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        HIZ - Artikel  vom  22 März  2010                 

Feuerwehr Werder(Havel):
Feuerwehren, die Spitzenreiter des Rankings. Diesem Beruf vertrauen die Bürger.
Werder(Havel): Auf sie ist immer Verlass. Keinem Berufsstand vertrauen die Deutschen so sehr wie den Feuerwehrleuten. Die Retter kamen in dem Ranking der "Vertrauensvollsten Berufe" auf Platz eins - noch vor den Piloten und den Krankenschwestern. Feuerwehrleute genießen das größte Vertrauen in Deutschland und sogar in ganz Europa. Laut der Untersuchung sprachen 94 Prozent der Befragten in Deutschland den Feuerwehrleuten ein "sehr hohes" Vertrauen aus. Im Notfall würden sie lieber die Feuerwehr rufen als die Polizei, denn die Feuerwehr käme bestimmt. So war man auch nicht verwundert, dass der Innenminister von Brandenburg Rainer Speer sich unerwartet bei der Feuerwehr in Werder(Havel) ankündigte und das neue Feuerwehrhaus (Die gut Stube der Feuerwehr) in Augenschein nehmen wollte. Insgeheim erhoffte man sich neben einem "Warmen Händedruck" eine kleine materielle Aufmerksamkeit für die Ausrüstung der hiesige Feuerwehr. Der größte Teil der Feuerwehrkameraden waren erwartungsvoll auf das Kommende, in der neuen Unterkunft erschienen. Auch die Jugendfeuerwehr war zahlreich vertreten. Nachdem man über eine Stunde gewartet hatte, traf der Innenminister als Oberster Dienstherr der Feuerwehren im Land Brandenburg endlich ein. Nach der Begrüßungsrede des
Stadtwehrführers, des

Feuerwehrkameraden Lothar
Boreck, begab sich der Innenminister auf einen ausführlichen Informationsrundgang durch die neue Feuerwehrunterkunft in der Kemnitzer Straße 119. Dort wurde er immer wieder durch den Stadtwehrführer Lothar Boreck auf verschiedene vermeidbare Engpässe, gerade in der Ausrüstung des Digitalfunks der Stützpunktfeuerwehr Werder(Havel), hingewiesen. Der Innenminister zeigte Verständnis und wies immer wieder auf die "Geldknappheit" des Landes Brandenburg hin. Gerne würde er einige Wünsche erfüllen, wenn er die finanziellen Mittel dazu hätte. Nach dem Rundgang stellte er sich den Fragen der Feuerwehrkameraden in dem neuen Aufenthaltsraum der Unterkunft. Hier wurde durch den Stadtwehrführer Lothar Boreck eine kleine Bilanz für das vergangene

Jahr 2009 gezogen. 250 Einsätze im Jahre 2009, davon allein 50 Einsätze auf der Bundesautobahn seien eine große Herausforderung, nicht nur für das Material sondern auch an die Feuerwehrkameraden. So seinen nicht alle Arbeitgeber immer bereit, die Leute für "Soforteinsätze" frei zu stellen. Obwohl der Arbeitgeber auf Antrag bei der Stadt Werder den Lohnausfall ersetzt bekomme, so sei doch immer mehr mit Schwierigkeiten zu rechnen. Auch auf die Frage einiger Feuerwehrkameraden, was mit dem Wahlversprechen der SPD sei, den aktiven Feuerwehrkameraden einen so genannten Rentenbonus zu gewähren, antwortete der Innenminister mit vielen Worten wenig. Nach einer Stunde verließ der Innenminister wieder die Örtlichkeit und einige enttäuschte Gesicherter blieben bei der Feuerwehr Werder zurück. Es bleibt auch weiterhin der Stadt Werder(Havel) vorbehalten auf eigene Kosten die Stützpunktfeuerwehr auf dem technisch neusten Stand zu halten.