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Vogelausstellung.
Exotische Vielfalt in Werders
Havelauenhalle. Kostbare Ziergeflügel und Exotenausstellung in Werder
(Havel). Werder (Havel):
- Zu seiner diesjährigen Exotenausstellung lud
der Verein für „Ziergeflügel- und Exotenzüchter Werder (Havel)
e. V. von
1974“ am Samstag, dem 23. und Sonntag, dem 24.10.2010 in die Havelauenhalle ein. Geboten wurden
seltene und kostbare Ziervögel.
Überall piepste, krächzte, schrie und kreischte es. Über
150 bunt gefiederte Exoten konnten von den Besuchern
bewundert werden
Wertvolle Papageien,
Sittiche, tropische Prachtfinken und Kanarienvögel aller Kontinente unserer
Erde wurden gezeigt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Vögel aus Nachzuchten
und Volierenhaltung. Die am meisten umlagerte Voliere war die der Beo. Der Beo (Gracula
religiosa), manchmal auch als Mynah bekannt, ist eine Vogelart, die zur
Familie der Stare (Sturnidae) gehört und nicht, wie oftmals aufgrund ihrer
Sprachfähigkeit angenommen, zu den Papageien. Dort versuchten Kinder
immer mit vorgesagten Worten die Beos zum Sprechen zu bringen. Der Verein
nutzte die Ausstellung, um für ihr
  Hobby zu werben und über die Haltung
der Tiere zu
informieren. Denn die bunten Prachtvögel sind meist sehr empfindlich und
benötigen viel Zeit. Vor alle Dingen sind sie auch sehr wertvoll.
Nicht selten kostet ein Prachtexemplar bis zu 4000 Euro. So z. B. die Keas oder Bergpapageien. Sie sind intelligente Vögel, vor denen nichts
sicher ist - vor allem Autoantennen und Scheibenwischer sind vor ihrem
Forscherdrang nicht sicher und so gelten diese Vögel auch als kleine
Schädlinge. Ein weißes Kakadu-Pärchen fühlte sich sichtlich unwohl in
der Voliere. "Hier müssen wir aufpassen, dass sie mit ihren kräftigen
Schnäbeln die Drähte nicht durchknacken",
erklärte
uns der Züchter schmunzelnd.
Mike Grunewald aus Glindow ist Züchter aus Leidenschaft. Er
arbeitet bereits in einer Papageienzuchtstation in Schöneiche. So hat er
auch die besten Voraussetzungen für sein Hobby, der Aufzucht von "Dunkelroten
Aras" Er erzählt uns, dass die großen Aras lt. Literatur erst mit 6 und mehr
Jahren geschlechtsreif werden. Im ersten Brutjahr gibt es oft Misserfolge,
die Partner sind noch unerfahren, so dass er sich keine großen Gedanken
machte, als das erste Ei auf dem Volierenboden und nicht im Nistkasten lag.
Es wurden noch zwei weitere Eier auf diese Weise "entsorgt". Im nächsten
Jahr war er dann guter Dinge, als im Mai am Verhalten der Henne und auch öfter
zu beobachtenden Kopulationen des Paares ein Einsetzen des Bruttriebes zu
erkennen war. Jetzt bin ich stolz, dass ich hier zwei Exemplare aus eigener
Zucht zeigen kann sagte er uns. Die Eltern waren zu Hause geblieben. Zusätzlich gab es
eine große Tombola, und für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen
sowie kleinen Gerichten ebenfalls gesorgt. Für ihre 30. Ausstellung
erwartete der Verein zwischen 700 und 800 Besucher.
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