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      HIZ - Artikel  vom  12. Oktober     2011          

Brandanschlag auf Bundesbahn.
Unbekannte Täter verübten am 10.10.2011 in den frühen Morgenstunden mit zwei Brand-sätzen einen Anschlag auf die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg.
Werder(Havel)/Berlin: - Die Bundespolizei erlangte am 10.01.2011, gegen 3:45 Uhr Kenntnis von Unregelmäßigkeiten an der Bahnstrecke Hamburg-Berlin nahe dem Bahnhof Finkenkrug im Havelland. Zu diesem Zeitpunkt fand dort kein Zugverkehr statt. Bundespolizisten stellten vor Ort gemeinsam mit Polisten des Schutzbereiches Havelland einen Brand in einem Kabelschacht entlang der Gleise fest. Die Deutsche Bahn sperrte die Strecke und Feuerwehrleute löschten den Brand. In der Nähe des Feuers wurde eine weitere Brandvorrichtung gefunden, die offensichtlich nicht ausgelöst hatte. Die Untersuchung des Tatortes durch Beamte der Fachdirektion LKA des Polizeipräsidiums des Landes Brandenburg dauert derzeit noch an. Da eine politische Motivation des Anschlages derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Staatsschutz der Fachdirektion LKA die weiteren Ermittlungen übernehmen.
Ein vergleichbarer Anschlag ereignete sich zuletzt am 11. Februar 2011 an der Bahnstrecke Oranien-burg – Neustrelitz.
Versuchter Anschlag auf Bahnstrecke Oranienburg-NeustrelitzAm gestrigen späten Nachmittag informierte eine namentlich bekannte Anruferin die Polizei über einen möglichen Sprengsatz an der Bahnstrecke Oranienburg – Neustrelitz in der Nähe der Havelbrücke im Bereich des Fichtengrundes nahe Oranienburg. Durch sofort eingesetzte Kräfte des Schutzbereiches Oberhavel sowie der Bundespolizei wurde der Auffindeort abgesperrt und in der Folge festgestellt, dass offenkundig durch bislang unbekannte Täter in einem Kabelschacht eine so genannte USBV (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) abgelegt worden war. Nach der Delaborierung durch die Entschärfer der Bundespolizei wurde festgestellt, dass es sich dabei um eine durchaus umsetzungsfähige USBV gehandelt hat, deren Umsetzung ggf. zu einem erheblichen Sachschaden im Bereich des Kabelschachtes und damit einem längeren Ausfall des Zugverkehrs auf der Strecke hätte führen können. Nach der Übernahme der Ermittlungen durch die Staatsschutzabteilung des Bereiches LKA des Polizeipräsidiums wurden erste Zeugen festgestellt bzw. vernommen und in der Folge am späten Abend des gestrigen Tages eine weitere, in etwa baugleiche USBV auf der gegenüberliegenden Bahnstrecke ebenfalls in einem Kabelschacht aufgefunden. Diese wurde durch die Entschärfer des LKA delaboriert und ebenfalls sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen führt die Staatsschutzabteilung des Bereiches LKA des Polizeipräsidiums, zunächst wegen des Verdachts des versuchten Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Aufgrund der polizeilichen Einsatzmaßnahmen musste die betroffene Bahnstrecke zwischen der Auffindung der ersten USBV und heute Morgen mehrfach komplett gesperrt werden.