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     HIZ - Artikel  vom  24. November  2010       

"Bürgerinitiative Fluglärmfreie Havelseen“
Staatssekretär  Rainer Brettschneider
kam mit vorgefasster Meinung und erzählte das Märchen vom "Gesunden Schlaf"
Werder (Havel): - Zu der aktuellen Diskussion um die geplanten Flugrouten über das Gebiet kamen viele betroffene Fluglärm des BBIBürger aus Werder (Havel) und Schwielowsee. Der CDU war es gelungen den Staatssekretär Herrn Rainer Brettschneider, Dr. Saskia Ludwig MdL und den Bürgermeister der Stadt Werder (Havel) Herrn Werner Große als Teilnehmer für die Veranstaltung zu gewinnen.“ erklärte Christian Große. „Die Veranstaltung sollte dazu dienen über den aktuellen Sachstand zu informieren und mit den Bürgern in eine sachliche  Diskussion einzutreten. Alle Bürger waren eingeladen und noch mehr waren gekommen. Man merkte, dass die Angst vor dem bevorstehenden Fluglärm tief sitzt und Ängste schürt. Es war im Voraus klar, dass Brettschneider mit einer vorgefassten Meinung zur 16. Fragestunde im Land anreisen würde, die er auch nach seinem Willen nicht ändern werde. So war es leider auch.
Er sprach von bis zu 1000 Flugbewegungen täglich am BBI und versuchte gleichzeitig die Bürger zu beruhigen, indem er eine Reihenfolge der primären Überprüfungsbeschlüsse festlegte. Er sagte, dass für die Rot/Rote Regierung folgende Rangordnung Bestand habe. Flugsicherheit - Erträglichkeit für die Betroffenen - Wirtschaftlichkeit. Diese Reihenfolge sei ihn bindend. Nachdem er viele Fragen uninteressiert über sich ergehen hat lassen, kam ein sehr wichtiger Punkt auf die Tagesordnung. Das Nachtflugverbot. Die Betroffenen forderten ein Nachtflugverbot von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Hier ließ Bretschneider die Katze aus dem Sack und gab zur Kenntnis, dass dies aus wirtschaftlichen Gründen nichtFluglärm des BBI durchsetzbar sei. Hier stellte er die Wirtschaftlichkeit eindeutig vor die Erträglichkeit für die Betroffenen. Auch machte er den anwesenden klar, dass es kein Zurück zu den Flugrouten von 1998 gäbe. Im Wandel der Zeit hätten sich auch die Flugrouten geändert und der Wirtschaftlichkeit angepasst.  Dabei wäre es so einfach, die Belästigung der betroffenen Bürger durch eine kleine Veränderung der Flugrouten erheblich zu minimieren. Einfach ein Stück weiter geradeaus fliegen und dann erst abbiegen. Dies wird aber aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls abgelehnt. Für die Wirtschaftlichkeit des BBI ist der

Eigentümer, das Land Brandenburg zuständig. Warum also schiebt man den "Schwarzen Peter" immer der
Deutsche Flugsicherung zu ? Diese legen die Flugrouten nur nach den ihnen gemachten wirtschaftlichen Vorgaben fest. Auch teilte er einem fragenden Betroffenen mit, dass er keine Erweiterung der Fluglärmkommission (34 Mitglieder) zulassen werde. Werder und auch Schwielowsee würden vom Fluglärm des BBILandrat des PM-Kreises ausreichend vertreten. Viele betroffene Bürger verließen bereits während der Fragestunde die Örtlichkeit, da kein Einlenken seitens Brettschneiders zu erwarten war. Er hat halt seine vorgefasst Meinung und mit dieser reist er durch das Land, um den Bürgern mitzuteilen, dass Rot/Rot nicht mit sich reden lasse. Wir sind der Meinung, dass das Planfeststellungsverfahren 2004 die Flugrouten von 1998 beinhaltet. Da diese sich aber geändert haben wäre ein neues Planfeststellungsverfahren zwingend erforderlich, da ja die damals einbezogenen und überprüften  Flugrouten geändert wurden.
Fluglärm des BBI
Anmerkung:
Blasig hat keine Zeit für Bürgerinitiative „Fluglärmfreie Havelseen“
Ludwig: „Landrat muss endlich Gespräche aufnehmen “
23.11.2010 WERDER (HAVEL) – Die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Saskia Ludwig hat Landrat Wolfgang Blasig aufgefordert, umgehend Gespräche mit der Bürgerinitiative „Fluglärmfreie Havelseen“ aufzunehmen. Wie der Sprecher der Bürgerinitiative Peter Kreilinger am Rande der Informationsveranstaltung zum Fluglärm in Werder mitteilte, habe der Landrat bisher auf die Gesprächsangebote der Bürgerinitiative nicht geantwortet. "Es ist ein Unding, dass der einzige Vertreter der Gemeinden Schwielowsee, Michendorf, Nuthetal und Werder (Havel) in der Fluglärmkommission bisher keine Zeit gefunden hat sich mit der Bürgerinitiative zu treffen. Auch die Bürger dieser Gemeinden haben ein Recht darauf, dass ihre Lärmschutzinteressen angehört und vertreten werden. Blasig ist
nun in der Pflicht auf die Bürgerinitiative zuzugehen", sagte Ludwig.
Vermerk der HIZ:
Wolfgang Blasig (SPD)
, Landrat des PM-Kreises, wurde als Parteigenosse in die Fluglärmkommission der Rot/Roten Landesregierung berufen und nicht durch die betroffenen Bürger der  "Bürgerinitiative Fluglärmfreie Havelseen“ dort hin beordert.