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     HIZ - Artikel  vom  28. Oktober  2010              

Vogelausstellung.
Exotische Vielfalt in Werders Havelauenhalle. Kostbare Ziergeflügel und Exotenausstellung in Werder (Havel).
Werder (Havel):
- Zu seiner diesjährigen Exotenausstellung lud der Verein für „Ziergeflügel- und Exotenzüchter Werder (Havel) e. V. von 1974“ am Samstag, dem 23. und Sonntag, dem 24.10.2010 in die Havelauenhalle ein. Geboten wurden seltene und kostbare Ziervögel.  
Überall piepste, krächzte, schrie und kreischte es. Über 150 bunt gefiederte Exoten konnten von den Besuchern bewundert werden Wertvolle Papageien, Sittiche, tropische Prachtfinken und Kanarienvögel aller Kontinente unserer Erde wurden gezeigt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Vögel aus Nachzuchten und Volierenhaltung.  Die am meisten umlagerte Voliere war die der Beo. Der Beo (Gracula religiosa), manchmal auch als Mynah bekannt, ist eine Vogelart, die zur Familie der Stare (Sturnidae) gehört und nicht, wie oftmals aufgrund ihrer Sprachfähigkeit angenommen, zu den Papageien.   Dort versuchten Kinder immer mit vorgesagten Worten die Beos zum Sprechen zu bringen. Der Verein nutzte die Ausstellung, um für ihr

Hobby zu werben und über die Haltung der Tiere zu informieren. Denn die bunten Prachtvögel sind meist sehr empfindlich und benötigen viel Zeit.  Vor alle Dingen sind sie auch sehr wertvoll. Nicht selten kostet ein Prachtexemplar bis zu 4000 Euro. So z. B.  die Keas oder Bergpapageien. Sie sind intelligente Vögel, vor denen nichts sicher ist - vor allem Autoantennen und Scheibenwischer sind vor ihrem Forscherdrang nicht sicher und so gelten diese Vögel auch als kleine Schädlinge.
Ein weißes Kakadu-Pärchen fühlte sich sichtlich unwohl in der Voliere. "Hier müssen wir aufpassen, dass sie mit ihren kräftigen Schnäbeln die Drähte nicht durchknacken", erklärte uns der Züchter schmunzelnd.
Mike Grunewald aus Glindow ist Züchter aus Leidenschaft. Er arbeitet bereits in einer Papageienzuchtstation in Schöneiche. So hat er auch die besten Voraussetzungen für sein Hobby, der Aufzucht von "Dunkelroten Aras" Er erzählt uns, dass die großen Aras lt. Literatur erst mit 6 und mehr Jahren geschlechtsreif werden. Im ersten Brutjahr gibt es oft Misserfolge, die Partner sind noch unerfahren, so dass er sich keine großen Gedanken machte, als das erste Ei auf dem Volierenboden und nicht im Nistkasten lag. Es wurden noch zwei weitere Eier auf diese Weise "entsorgt". Im nächsten Jahr war er dann guter Dinge, als im Mai am Verhalten der Henne und auch öfter zu beobachtenden Kopulationen des Paares ein Einsetzen des Bruttriebes zu erkennen war. Jetzt bin ich stolz, dass ich hier zwei Exemplare aus eigener Zucht zeigen kann sagte er uns. Die Eltern waren zu Hause geblieben. Zusätzlich gab es eine große Tombola, und für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen sowie kleinen Gerichten ebenfalls gesorgt. Für ihre 30. Ausstellung erwartete der Verein  zwischen 700 und 800 Besucher.