zur  Startseite
     HIZ - Artikel  vom  09. Dezember  2010         

Acht neue Länder ab 2011
Steigt die Arbeitslosenzahl 2011 auf über sechs Millionen?
Werder (Havel): - Ab Mai kommendes Jahres gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger aus den acht neuen EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Laut einer Schätzung des IAB werden nach der Öffnung des Arbeitsmarktes  ab Mai jährlich rund 100.000 Billiglohn, Hartz 4, ArbeitslosengeldMenschen aus diesen Ländern nach Deutschland einwandern und hier Arbeit suchen oder Harzt4 beantragen. Auch aus Griechenland, wo die Wirtschaft zur Zeit zusammenbricht werden Arbeitskräfte nach Deutschland einreisen, da sie in ihrer Heimat keine Staatliche Unterstützung so wie in Deutschland erhalten. Diese Leute werden auch in die Krankenversicherungen eintreten und wiederum wird das Gejammer der Kassen nach Beitragserhöhung laut werden. Auch der Bundestagsfraktionschef der Linken, Gregor Gysi, warnte vor den Folgen der Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts. Ohne einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn drohten verheerende Folgen, sagte Gysi der "Braunschweiger Zeitung". Er befürchte auch eine rapide Zunahme der Ausländerfeindlichkeit in Billiglohn, Hartz 4, ArbeitslosengeldDeutschland. Gegenwind kommt vom Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, der gesetzliche Mindestlöhne strikt ablehnt. Es sei "völlig abwegig", von Lohndumping zu sprechen, wenn polnische Arbeitskräfte in Deutschland zu relativ niedrigen Löhnen arbeiteten. Schließlich würden sie nicht geringer entlohnt als in ihrem Heimatland Polen. In seiner Kritik geht Franz jedoch noch weiter: Zu den absoluten Gewinnern der Arbeitsmarkt-Öffnung " gehörten all diejenigen, die von preisgünstigeren Produkten profitieren", so Franz gegenüber der "FR". "Verlieren werden die hiesigen Arbeitskräfte, die sich nicht anpassen können oder wollen." Übersetzt heißt das, wer sich den Niedriglöhnen der ausländischen Arbeitskräften nicht anpasst, der hat keine Chance mehr als Deutscher auf dem Deutschen Arbeitsmarkt und landet in der Arbeitslosigkeit und anschließend Hartz4. Vergessen haben alle diese Klugschwätzer, dass die Polen mit Ihren Niedriglöhnen in Polen gut leben können. Die deutschen Arbeiter aber nicht in Deutschland. Diese müssen weiterhin teuer einkaufen oder hohe Miete zahlen. s ist nicht anzunehmen, dass ein Unternehmer, der Niedriglohnempfänger beschäftigt, die dadurch erzielten Ersparnisse an die Verbraucher weiter gibt. Wer das glaubt, lebt in einer Phantasiewelt.
Billiglohn, Hartz 4, Arbeitslosengeld