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     HIZ - Artikel  vom  23. Sept.  2010                 

Bundesregierung.
Hartz IV-st  Du schon oder lässt Du Dich noch melken ?
Werder (Havel): - Erhöhung der Kassenbeiträge auf 15,5 Prozent ist durch. Die Gesundheit wird ab dem Jahre 2011 teurer. Höhere Beiträgen für Versicherte und Arbeitgeber von zusammen 0,6 % sollen die gesetzlichen Krankenkassen stabilisiert. Das Kabinett in Berlin verabschiedete am Mittwoch, dem 22.09.2010 nach langem Hin und Her die heftig umstrittene Gesundheitsreform von der Union und der FDP. Kernpunkte des Gesetzes ist die Erhöhung des Kassenbeitrages von derzeit 14,9 auf 15,5 Prozent ab Januar 2011 und Zusatzbeiträge bis zu 80 Euro pro Monat. Dadurch sollen künftig Kosten-steigerungen von den Kassenmitgliedern allein aufgefangen werden. Harzt IV Empfänger erhalten hierzu einen Zuschuss des Staates. Arbeitnehmen zahlen es von ihrem verbliebenem Einkommen. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will nicht nur das drohende Milliardendefizit der Krankenkassen ausgleichen. Er hofft zudem auf mehr Wettbewerb durch die freie Gestaltung der Zusatzbeiträge unter den einzelnen Kassen. Gegen die schwarz-gelben Reformpläne hagelt von allen Seiten harsche Kritik. Dabei könnte das drohende Finanzloch doch viel einfacher aufgefangen werden. Bei der Vielzahl der Kassen gibt es auch eine Vielzahl von Vorständen und Aufsichtsratsmitgliedern. Nicht selten ist das Monatseinkommen eines Vorstandes unter 120 000 Euro im Jahr. Jetzt nach der Beitragserhöhung können sie noch einmal zuschlagen. Die Zusatzbeiträge machen es möglich. Durch eine wirtschaftliche Fusion würden etliche Vorstände wegfallen. So allein würden Millionen eingespart werden. Des weiteren könnte doch jeder Patient bei seinem Arzt für seine empfangene Leistung unterschreiben. Somit könnte auch kein Arzt mehr Patienten abrechen, die längst verstorben sind oder für Leistungen, die er nie erbracht hat. Alle meckern über die Privatversicherungen. Da der Privatpatient bei dieser Krankenversicherung eine Leistungsübersicht hat, sind dem Arzt die Hände für Falschabrechnungen gebunden. Diese Falschabrechnungen erlebt man immer wieder bei der gesetzlichen Krankenversicherung, wo keine Leistungskontrolle besteht. Hier könnte man Millionen sparen. Aber nein, man vertraut allein auf die Ehrlichkeit der Ärzte und Krankenhäuser. Für dieses Vertrauen werden die Mitglieder zur Kasse gebeten.