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Polizeiabbau in Brandenburg.
Braucht man die Polizei
eigentlich noch? Werder (Havel): - CDU will Polizeiwachen jedoch erhalten und
präsentiert eigenes Konzept für Polizeireform: Es sieht nur Abbau von 800
statt 1800 Stellen vor. Potsdam -
Brandenburgs Innenminister Rainer
Speer (SPD) gerät bei der angeschobenen rot-roten Radikalreform der Polizei
weiter unter Druck: Nach dem Unmut aus den eigenen SPD-Reihen laut wurde,
legte nun Brandenburgs oppositionelle CDU am Mittwoch ein „Gegenkonzept“
vor, das in ersten Reaktionen von Kommunen und Gewerkschaft der Polizei
begrüßt wurde. Der Grund: Das Konzept sieht den Erhalt aller Polizeiwachen
im Land vor und lediglich einen Abbau von 800 der 8800 Stellen der
Landespolizei. Nach den Plänen von Speer soll es 1800 Stellen weniger und
statt 50 nur noch zwischen 15 und 20 Polizeiwachen im Land geben, was
landauf und landab Sorgen auslöst. Allerdings sieht auch die Union
Reformbedarf in der Landespolizei, die noch bis Herbst 2009 vom damaligen
Innenminister Jörg Schönbohm geführt wurde. „Wir machen keine
Totalopposition. Auch wir sehen Veränderungsbedarf“, erklärte
Fraktionschefin Saskia Ludwig. Das vom CDU-Innenpolitiker Sven Petke
entwickelte Konzept setzt – wie Speer – auf die Bildung von vier
Landdirektionen statt der bisherigen 15 Schutzbereiche und auf ein
Landespolizeipräsidium statt bisher zwei. Ob in Potsdam, wie von Speer
favorisiert, oder in Frankfurt (Oder), wo heute eine Protestdemonstration
stattfindet, darauf legt sich die Union nicht fest.
HIZ - Komentar: Braucht man so viel
Polizeibeamte eigentlich noch? Diese Frage stellt sich immer mehr. Die
Polizeiführung der Schutzpolizei ist mitverantwortlich für den derzeitig
geplanten Polizeiabbau in Brandenburg. Was früher einmal "Polizeiliche
Aufgabe" war ist längst in andere Hände übergegangen. Das Besondere
Polizeirecht wird hauptsächlich durch die Verwaltungsbehörde erledigt
(Gaststättenkontrolle, Lebensmittelkontrolle, Melderecht, Amtshilfe,
Entstempelungen, Ausländerrecht, u.s.w.) Auch hat das Ordnungsamt die
Überwachung des "Ruhenden Verkehrs" längst übernommen. Da die Polizei Teil
der Allgemeinen Verwaltungsbehörde ist, war sie früher Ansprechpartner für
die Verwaltungsfragen
nach Büroschluss. Auch die Kleinkriminalität ist längst in Händen der
Kriminalpolizei, die auch große Teile der Ermittlungen bei Verkehrsunfällen
übernommen hat. Objektüberwachung wird von Securitas übernommen. Was bleibt der
Schutzpolizei eigentlich noch? Verkehrskontrollen, Verkehrskontrollen und
Verkehrskontrollen. Die Führungskräfte der Schutzpolizei hätten das längst
merken müssen, hatten aber vermutlich ganz andere Sorgen. Oft sieht man bis
zu sechs Beamte um eine Laserpistole stehen. Da fragt man sich zurecht, was
machen die sonst noch? Benötigt man wirklich noch so viele
Polizeibeamte, die fast nur noch für den Verkehr zuständig sind?
Vielleicht meint es Brandenburgs
Innenminister Rainer Speer (SPD)
mit dem geplanten Polizeiabbau nur gut mit
dem Bürger.
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