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Präsidentenwahl.
Kaspertheater im
Berliner Reichstag. Werder(Havel):
- Zur Uraufführung kommt das Theaterstück " Jeder gegen Jeden". Zuerst kommt
der rote Kasper Gauky. er will unbedingt Präsident werden. Aber wie stellt er
das nur an. Er reist in der ihm noch bleibenden Vorbereitungszeit durch das ganze
Land und versucht Stimmen zu fangen. Er kehrt auch
bei seinen Feinden ein
und sucht mit verstellter Stimme die Zustimmung zu seiner Wahl. Doch da lauert auch schon die böse
ultrarote Hexe Lucia
auf ihn. Sie beschimpft und beleidigt ihn auf das Schlimmste.
Schließlich trägt der Kasper die alleinige Schuld daran, dass viele ihrer Freunde
heute nicht mehr in Amt und Würde ja sogar in der Politik vertreten sind. Wie kann
der Kasper es
sich nur wagen, sie, die Ultraroten um Unterstützung zu fragen. Ihre zwei kleinen Begleiter, Zwerg Gipsy
und Zwerg Oskara lachten verschmitzt im Hintergrund. Sie zogen beide im
Hintergrund die Fäden für das intrigante Spiel. Traurig zog der Kasper von
dannen. Unterwegs begegnete er dem schwarzen Wolf. Dieser machte dem Kasper
große Angst. Würde etwa dieser junge Wolf das große Rennen machen? Natürlich
ist er aufgrund seiner Jugend viel schneller und beweglicher als der alte
Kasper. Er hatte auch die Unterstützung vieler schwarzen Kollegen und auch
einiger Gelbfüchse. Das war schon ein schwerer Kampf für den alten Kasper.
Aber schließlich wurde er vom "Grünen Klee" und den "Roten Früchtchen" zur
Wahl gedrängt, obwohl er gar nicht so recht wollte. Doch der Ritter Gabriel,
ein entfernter Nachkomme von Ritter Don Gischotte, der sich seinerzeit
ebenfalls mit "Windmühlen" befasste, sprach immer wieder auf ihn ein.
Schließlich hatte Ritter Gabriel mit dem schwarzen Wolf noch ein Hühnchen zu
rupfen. Der schwarze Wolf hatte ihm damals die Krone genommen und ihn aus seinem Land vertrieben. Traurig und mit hängenden Kop zog nun der
Kasper nach Berlin und hatte eine kleine Hoffnung, dass ihn die Hexe mit
ihrem Gefolge doch noch unterstützen würde. Am Tage der Entscheidung war
plötzlich noch ein dritter Kandidat für das Präsidentenamt angereist. Der
"Braune Tiger". Da aber diese Tiere in Deutschland keine Überlebenschance
haben, konnte er dem Kasper nicht gefährlich werden. Der Tag der Wahl
nahte und alle wetzten ihre Krallen und fletschten ihre Zähne. Es war ein
harter und lang anhaltender Kampf um das Präsidentenamt. Nach drei
Wahlgängen

endlich hatte der schwarze
Wolf doch alle seine Schäflein hinter sich versammelt und hatte ein deutliche Mehrheit. Eventuell hatte er seinen
Schäflein gedroht, dass er bei einem weiteren Misserfolg allesamt verspeisen
würde. Nun ist er für die nächsten fünf Jahre der Präsident und seine
Ziehmutter aus der "Schwarzen Horde" - "Angi" und deren Freundin "Guidy"
von den "Gelben Füchsen" waren überglücklich. Zum Schluss waren sich alle
wieder einig und sangen lauthals die "Deutsche Nationalhymne" Nur die Hexe
Lucia stand grimmig da und sang nicht mit. Kannte sie den Text der
Landes-Hymne nicht, dessen Präsident sie werden wollte oder kamen ihr die
Worte "Einigkeit und Recht und Freiheit" nicht über die Lippen, da sie
solche Worte aus der Vergangenheit nicht kennt? Jedenfalls kochen alle
wieder ihr eigenes Süppchen auch wenn es zum Nachteil des Landes
ist. So leben sie friedlich vor sich hin und verschwenden weiterhin schamlos
unsere Steuergelder. |