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     HIZ - Artikel  vom  11. Februar 2011              

44-jähriger unmittelbarer Nachbar als Tatverdächtiger durch Polizei festgenommen.
4-jähriges Kind vorm Elternhaus in Klein- machnow bei Potsdam entführ.
Werder(Havel)/Potsdam
: -  Am Donnerstag, 10.02.2011, gegen 08.05 Uhr, verließ in Kleinmachnow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) nach gegenwärtigem Kenntnisstand eine 41-jährigeFrau ihr Wohnhaus und ging mit ihrem 4-jährigen Kind zu ihrem neben dem Haus stehenden Fahrzeug als plötzlich ein maskierter Mann erschien und das Kind ergriff. Diese Person bedrohte die Mutter mit einer Waffe, übergab ihr einen Zettel und forderte sie auf in das Wohnhaus zurück zu gehen und sich dort hinzulegen. Er gab an, dass das Kind jetzt entführt werde und er sich zu einem späteren Zeitpunkt bei ihr melden würde. Die 41-jährige Mutter kam der Aufforderung nach und ging in das Haus zurück. Auf dem übergebenen Zettel standen unter anderem die Forderungen über einen Geldbetrag für die Freilassung des Kindes, sowie „keine Polizei, keine Presse“. In den frühen Abendstunden nahm der Entführer telefonisch Kontakt zu der Familie des Kindes auf. Es kam in Fürstenwalde/Spree (Landkreis Oder-Spree) zur verabredeten Übergabe des Lösegeldes. Gegen 21:30 Uhr wurde das 4-jährige Kind in Kleinmachnow durch den Entführer freigelassen und konnte den Eltern übergeben werden. Das äußerlich unverletzte Kind wurde umgehend in ärztliche Obhut gegeben. Durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei erfolgte zeitnah in Kleinmachnow die Festnahme des mutmaßlichen Entführers. Die genauen Umstände sind derzeit Gegenstand der mit Hochdruck laufenden kriminalpolizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Während des gesamten Einsatzzeitraumes liefen umfangreiche, intensive, polizeiliche Maßnahmen zur Rettung des Kindes und Ergreifung des Täters. Zu den näheren Umständen und ersten Ermittlungsergebnissen ist für Freitag, 11.02.2011, eine Pressekonferenz vorgesehen.
Wie die Polizei mitteilte handelte es sich bei dem Entführer um einen 44-jährigen geschiedenen Vater von drei Kindern aus der unmittelbaren Nachbarschaf des Opfers. Als Grund seiner Tat gab er Geldschwierigkeiten an.