungen informiert werden. Und ihnen
sollen umfangreiche Mitspracherechte eingeräumt werden. Zum Schutz der
Bevölkerung ist zudem ein dreistufiges Klageverfahren zu ermöglichen. Oliver
Kalusch vom Geschäftsführenden BBU-Vorstand erklärt: „Der BBU lehnt die
CCS-Technik generell ab und vertritt damit auch die Interessen seiner
Mitgliedsinitiativen. Diese Technik stellt lediglich eine Möglichkeit dar,
Steuergelder im Untergrund zu versenken – ohne Sinn und Verstand. Allerdings
mit dem Nebeneffekt, dass diese für die Weiterentwicklung der regenerativen
Energiequellen fehlen!“ Weitere Informationen zum Thema CO2-Speicherung gibt
es u. a. auf den Internetseiten des BBU (www.bbu-online.de) und seiner
Mitgliedsinitiativen „Bürgerinitiative Kein CO2 Endlager Altmark“
(www.kein-co2-endlager-altmark.de) und „Bürgerinitiative ‘Gegen das
Steinkohlekraftwerk Arneburg'“(www.gegen-steinkohlekraftwerk-arneburg.de).
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände
und Einzelmitglieder in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde 1972
gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Kontakt und Informationen:
www.bbu-online.de, 0228-214032.
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