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Hochwasser in
Werder (Havel).
Das Hochwasser der Havel
sorgt in Werder (Havel) für Bedenken bei den Hausbesitzer in dem
Neubaugebiet Havelauen.
Werder (Havel): - Die Havel ist die Lebensader der Mark Brandenburg.
Über 300 Kilometer windet sie sich von ihrem Quellgebiet bei Ankershagen bis
zur Mündung in die Elbe bei Havelberg. Die Havel entspringt als winziger
Wiesenfluss 2,5 km
südwestlich vom Ankershagen in Mecklenburg und mündet 81 km Luftlinie
entfernt bei Havelberg in die Elbe. Sie besteht aus zahllosen Windungen und
aus einer Ansammlung von Seen und legt so fast das vierfache ihrer
Luftlinienstrecke durch die Länder Mecklenburg, Berlin, Brandenburg und
Sachsen-Anhalt zurück. Im letzten Stück durchfließt die Havel
Sachsen-Anhalt, wobei sie stellenweise Grenzfluss zwischen den Ländern
Brandenburg und Sachsen-Anhalt ist.
Sie ist ansonsten ein friedlicher Fluss, der bei starker Trockenheit auch
einmal rückwärts fließt und sein kostbares Nass wieder zurück transportiert.
Aber jetzt in der starken Regenzeit und der Schneeschmelze trägt sie "Dick"
auf und schiebt auf ihrem Wege in die Elbe größere Wassermengen mit
sich her. Die bekommt auch Werder (Havel) stark zu spüren. Die Altstadt von
Werder liegt auf einer Insel, die weit in die Havel hineinragt. Der
Wasserstand ist um ca. 1,50 Meter angestiegen und es heißt vielerorts "Landunter".
So hat sich die Havel auch viele Gärten, Uferteile und Wege in Werder
(Havel) zurückerobert und machte sie unpassierbar. Bootsstege, die im Sommer
die Gäste nach unten zu den Booten führen stehen plötzlich nach oben oder
sind ganz unter Wasser. Wo im Sommer Urlauber flanieren schwimmen jetzt
Schwäne, Gänze und Blesshühner. Auch in den Havelauen ist die Havel
teilweise in Gebiete eingedrungen und hat Gehwege überflutet. Die
Wassergrenze ist schon verdächtig nahe an einzelne zu dicht ans Wasser
gebaute Häuser vorgedrungen. Wie wir feststellen
konnten, hält das Bauwillige aber nicht davon ab, immer noch näher ans
Wasser zu bauen. Wie wir weiterhin feststellen konnten, wurden auch zur
besseren Aussicht dieser Bauwilligen auf dem Wasserdamm mit Zustimmung der
Unteren Naturschutzbehörde Bäume gefällt, deren Wurzeln zur Befestigung
dieser Schutzdämme beitrugen.
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