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     HIZ - Artikel  vom  19  Mai  2010                 

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Pitbull sprang zwei Kinder an  und biss Polizeibeamte.
Werder(Havel)/Berlin:
- Ein Polizist außer Dienst hat sich gestern Nachmittag in Altglienicke beherzt gegen einen „Pitbull“ eingesetzt, wurde aber von dem Tier brutal gebissen. Der 39-jährige Beamte der Polizeidirektion 6 in Berlin war gegen 15 Uhr 30 in der Ortolfstraße unterwegs, als er auf einem Spielplatz einen freilaufenden Pitbull bemerkte, der ein sechsjähriges Mädchen ansprang und dem Kind das Gesicht leckte. Anschließend legte das Tier seine Vorderpfoten auf einen daneben stehenden Kinderwagen, in dem ein zwei Monate alter Säugling lag. Beide Kinder blieben unverletzt. Der 40-jährige alkoholisierte Halter des Pitbull pfiff danach den Pitbullterrier zurück und setzte seinen Weg ungerührt in der Grünanlage fort. Wenig später sprang der Hund erneut einen vierjährigen Jungen an, der gerade mit einem Stock spielte. Auch dieses Kind wurde zum Glück nicht verletzt. Der 40-Jährige Hundehalter zeigte auch nach diesem Vorfall keinerlei Reaktionen und setzte seinen Spaziergang fort, ohne den Hund an die Leine zu nehmen. Daher griff jetzt der Polizeimeister ein und gab sich als Polizeibeamter zu erkennen. Der Hundebesitzer flüchtete zunächst mit dem nun angeleinten Tier, konnte aber wenig später von dem Polizeibeamten gestellt werden. Der Mann gab nun seinem Hund den Befehl „Fass!“, worauf der Hund nun den Polizisten ansprang und versuchte zu beißen.. Der Beamte bekam jedoch die Hundeleine zu fassen und konnte das Tier damit bändigen und an einem Baum anbinden. Bei diesem Gerangel schnappte der Pitbull nach dem rechten Arm des Polizisten und biss zu,  Jetzt ging auch noch der Hundehalter auf den Beamten los und schlug ihm mit den Fäusten auf den Hinterkopf. Dem gelang es aber, den Angreifer zu Boden zu bringen und ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeistreife festzuhalten. Der Hundehalter zog sich bei der Auseinandersetzung eine Kopfverletzung zu, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Er wurde zu einer Gefangenensammelstelle gefahren, erkennungsdienstlich behandelt und sieht nun einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte entgegen. Der verletzte Polizeibeamte begab sich selbst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Hund wurde zunächst zum Polizeiabschnitt gebracht und von dort in ein Tierheim.