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Bundesregierung.
Hartz IV-st Du schon oder lässt Du Dich noch melken ?
Werder (Havel): - Erhöhung der Kassenbeiträge auf 15,5 Prozent
ist durch. Die Gesundheit wird ab dem Jahre 2011 teurer.
Höhere Beiträgen für Versicherte und
Arbeitgeber von zusammen 0,6 % sollen die gesetzlichen Krankenkassen stabilisiert.
Das
Kabinett in Berlin verabschiedete am Mittwoch,
dem 22.09.2010 nach langem Hin und Her die
heftig umstrittene
Gesundheitsreform von der Union und
der FDP. Kernpunkte des Gesetzes ist
die Erhöhung des Kassenbeitrages von
derzeit 14,9 auf 15,5 Prozent ab
Januar 2011 und
Zusatzbeiträge bis zu 80 Euro pro Monat. Dadurch sollen künftig Kosten-steigerungen
von den Kassenmitgliedern allein aufgefangen werden.
Harzt IV Empfänger erhalten hierzu einen Zuschuss des
Staates. Arbeitnehmen zahlen es von ihrem verbliebenem Einkommen. Gesundheitsminister Philipp Rösler
(FDP) will nicht nur das drohende Milliardendefizit der
Krankenkassen ausgleichen. Er hofft zudem auf mehr Wettbewerb
durch die freie Gestaltung der Zusatzbeiträge unter den
einzelnen
Kassen. Gegen die schwarz-gelben Reformpläne hagelt von allen Seiten
harsche Kritik.
Dabei könnte das drohende Finanzloch doch
viel einfacher aufgefangen werden. Bei der Vielzahl der Kassen gibt es auch
eine Vielzahl von Vorständen und Aufsichtsratsmitgliedern. Nicht selten ist
das Monatseinkommen eines Vorstandes unter 120 000 Euro im Jahr. Jetzt nach
der Beitragserhöhung können sie noch einmal zuschlagen. Die Zusatzbeiträge
machen es möglich. Durch eine wirtschaftliche Fusion würden etliche
Vorstände wegfallen. So
allein
würden Millionen eingespart werden. Des weiteren könnte doch jeder Patient bei
seinem Arzt für seine empfangene Leistung unterschreiben. Somit könnte auch
kein Arzt mehr Patienten abrechen, die längst verstorben sind oder für
Leistungen, die er nie erbracht hat. Alle meckern über die
Privatversicherungen. Da der Privatpatient bei dieser Krankenversicherung
eine Leistungsübersicht hat, sind dem Arzt die Hände für Falschabrechnungen
gebunden. Diese Falschabrechnungen erlebt man immer wieder bei der
gesetzlichen Krankenversicherung, wo keine Leistungskontrolle besteht. Hier
könnte man Millionen sparen. Aber nein, man vertraut allein auf die
Ehrlichkeit der Ärzte und Krankenhäuser. Für dieses Vertrauen werden die
Mitglieder zur Kasse gebeten. |