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Häusliche Gewalt nicht zulassen.
Häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu. Aber es sind nicht nur Männer, die
Gewalt anwenden.
Werder(Havel)/Potsdam:
- Zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“
am kommenden Freitag, dem 25.11.2011, finden
landesweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter anderem ruft die
Frauenorganisation TERRE DES FEMMES zu der Fahnenaktion „frei Leben – ohne
Gewalt“ auf, an der sich auch das Frauenministerium beteiligt.
Frauenminister Günter Baaske: „Gewalt gegen Frauen ist weltweit die
häufigste Verletzung der Menschenrechte. Das geschieht tagtäglich - auch bei
uns.“ Am Freitag wird Brandenburgs Landes-gleichstellungsbeauftragte
Friederike Haase vor dem Frauen- und Sozialministerium die Fahne „frei Leben
– ohne Gewalt“ hissen. Haase: „Der Gedenktag ist ein wichtiges Symbol, sich
gegen Gewalt an Frauen und ihren Kindern einzusetzen. Häusliche Gewalt darf
weder verschwiegen noch verharmlost werden. Wir dürfen nicht nachlassen,
aufzuklären und Hilfe anzubieten.“ In
Brandenburg bieten 23 Frauenhäuser bei akuter Bedrohung Zuflucht. 590 Frauen
und 571 Kinder fanden im vergangenen Jahr dort Schutz, Beratung und
professionelle Begleitung auf dem Weg aus der Gewaltbeziehung. Zusätzlich
ließen sich dort über 2.900 Frauen beraten. In jedem Kreis und kreisfreien
Stadt befindet sich mindestens ein Frauenhaus oder eine Zufluchtswohnung mit
einer angeschlossenen Beratungsstelle. Haase: „Aus
Scham und Angst verbergen betroffene Frauen oft ihre Situation. Umso
wichtiger ist es, dass Ärztinnen und Ärzte sensibilisiert werden. Sie werden
von Frauen mit ihren Verletzungen häufig als erstes aufgesucht.“ Am 2.
Dezember findet in Brandenburg/Havel die Fachtagung „Gemeinsame Wege zur
Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung Gewaltbetroffener Frauen“
statt. Der 25. November ist seit 1999 der
internationale UN-Gedenktag, um gegen jegliche Unterdrückung und
gewalt an Frauen zu kämpfen. Er erinnert an die drei
Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen
Aktivitäten gegen die Diktatur auf der Dominikanischen Republik nach
monatelanger Verfolgung und Folter ermordet wurden. |