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Acht neue Länder ab 2011
Steigt die Arbeitslosenzahl 2011 auf über sechs Millionen?
Werder (Havel): - Ab Mai kommendes Jahres gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger
aus den acht neuen EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn,
Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Laut einer Schätzung des IAB
werden nach der Öffnung des Arbeitsmarktes ab Mai
jährlich rund 100.000
Menschen
aus diesen Ländern nach Deutschland einwandern und hier
Arbeit suchen oder Harzt4 beantragen. Auch aus Griechenland, wo die
Wirtschaft zur Zeit zusammenbricht werden Arbeitskräfte nach Deutschland
einreisen, da sie in ihrer Heimat keine Staatliche Unterstützung so wie in
Deutschland erhalten. Diese Leute werden auch in die Krankenversicherungen
eintreten und wiederum wird das Gejammer der Kassen nach Beitragserhöhung
laut werden. Auch der Bundestagsfraktionschef der Linken, Gregor Gysi, warnte vor den
Folgen der Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts. Ohne einen flächendeckenden
gesetzlichen Mindestlohn drohten verheerende Folgen, sagte Gysi der
"Braunschweiger Zeitung". Er befürchte auch eine
rapide Zunahme der
Ausländerfeindlichkeit in
Deutschland. Gegenwind
kommt vom Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz,
der gesetzliche Mindestlöhne strikt ablehnt. Es sei "völlig abwegig", von
Lohndumping zu sprechen, wenn polnische Arbeitskräfte in Deutschland zu
relativ niedrigen Löhnen arbeiteten. Schließlich würden sie nicht geringer
entlohnt als in ihrem Heimatland Polen. In seiner
Kritik geht Franz jedoch noch weiter: Zu den absoluten
Gewinnern der Arbeitsmarkt-Öffnung " gehörten
all diejenigen, die von preisgünstigeren Produkten profitieren", so Franz
gegenüber der "FR". "Verlieren werden die hiesigen Arbeitskräfte, die sich
nicht anpassen können oder wollen."
Übersetzt heißt das, wer sich den Niedriglöhnen der ausländischen
Arbeitskräften nicht anpasst, der hat keine Chance mehr als Deutscher auf
dem Deutschen Arbeitsmarkt und landet in der Arbeitslosigkeit und
anschließend Hartz4. Vergessen haben alle diese Klugschwätzer, dass die
Polen mit Ihren Niedriglöhnen in Polen gut leben können. Die deutschen
Arbeiter aber nicht in Deutschland. Diese müssen weiterhin teuer einkaufen
oder hohe Miete zahlen. s ist nicht anzunehmen, dass ein Unternehmer, der
Niedriglohnempfänger beschäftigt, die dadurch erzielten Ersparnisse an die Verbraucher weiter
gibt. Wer das glaubt, lebt in einer Phantasiewelt.
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