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Größter
Kunstbetrug in Deutschaland. (24.02.2011)
Millionenbetrug mit Gemäldesammlung auf-gedeckt.
Staatsanwaltschaft ließ Täter frei.
Werder(Havel)/Berlin: - Ein 79-jähriger
Gemäldesammler aus einer Rhöngemeinde im Landkreis Fulda, wollte im August
2010 seine Gemäldesammlung im Wert von etwa 2,5 Millionen Euro verkaufen und
geriet dabei an einen Betrüger. Nach langwierigen
Ermittlungen gelang es dem
Betrugskommissariat der Kripo Fulda den Betrüger in der zweiten Februarwoche
festzunehmen und alle Gemälde sicher zu stellen. Die Sammlung besteht aus
etwa 140 Exponaten und ist damit die wohl weltweit größte zusammenhängende
Kunstsammlung des letzten "Bauhaus Künstlers" Georg Muche (8. Mai 1895 in
Querfurt - 26. März 1987 in Lindau). Der Eigentümer der Sammlung war bereits
mit einem 62-jährigen Niedersachsen handelseinig geworden, ohne zu wissen,
dass er an einen bereits amtsbekannten und einschlägig vorbestraften
Betrüger geraten war. Zur Begutachtung der Sammlung und der angeblichen
Finanzierung des Kaufpreises reisten die beiden Männer mit den Exponaten
zunächst nach Wien. Doch die zugesagte Finanzierung "platzte" und man fuhr
zurück nach Deutschland. Während der Rückfahrt überredete der 62-Jährige den
Geschädigten ihm die Sammlung zu überlassen und sagte ihm baldige Bezahlung
zu.
Den vereinbarten Kaufpreis sollte der Geschädigte jedoch nie erhalten.
Ohne sein Wissen, brachte der Betrüger die Kunstsammlung in ein Berliner
Leihhaus und ließ sich dort 60.000 Euro dafür auszahlen, die er in den
Wochen darauf verprasste. Auch von den zwischenzeitlich eingeschalteten
Rechtsanwälten des 79-Jährigen ließ sich der Betrüger nicht beeindrucken Er
vertröstete den geschädigten Eigentümer immer wieder aufs Neue und als
Gipfel der Dreistigkeit bot er ihm schließlich seine eigene Gemäldesammlung
zum Rückkauf für 60.000 Euro an. Der zwischenzeitlich eingeschalteten Kripo
Fulda gelang es jedoch nach intensiven Ermittlungen, den bis dahin
unbekannten Lagerort der Gemäldesammlung aufzuspüren und auch den Betrüger
in Berlin mit Unterstützung von Kollegen aus der Bundeshauptstadt
festzunehmen. Alle Exponate der Gemäldesammlung wurden vollständig und in
gutem Zustand aufgefunden, nur wenige Tage bevor sie in das Eigentum des
Leihhauses übergangen und weiterverkauft worden wäre. Der Geschädigte hat
sich mit dem Leihhaus über die Rückgabemodalitäten seiner Sammlung geeinigt.
Da keine gesetzlichen Haftgründe vorliegen, musste der 62-jährige Betrüger
nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Freiheit entlassen werden. |