zur  Startseite
     HIZ - Artikel  vom  15  Februar  2010                 

Kurz vor Bewerbungsschluss hat sich am Rosenmontag noch ein weiterer Bürgermeisterkandidat für die Bürgermeisterwahl am 14.03.2010 in Werder/Havel gemeldet.
Hier stellt er sein Wahlprogramm vor.


Liebe Mitbürger auch hier im Saal,
bald ist wieder Bürgermeisterwahl.
Darum will ich euch heut informiere,
ich - der Heinz - tu  kandidieren.

Bitte Werner Große - sei mir nicht bös,
vielleicht wirst du jetzt auch nervös,
ich hab meine Prognose errechnet ganz fix,
mein Wahlziel ist - Achtzig Prozent  - plus X.

Ein Wahlprogramm hab ich auch erstellt
und bin mir sicher, dass man mich wählt,
als erstes, das ist Priorität,
wird mir mein Gehalt erhöht.

Dann komme meiner Bürger Belange,
die halt ich mir so bei der Stange,
verkehrspolitisch, so hab ich mir gedacht,
die Busverbindung wird schneller gemacht.

Schneller nach Potsdam, das gilt für alle,
in Geltow wird deshalb nicht mehr gehalte,
wenn von denen einer nach Potsdam muss,
des kann er ruhig mache, aber nicht mit dem Bus.

Bestenfalls, sollt es  ihm gelingen,
während der Fahrt noch aufzuspringen,
am Bahnhof Pirschheide wird's genauso gemacht,
statt zwanzig Minuten, brauchen wir nur noch acht.

Die Kosten fallen natürlich weg,
es dient ja schließlich dem guten Zweck,
ich mach es meinen Bürgern leicht,
während der Fahrt wird Essen gereicht.

Das Beste aber, das kommt jetz,
wir schaffen dadurch Arbeitsplätz,.
es sind jetzt mehr Busse als es vorher waren,
und die Dinger muss  ja  jemand fahren.

Durch höheres Aufkommen, das ist das Gute,
fahren jetzt die Busse alle fünf Minute,
den Busbahnhof wir vergrößern müssen,
Netto und Schlecker werden abgerissen.

Eventuell auch noch die Apotheke,
dann hätten wir viel breitere Wege,
na ihr Leute - habt ihr kapiert?
mein Plan ist doch sehr raffiniert.

Das ist aber noch lang nicht alles,
denn für den Falle eines Falles,
dass es bei dem Blütenfest wieder regnet,
ist mir folgender Gedanke begegnet.

Ich hab überlegt, in einer schlaflosen Nacht,
der Festplatz, der wird überdacht,
wenns dann wirklich regnet, was für ein Spaß,
wird wenigstens das Festzelt nicht  nass.

Als nächstes müssen wir auf die Schnelle,
vor unserm Rathaus eine Sitzbank aufstelle,
denn, kommt mal die Merkel aus Berlin,
vorausgesetzt die kriegt bei mir ein Termin,

oder muss sie vielleicht einige Minute warte,
da kann sie sich dort setze, da sitzt sie im Schatte,
daher kommt auch, das wisst ihr bestimmt noch net,
der Fachausdruck vom politischen Schattenkabinett.

Auch die Vereine brauchen nicht zu heule,
der Reiterverein kriegt ganz neue Gäule.
Hengste, Stuten und auch Schimmel,
mit langen und mit kurzen - Mähnen.

Das Ganze auf den Punkt gebracht,
geritten wird dann Tag und Nacht,
schlecht Wetter braucht den Spaß nicht zu trüben,
bei Regen können sie in der Havelauenhall  üben.

Von dem Gesangverein, so wird berichtet,
die Mitgliederzahl sich sehr stark lichtet,
Damit das nicht noch weiter passiert,
werden die Fischer-Chöre rekrutiert.

Frau Ingeborg Mitscherling wäre dann,
die Vorsitzende von 2000 Mann,
zum Üben fahren sie, das ist ein Muss,
in die Metropolishalle Potsdam- na klar- mit dem  Bus,

Anstatt BlütenTherme, geplant ist sie schon,
bauen wir für den Fußballclub Viktoria  ein Stadion,
denn ich sorg dafür, - ich, - der Heinz,
in drei Jahren spielen wir in der Liga eins.

