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     HIZ - Artikel  vom  14. Januar 2011                 

Insulaner wollen eigene Parkzonen.
Die Werderaner Insulaner fordern mehr Ver-kehrsruhe auf der Insel.
Werder (Havel): - Die Stadt Werder (Havel) steckt in schweren Nöten. Der Pkw-Verkehr auf der Insel ist oft so stark, dass selbst die Anwohner keinen Parkplatz mehr für ihr Fahrzeug Anwohnerparkplätzefinden. Aus diesem Anlass hat die Straßenverkehrsbehörde unter der Leitung von Diplomingenieur Dietmar Schulze eine Bürgerbefragung  der Inselbewohner vorbereitet und am 12.01.2011 in der Schützenhalle durchgeführt. 34 Bürger hatten bereits vorher schon ihre Verbesserungs-vorschläge schriftlich bei der Stadt eingereicht. Am Abend waren ca. 100 Bürger vertreten, die fast alle ihre persönlichen Vorschläge zur Verkehrslösung einbrachten. Oft waren auch kuriose Vorschläge dabei - wie z.B. nur noch den Fahrzeuge der Anwohner eine Zufahrt zu gestatten. Vergessen oder verdrängt hatte man einfach, dass es zwei Kirchen, einen Friedhof, Teile der Stadtverwaltung, Kindergärten, Gaststätten, Hotels, Bootsstege und auch mehrere Geschäfte auf der Insel gibt. Jeder Anwohner wollte einen Parkplatz und wenn es geht, direkt vor seinem Haus oder Wohnung. Dipl. Dietmar Schulze musste öfters , wenn auch in aller Sachlichkeit - große Aufklärungsarbeit leisten. Es war schon bewunderlich,  wie er oft seine Nerven im Griff hatte und so manche Situation bravourös meisterte. Es bestehen ganz klare gesetzliche Vorgaben für Anwohnerparkplätze und deren Anzahl. So dürfen nur 50% der vorhandenen Plätze bei Tage als Anwohnerparkplätze ausgewiesen werden. Nachts sind es 75 %. Auch könne man nicht überall Anwohnerplätze schaffen, so z. B. an Engstellen und in Kurven, so Schulze. Der Sachbearbeiter bei der Straßenverkehrsbehörde Werder (Havel) hatte bei seinen Ausführungen starke Unterstützung des Bürgermeisters Werner Große und der 1. Beigeordnete Manuela Saß. Da die Stadt aber 50% der vorhandenen Parkplätze als "freie" Partplätze ausweisen muss, wird sich trotz vorgesehener Neubeschilderung der Parkmöglichkeiten, der Verkehrsfluss auf der
Anwohnerparkplätze
Insel nicht verringern. Es wird sich lediglich das dortige Parkverhalten ändern. Jeder nicht Insulaner, der einen Parkplatz sucht, wird zuerst einmal auf die Insel fahren und dort nachzusehen, ob ein Platz für ihn frei ist. Zurückfahren kann man ja immer noch und sich woanders einen Parkplatz suchen. Auch sind wir der Meinung, das die Beschilderung zum "Hartplatz" einladender und auffälliger sein sollte. So lockt man keinen Urlaubsgast auf den "Altstadtparkplatz". Wir haben die Beschilderung nach unseren Vorschlägen ergänzt. (Siehe Bild) Man sieht, es ist keine leichte Aufgabe, die aber trotzdem eine akzeptable Lösung erfordert.
Am Donnerstag, dem 27. Januar sollen die Stadtverordneten über die Anwohnerparkzone entscheiden. Danach werden Antragsformulare an die Insulaner verschickt. Nur diese haben das Recht einen solchen begehrten Anwohnerparkschein zu beantragen und auch für 30 Euro Jahresgebühr zu erwerben.
Es hat aber hierbei Film Anwohnerparkplätzekeiner der Bewohner das Recht auf einen für ihn allein reservierten Parkplatz, einsigste Ausnahme, er parkt direkt vor seiner Grundstückseinfahrt. Dies ist gesetzlich erlaubt, wenn er nur sich selbst dadurch behindert. Der erworbene Anwohner-parkausweis gibt ihm nur das Recht, dass er auf einem der für Anwohner ausgewiesenen Parkplätze parken darf, auch wenn es in einer Nachbarstraße nur noch möglich ist.
Anwohner Parkplätze Schild