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     HIZ - Artikel  vom  24. November  2011        

Häusliche Gewalt nicht zulassen.
Häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu. Aber es sind nicht nur Männer, die Gewalt anwenden.
Werder(Havel)/Potsdam: - Zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ am kommenden Freitag, dem 25.11.2011, finden landesweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter anderem ruft die Frauenorganisation TERRE DES FEMMES zu der Fahnenaktion „frei Leben – ohne Gewalt“ auf, an der sich auch das Frauenministerium beteiligt. Frauenminister Günter Baaske: „Gewalt gegen Frauen ist weltweit die häufigste Verletzung der Menschenrechte. Das geschieht tagtäglich - auch bei uns.“  Am Freitag wird Brandenburgs Landes-gleichstellungsbeauftragte Friederike Haase vor dem Frauen- und Sozialministerium die Fahne „frei Leben – ohne Gewalt“ hissen. Haase: „Der Gedenktag ist ein wichtiges Symbol, sich gegen Gewalt an Frauen und ihren Kindern einzusetzen. Häusliche Gewalt darf weder verschwiegen noch verharmlost werden. Wir dürfen nicht nachlassen, aufzuklären und Hilfe anzubieten.“  In Brandenburg bieten 23 Frauenhäuser bei akuter Bedrohung Zuflucht. 590 Frauen und 571 Kinder fanden im vergangenen Jahr dort Schutz, Beratung und professionelle Begleitung auf dem Weg aus der Gewaltbeziehung. Zusätzlich ließen sich dort über 2.900 Frauen beraten. In jedem Kreis und kreisfreien Stadt befindet sich mindestens ein Frauenhaus oder eine Zufluchtswohnung mit einer angeschlossenen Beratungsstelle. Haase: „Aus Scham und Angst verbergen betroffene Frauen oft ihre Situation. Umso wichtiger ist es, dass Ärztinnen und Ärzte sensibilisiert werden. Sie werden von Frauen mit ihren Verletzungen häufig als erstes aufgesucht.“ Am 2. Dezember findet in Brandenburg/Havel die Fachtagung „Gemeinsame Wege zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung Gewaltbetroffener Frauen“ statt. Der 25. November ist seit 1999 der internationale UN-Gedenktag, um gegen jegliche Unterdrückung und gewalt an Frauen zu kämpfen. Er erinnert an die drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten gegen die Diktatur auf der Dominikanischen Republik nach monatelanger Verfolgung und Folter ermordet wurden.