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Das Osterfeuer und seine Bedeutung:
Ganz
Werder(Havel) stand in Flammen.
Werder: Das Osterfeuer stammt von
einer Tradition des Frühlingsfeuers
aus dem Mittelalter
ab. Es war der heidnische Brauch, mit dem die Geister des Winters
vertrieben wurden. Meist wurde es auf einem
Hügel oder Berg entfacht um die
Frühlingssonne zu begrüßen. Als Zeichen für das Ende des Winter wurden zum teil
selbstgefertigte Strohpuppen auf dem
Feuerhaufen verbrannt.
Diesen Brauch des Verbrennens von Strohpuppen findet man auch heute noch vereinzelt bei Osterfeuern.
Große Haufen von Holz werden meist Tage oder
sogar Wochen vorher von
freiwilligen Helfern der Dorfjugend oder er örtlichen
Feuerwehr gesammelt. Die Bürger werden
aufgefordert altes Holz und anderen Brennstoff zur Verfügung zu stellen, so
hat jeder die Möglichkeit sich an dem Feuer zur
Herbeirufung des Frühlings zu beteiligen. In manchen
Dörfern ist es üblich, dass die männliche Dorfjugend den Holzhaufen in der
Nacht vom Freitag zum Samstag bewacht. Damit soll verhindert
werden, dass Bewohner der umliegenden Dörfern das Osterfeuer frühzeitig in
Brand stecken – Das, so der Aberglaube, bringt Unglück und
Spott über die Gemeinde. Auch heute noch ist
vielerorts das Osterfeuer ein
 gesellschaftliches Ereignis.
Inzwischen gibt es auch immer mehr kleine, private Osterfeuer-Feiern
auf Privatgelände.
In vielen Orten sind Osterfeuer heute jedoch genehmigungspflichtig.
Teilweise wird auch vielerorts Baumschnitt verbrannt, der wegen Insektenbefall nicht
kompostiert werden kann. Hier ist Verbrennen sogar die umweltfreundlichere
Entsorgung dieses Insektenbelastendes Materials. Wir haben uns
einmal in Werder(Havel) nach Osterfeuern umgesehen. Erste Station war der
Ortsteil Töplitz. Dort hatte die örtliche Feuerwehr und der Förderverein der
Feuerwehr zum 19. mal das Osterfeuer an der Badestelle organisiert. Ein
Ereignis für den ganzen Stadtteil. Mit Musik, Grillgut und reichlichen
Getränken
 wartete man auf die Dunkelheit, um das Osterfeuer endlich
anzuzünden. Im Falle das es regnete hatte man ein großes Zelt aufgebaut. Die
Jugend der Feuerwehr wollte nicht zu lange warten und entfachten frühzeitig
ihr eigenes kleines Osterfeuer. Als nächstes sahen wir uns das Osterfeuer in Werder(Havel) auf der Bismarckhöhe an.
Nach steilem Treppenaufstieg
erreichen wir die windige Höhe und stellten fest, dass dort der
Besucherstrom sehr spärlich war. Die Kinder jedoch hatten auch dort ihr
eigenes Vergnügen. An aufgestellten Tischen war für reichliche Unterhaltung gesorgt.
Malen, Basteln und andere Spiele waren als Zeitvertreib der Kleinen
angesagt. Auch dort gab es kleine Feuer, in deren flammen die Kleinen unter
Aufsicht ihrer Eltern an langen Stöcken Brotteig braten und selbst verzehren
konnten. Der starke Wind und die Kälte hielten wohl viele Bürger ab, sich die
Mühe des Treppensteigens zu machen. Jedoch wurden die wenigen Besucher mit
einem weiten
 Rundumblick über Werder(Havel) entschädigt. Man konnte
viele Osterfeuer entdecken. Sehr viele auch in Privatgärten inmitten der
Stadt. Als letztes besuchten wir das Osterfeuer auf dem Wachtelberg.
Mit dem Fahrzeug konnte man schon gar nicht in die Nähe kommen. Der
Aufstiegsweg war stark mit Menschen übersäht. Als wir oben ankamen stellten
wir fest, hier war die "Hölle" los, hier tanzte der "Bär". Sehr viele
Besucher auch aus dem nahen Berlin waren angereist und verkosteten den guten "Wachtelberger
Wein". Die Feuerwehr der Stadt Werder(Havel) unterhielt ein großes
Osterfeuer und sorgte andauernd für reichlich "Brennbares".
  Aufgestellte
Ausschankstellen unterstützen die Weintine beim Weinausschank.
Grillbratereinen boten "frisch Gegrilltes" an und die "Liveband - Old
Rebels" sorgte für richtige Stimmungsmusik aus den 70er und 80er Jahren. Man
schätzte die Besucherzahl auf 600 bis 700 Personen. Es war ein laufendes
Kommen und Gehen. Der Wettergott hatte ein Einsehen und belohnte die
Feierungswilligen mit einer für die Jahreszeit angenehmen Witterung, so dass
auch viele die Gelegenheit nutzen und einen kleinen Spaziergang durch die
Weinberge machten. So
feierten alle bis in die frühen Morgenstunden. hiz/qu |