Wenn ich erst zum Bürgermeister erkoren,
wird kein Spiel mehr von denen verloren,
ein paar Liegen werden dann übersprungen
und nach dem Spiel die Werderaner Hymne gesungen.

In der Bundesliga gibt es dann Rabatz,
Fußballclub Viktoria, steht auf dem ersten Platz,
Bayern, Dormund, Schalke, die sollen nur kommen,
Punkte werden aus Werder keine mitgenommen.

Rund ums Stadion hängen lauter Lampions,
wir sind dann die größten Champions,
Real Madrid und Juventus Turin,
kommen hier her und wir müssen hin.

Wir halten die Großen alle auf Trab,
nur Punkte, die geben wir nie mehr ab,
das Tollste aber ist, es wird noch schöner,
der Trapattoni, der macht hier de Trainer.

Die anderen Vereine, die hier nicht erwähnt,
werden selbstverständlich auch verwöhnt,
die kriegen alles was sie wolle,
Geld spielt hierbei keine Rolle.

Ich weiß schon was euch jetzt interessiert,
wie wird das alles finanziert?
Das Geld tu ich der Merkel aus dem Finger schäle,
verspreche ihr dafür, dass wir sie all wähle.

Das tun wir dann natürlich nicht,
wir schlagen uns doch nicht selbst ins Gesicht,
sollte sie wider Erwartens mucken,
tun wir das Geld uns selber drucken.

Dann könnt ihr sehen, wie die ihre Augen verdreht,
wenn der Werderaner Cent über dem Euro steht,
die Spritpreise werde ich herunter setzen,
da muss ich nur noch mit den "Grüne" schwätzen.

Außerdem wird ganz gezielt,
jede Woche Lotto gespielt,
sollte das nicht reichen, geht´s  anstatt ins Kino,
einmal pro Woche ins Spielcasino.

Jetzt ist wohl klar - Heinz - so heißt er,
euer neuer Bürgermeister.
Ich zieh alles aus dem Dreck,
sogar der Gelbe Sack kommt  weg.

Natürlich müssen wir eisern sparen,
die Heizung im Rathaus wird runter gefahren,
mit Kerzen beleuchten wir dann die Hütt,
die nehmen wir heimlich aus der Kirche mit.

Zur Gemeindratsitzung gehen wir schnell.
ins Cafe - Colonial da ist es warm und auch hell,
für diese Geste erwarten wir
für jeden ein Essen und drei Glas Bier.

Die Bürgerstunden fallen aus,
statt dessen kommen wir ins Haus,
keiner von euch wird hier vergessen,
wir kommen am Besten zum Mittagessen.

Eins wäre vielleicht noch interessant,
von der Inselstadt über die Brück aufs Land,
da wird in der Mitte ein Häuschen gebaut,
und wer über die Brück will, der zahlt halt jetzt Maut.

Die Einnahme könnte man dann verwenden,
für meine Bürgermeister Altersrente,
da tät ich jetzt schon darunter falle,
ich mach es aber gern - für euch alle.

Apropos, da fällt mir ein, für alle?
wer baut denn dann die neu Feuerwehrhalle?
eine wichtige Frage ist das schon,
mach ich das in Personalunion?
Ob ich einmal den Werner fragen kann?
denn Zeit genug die hätte er ja dann.

Gut dass ich daran Denke, was für ein Glück,
he Werner, ich zieh meine Kandidatur wieder zurück,

Eine neue Entscheidung ich hiermit treff,
ich mach nur de Zweite, de Werner Große den Chef,
jeder macht halt, was er am besten kann,
am richtigen Platz, den richtigen Mann.

Es fällt mir doch schwer, aber ich verzichte,
der Werner macht weiter, er wird es schon richte,
Na ja, vielleicht hätte es mit mir auch geklappt,
na Werner Großehast noch mal Glück gehabt.
                                                                         
alfons quick