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Insulaner wollen
eigene Parkzonen.
Die Werderaner
Insulaner fordern mehr Ver-kehrsruhe auf der Insel.
Werder (Havel): -
Die Stadt Werder (Havel) steckt in schweren Nöten. Der
Pkw-Verkehr auf der Insel ist oft so stark, dass selbst die Anwohner keinen
Parkplatz mehr für ihr Fahrzeug
finden. Aus diesem Anlass hat die
Straßenverkehrsbehörde unter der Leitung von Diplomingenieur Dietmar Schulze
eine Bürgerbefragung der Inselbewohner vorbereitet und am 12.01.2011
in der Schützenhalle durchgeführt. 34 Bürger hatten bereits vorher schon
ihre Verbesserungs-vorschläge schriftlich bei der Stadt eingereicht. Am
Abend waren
ca. 100 Bürger vertreten, die fast alle ihre persönlichen Vorschläge zur
Verkehrslösung einbrachten. Oft waren auch kuriose Vorschläge dabei - wie
z.B. nur noch den Fahrzeuge der Anwohner eine Zufahrt zu gestatten.
Vergessen oder verdrängt hatte man einfach, dass es zwei Kirchen, einen
Friedhof, Teile der Stadtverwaltung, Kindergärten, Gaststätten, Hotels,
Bootsstege und auch mehrere Geschäfte auf der Insel gibt. Jeder Anwohner
wollte einen Parkplatz und wenn es geht, direkt vor seinem Haus oder
Wohnung. Dipl. Dietmar Schulze musste öfters , wenn auch in aller
Sachlichkeit - große Aufklärungsarbeit leisten. Es war schon bewunderlich,
wie er oft seine Nerven im Griff hatte und so manche Situation bravourös
meisterte. Es bestehen ganz klare gesetzliche Vorgaben für
Anwohnerparkplätze und deren Anzahl. So dürfen nur 50% der vorhandenen
Plätze bei Tage als Anwohnerparkplätze ausgewiesen werden. Nachts sind es 75
%. Auch könne man nicht überall Anwohnerplätze schaffen, so z. B. an
Engstellen und in Kurven, so Schulze. Der Sachbearbeiter bei der
Straßenverkehrsbehörde Werder (Havel) hatte bei seinen Ausführungen starke
Unterstützung des Bürgermeisters Werner Große und der 1. Beigeordnete
Manuela Saß. Da die Stadt aber 50% der vorhandenen
Parkplätze als "freie" Partplätze ausweisen muss, wird sich trotz
vorgesehener Neubeschilderung der Parkmöglichkeiten, der Verkehrsfluss auf
der
 Insel nicht verringern. Es wird sich lediglich das dortige Parkverhalten
ändern. Jeder nicht Insulaner, der einen Parkplatz sucht, wird zuerst einmal auf die
Insel fahren und dort nachzusehen, ob ein Platz für ihn frei ist. Zurückfahren
kann man ja immer noch und sich woanders einen Parkplatz suchen. Auch sind wir der
Meinung, das die Beschilderung zum "Hartplatz" einladender und
auffälliger sein sollte. So
lockt man keinen Urlaubsgast auf den "Altstadtparkplatz". Wir haben die
Beschilderung nach unseren Vorschlägen ergänzt. (Siehe Bild) Man sieht, es
ist keine leichte Aufgabe, die aber trotzdem eine akzeptable Lösung erfordert.
Am Donnerstag, dem 27. Januar sollen die
Stadtverordneten über die Anwohnerparkzone entscheiden. Danach werden
Antragsformulare an die Insulaner verschickt. Nur diese
haben das Recht einen solchen begehrten Anwohnerparkschein zu beantragen und
auch für 30 Euro Jahresgebühr zu erwerben. Es hat
aber hierbei
keiner der Bewohner das Recht auf einen für ihn allein
reservierten Parkplatz, einsigste Ausnahme, er parkt direkt vor seiner
Grundstückseinfahrt. Dies ist gesetzlich erlaubt, wenn er nur sich selbst
dadurch behindert. Der erworbene Anwohner-parkausweis gibt ihm nur das Recht, dass er auf einem der
für Anwohner ausgewiesenen Parkplätze parken darf, auch wenn es in einer
Nachbarstraße nur noch möglich ist.
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