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Benzinpreise
Pünktlich zu
Ostern gibt es wieder die Saisonpreise. Die
Zapfpistole wird zur Waffe.
Werder: Ein aktuelles Interview, das der
Bundespräsident Horst Köhler dem Nachrichtenmagazin Focus gegeben hat,
erhitzt derzeit die Gemüter vieler Politiker und Bürger in Deutschland.
In
besagtem Interview hat Köhler dazu angeregt darüber nachzudenken, ob die
Benzinpreise nicht höher sein sollten um das Verhalten der
Autofahrer zu beeinflussen. Herr Köhler, die
Ölkonzerne haben Ihr Gebet erhört. Alle Jahre wieder,
kurz vor der Reisezeit an Ostern,
ziehen die Benzinpreise deutlich an. Während die
Mineralöl- wirtschaft wie immer
die höheren Einkaufspreise am Markt verantwortlich macht, spricht der
Automobilclub von Preistreiberei und Abzocke. Die Mineralölkonzerne
haben bereits erklärt, dass auch nochmalige
Erhöhungen nicht ausgeschlossen seien. Sie machten sich in diesem Jahr alle
Argumente zunutze, um vor den großen Reisewellen bei den Preisen kräftig
anzuziehen und zuzulangen. Die
Mineralölkonzerne verweisen auf deutlich gestiegene Beschaffungskosten am
Ölmarkt. Der Auto Club Europa hält dieses Argument für Blödsinn – und
fordert endlich ein Einschreiten des Kartellamtes.
Das Ausmaß der Preiserhöhungen ist regional sehr unterschiedlich; in
einzelnen Städten wie zum Beispiel Potsdam stiegen die Preise innerhalb
kurzer Zeit um bis zu zehn Cent je Liter.
In anderen Regionen waren es fünf
bis sechs Cent pro Liter. Die Bundesregierung hatte
die Benzin-Preiserhöhungen zu Ostern scharf
verurteilt und den Ölkonzernen mit Konsequenzen gedroht, verdient aber
an den Steuern kräftig mit. Die Drohung der Regierung
verursacht bei den Ölkonzernen nur ein zartes Lächeln. Der
ACE-Sprecher forderte das Kartellamt auf, endlich den
Tankstellenmarkt zu kontrollieren. "Das Amt muss endlich klären, ob es
verbotene Preisabsprachen gibt. Im vergangenen Jahr wurde den Verbrauchern
hoch und heilig eine Marktüberprüfung versprochen, aber Ergebnisse stehen
bis heute aus". Wenn es möglich ist, den Strom- und den
Gasversorgern auf die Finger zu klopfen, muss das auch bei den
Mineralölkonzernen machbar sein. Bis dahin sind wir durch
die

Mineralölkonzerne erpressbar. Am
Jahresende verkünden sie dann stolz, wie viel Prozent Gewinnsteigerung
erwirtschaftet wurde und der Vorstand bekommt einen kräftigen Nachschlag auf
sein Gehalt, da er ja so brutal gut den Autofahrern das letzte Geld aus der
Tasche gezogen hat. Wir finden, das ist eine ganz große "Sauerei" die der
Staat da zu lässt.
hiz/qu |