zur  Startseite
     HIZ - Artikel  vom  02 November  2010          

Halloween.
Halloween, die Geisternacht vor Allerheiligen kommt angeblich aus der USA.
Werder (Havel):
-
Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, Geisternacht - Halloweenvor allem im katholischen Irland, so sagt man heute. Von dort kam es mit den zahlreichen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und gehörte dort bereits seit langer Zeit zum Brauchtum, besonders der Irischen Volksgruppen. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den Kindern anderer Einwanderer übernommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Volksfest in den Vereinigten Staaten. Da Amerika selbst keine kulturelle Vergangenheit vorweisen kann als die der Indianer, wurden solche Europäischen Bräuche gepflegt. Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt aus Irland, dem angeblichen Mutterland von Halloween. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses zu Halloween war eigentlich eine beleuchtete Rübe, die in Irland recht zahlreich vorhanden war. Da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung stehen und diese sich leichter bearbeiten lassen, höhlt man stattdessen einen Kürbis aus. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten. In Deutschland benutzte man statt Kürbisse Geisternacht - Halloweenebenfalls Rüben, die hier am häufigsten vorkommende rote "Futterrübe" für Tiere. Heute wird oftmals behauptet, dass in den 90-ziger Jahren das Fest aus der USA nach Deutschland überschwappt sei. Die kommerzielle Art des Festes wurde von der Industrie zu dieser Zeit von der USA abgeschaut, als neue Einnahmequelle entdeckt und zum Muss aller Kinder gemacht. Immer mehr Kneipen und Süßwaren-Hersteller haben sich in den 90ziger Jahren auf diesen Trend eingestellt. Inzwischen hat sich die Kleidungsindustrie ebenfalls dem Konsumzwang angeschlossen. Es ist eine Art Karnevalsersatz geworden, der inzwischen Millionenumsätze für die Industrie bringt. In den Fünfziger Jahren wurde es bei uns in Deutschland besonders in katholischen Gebieten noch still am
Geisternacht - Halloween
Vorabend von Allerheiligen gefeiert. Es wurden lediglich einige "Futterrüben", auch "Dickrübe " genannt mit dem Messer ausgehöhlt und eine Fratze eingeschnitzt. In diese Rübe stellte man eine brennende Kerze und setzte anschließend den vorher abgeschnittenen Rübendeckel wegen des Regens wieder darauf. Anschließend stellte man die Rübe ins Fenster um die "Bösen Geister" abzuschrecken. Wenn die Kerze am nächsten Morgen noch brannte, waren die Geister abgewehrt. War die Kerze aus, waren die Geister da gewesen und hatten sie ausgeblasen, um anGeisternacht - Halloween der Fratze vorbei ins Haus zu gelangen. Der Pfarrer wurde benachrichtigt, der dann kam und das Haus mit Weihwasser einsegnete um so die bösen Geister wieder zu vertreiben.  Wie man daran sieht, stammt der Brauch nicht aus Amerika und auch nicht allein aus Irland.. Bei uns hieß es nicht "Halloween sondern ganz einfach "Die Geisternacht" vor Allerheiligen. Der Glaube damals war, dass in dieser Nacht Verstorbene zurück ins Haus kamen, um sich zu rächen für das Unrecht und die Schmach, die sie zu Lebzeit ertragen mussten. Der Brauch stammt bereits aus dem Mittelalter, wo zahlreiche Familien aus unter-schiedlichen Gründen auch immer so genannte "Engelmacherinnen" in Anspruch nahmen und zu befürchten war, dass diese durch die "Engelmacherin" ins Jenseits beförderte Seelen zurückkehrten um sich zu rächen. Heute jedoch ist der Grundgedanke verschwunden und "Halloween" ist nur noch ein kommerzielles Gaudi für Kinder.
Geisternacht - Halloween