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Die „Bismarckhöhe"
Wettbewerb der Stadt Werder(Havel) über den
Erweiterungsbau der "Bismarckhöhe", den "Kleinen Ballsaal" ist entschieden.
Werder(Havel): - Die ehemalige
Traditionsgaststätte Bismarckhöhe
liegt 30 Meter über dem Havelspiegel
und gehört zu den bedeutenden stadt-, bau- und
kulturgeschichtlichen Objekten der Blütenstadt Werder (Havel). Ihr Schicksal
war und ist untrennbar verbunden mit dem Wachsen und Werden der Stadt in
einem der schönsten Bereiche des Havellandes. Sie steht auf einer Anhöhe
oberhalb Werders, dem einstigen Galgenberg, mit einem weiten Blick über die
Havel. Während des alljährlichen Baumblütenfestes war das beliebte
Ausflugslokal mit eigener Schiffsanlegestelle das Ziel von Ausflüglern aus
Potsdam und Berlin. Nach langen Jahren des Verfalls konnte die
Stadt Werder (Havel) 2002 das traditionsreiche Objekt käuflich erwerben. Mit
vielfältigen Initiativen, mit Mitteln der Stadt, Spendenmitteln sowie durch
Fördermittel konnte seither das Gebäudeensemble weitgehend saniert werden.
Unmittelbar an den vorhandenen Aussichtsturm und Großen Ballsaal soll nun
auch der Kleine Saal wieder entstehen und die Freifläche in alter Pracht
gestaltet werden. Das bestehende historische Gebäudeensemble der Höhengaststätte "Zur
Bismarckhöhe" wird durch den Anbau eines „Kleinen Ballsaals" und die
Neugestaltung der Außenanlagen wieder seine historische städtebauliche
Wirkung und seine kulturelle und touristische Bedeutung erhalten.
Die Stadt Werder (Havel) hat zu diesem Zweck
einen nichtoffenen Wettbewerb nach RPW 2008 als Realisierungswettbewerb mit
vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt. 62 Bewerber
hatten sich gemeldet. 12 wurden in die engere Auswahl genommen. Davon musste
einer absagen, so dass zuletzt noch 11 Vorschläge zur Bewertung
eingereicht wurden. Am 26.05.2010 hat die
Jury, die sich aus 4 Fachpreisrichtern und 3
Sachpreisrichtern zusammensetzte, die elf
eingegangenen Wettbewerbsarbeiten bewertet und
den Wettbewerbssieger ermittelt.
 Sieger wurde das Architektenbüro "Vangeistenmarfels.Architekten"
aus Potsdam. Es war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der eingesandten
Vorschlägen, bei deren Bewertung die Jury eine schwierige Entscheidung zu
treffen hatte.
 Folgendes
Modell wurde zum Sieger erklärt: Der Neubau des Kleinen Ballsaals
wird so weit nach Süd-Westen
verschoben, dass der Besucher von der großen Freitreppe kommend von einem
überdachten Außenraum, dem Foyer als Entree
empfangen wird. Das Foyer wird durch eine leichte
Pergolakonstruktion überdacht, der „Turm" bleibt
als Wahrzeichen davon freigestellt. Das Foyer öffnet
sich zum Kleinen Ballsaal, der
überzeugend als überdachter und wettergeschützter Außenraum aufgefasst wird.
Halt gibt die rückwärtige Mauer, hinter der sich
die Garderobe, die Sanitärräume sowie die Zugänge zu den Küchen- und
Personalbereichen befinden. Der neue „Kleine Ballsaal" orientiert sich an
der Proportion und Struktur des „Großen Ballsaals" und ermöglicht
vielfältige und flexible Nutzungen und Möblierungen für ca. 100 Gäste. Im
Sommer können die gläserne Außenwände so verschoben werden, so dass der Gast

das Gefühl hat, im Freien zu sitzen. Ein sommerlicher Biergarten um den
Kleinen Ballsaal soll mit Bäumen überdacht werden. Die Kosten der
Baumaßnahmen werden auf ca.
2 Millionen Euro veranschlagt. Davon sollen die Hälfte für die neu zu
gestaltende Außenanlage verwendet werden. Im Rahmen einer Ausstellung soll allen interessierten Bürger der Stadt Werder(Havel) die Möglichkeit gegeben werden, Einsicht in die
Wettbewerbsvorschläge zu nehmen.
Achtung: Aus organisatorischen Gründen kann
die Ausstellung nur vom 31.05.2010 bis 04.06.2010 zu den
üblichen Öffnungszeiten des Alten-Rathauses besucht werden.
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