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          HIZ - Artikel   vom  12. Juli  2012               

Hundehalterpflichten Potsdam.
Was Hundehalter in Potsdam beachten sollten.
Werder(Havel)/Potsdam: - In einer Stadt wie Potsdam kommt es immer wieder zu Problemen im Zusammenleben von Mensch und Hund. Nicht selten kommt es deshalb zu Konfrontationen zwischen Hundehaltern und ihren Mitbürgern. Was dem einen ein durchaus natürliches Bedürfnis seines treuen Vierbeiners ist, gerät bei dem anderen häufig zum Ärgernis. Immer wieder erreichen die Stadtverwaltung Klagen, dass Straßen, Wege, Plätze und Grünanlagen sowie Kinderspielplätze durch Hundekot verunreinigt werden. Diese Bereiche stehen der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Und natürlich gefällt es keinem, ständig in diese „Häufchen“ zu treten. Für viele Hundehalter ist das Beseitigen der Hunde-Notdurft selbstverständlich. Obwohl jeder Hundehalter gemäß § 8 der Stadtordnung zur unverzüglichen Beseitigung von Hundekot verpflichtet ist, gibt es immer noch zu viele, die sich nicht an die rechtlichen Regelungen halten. Auch die Tatsache, dass Hunde in Zonen, in denen ein Leinenzwang besteht, oft ohne Leine anzutreffen sind, stößt auf Unverständnis und Ärger bei denjenigen, die sich vor Hunden ängstigen oder sich von ihnen belästigt fühlen. Deshalb ein Appell an alle Hundehalter: • Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Tier Verkehrsflächen oder Anlagen nicht verunreinigt oder beschädigt. Durch Tiere verursachte Verunreinigungen auf Verkehrsflächen oder Anlagen sind unverzüglich und schadlos zu beseitigen.

• Tiere sollten nicht unbeaufsichtigt herumlaufen, keine Personen gefährden, ängstigen oder Sachen beschädigen.
• Wer einen Hund mit sich führt, sollte immer eine Leine bei sich tragen, um im Bedarfsfall den Hund sofort anleinen zu können. Auf andere Personen ist beim Ausführen des Hundes Rücksicht zu nehmen. Eine Gefährdung von Menschen und Tieren ist in jedem Fall zu vermeiden. Doch mit Verboten allein ist weder den Hundehaltern und den Tieren noch anderen Mitbürgern geholfen. Was kann die Stadt machen? Eine Überwachung durch die Ordnungsbehörden, vor allem in den Außenbezirken der Stadt, ist kaum möglich. Nur wenn die Hinterlassenschaft beweisbar und einer bestimmten Person zuzuordnen ist, kann die Stadt diese Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld ahnden. Was rechtlich zwar klar geregelt ist, lässt sich eben oft in der Praxis kaum umsetzen. Die Erfahrungen der Ordnungsämter haben gezeigt, dass allein mit dem Ordnungsrecht der Verschmutzung des öffentlichen Raumes durch Hundekot und das Umgehen des Leinenzwanges nicht begegnet werden kann. Hier ist gemeinsames Engagement der Ordnungsämter und der Bürgerinnen und Bürger gefragt. In erster Linie kann jedoch der Hundehalter mit der Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen und mit Rücksicht gegenüber anderen dazu beitragen, dass Mensch und Hund auch in einer Stadt miteinander leben können. Und wenn Sie mit Ihrem Hund in Zukunft „Gassi“ gehen, dann führen Sie ihn bitte dorthin, wo sein „Geschäft“ niemanden stört und unschädlich ist - abseits von Wegen, Gehwegen, Straßen und Kinderspielplätzen. Und ist das Unvermeidliche doch einmal an unpassender Stelle passiert, bitten wir Sie, dies zu beseitigen. Zu diesem Zweck sollten Sie bei jedem Spaziergang mit Ihrem Vierbeiner ein entsprechendes Behältnis (Plastiktüte) mitführen und das Geschehene schadlos entsorgen.