zur  Startseite
     HIZ - Artikel  vom  14 Juni 2010                 

Demo.
Demonstrationen durch Sprengsatzwurf auf Polizeibeamte überschattet.
Werder(Havel)/Berlin:
- Einen Sprengsatz haben Unbekannte bei einer Demonstration in Berlin gestern auf die eingesetzten Polizeibeamten geworfen. Dadurch wurden 16 Polizisten verletzt, wovon zwei so schwer, so dass sie zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus – Banken und Konzerne sollen zahlen“ setzte sich gegen 13 Uhr an der Spandauer Straße in Mitte ein Aufzug mit mehreren tausend Personen, darunter etwa 450 Personen aus dem so genannten „Antikapitalistischen Block“, in Bewegung. Bereits kurz danach verstärkte der Block Transparente um den mitgeführten Lautsprecherwagen mit Seilen, verknotete sie und hielt sie so, dass die Teilnehmer verdeckt wurden. Außerdem vermummten sich einzelne Personen. Gegen 14 Uhr 15 wurden Polizisten in der Torstraße aus diesem Block heraus mit Steinen, Flaschen und einem Sprengsatz beworfen. Durch die Wucht der Detonation des derzeit noch unbekannten Sprengsatzes wurden zwei Polizisten im Alter von 36 und 47 Jahren schwer verletzt. Sie kamen in ein Krankenhaus und wurden sofort operiert. Die anderen verletzten Beamten wurden ambulant behandelt. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Anschließend erreichte der Aufzug ohne weitere Vorkommnisse den Endplatz am Marx-Engels-Forum. Hier kam es zum Abbrennen von Pyrotechnik. Gegen 16 Uhr 30 hat die Versammlungsleitung die Demonstration beendet. Im Verlauf des Einsatzes waren drei Personen festgenommen worden, die im Verdacht stehen, mit der Zündung des Sprengsatzes zu tun zu haben. Sie wurden vernommen und inzwischen wieder entlassen. Eine Kundgebung „Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas: Solidarität mit Israel“, an der gegen 14 Uhr 15 in der Kleinen Alexanderstraße rund 150 Personen teilnahmen, endete gegen 16 Uhr 10 weitestgehend störungsfrei. Eine Teilnehmerin der Demonstration versuchte, sich ihrer Unterwäsche zu entledigen, was durch Polizeibeamte verhindert wurde. Gegen 16 Uhr 20 und 17 Uhr 20 setzten sich zwei Aufzüge mit dem Motto „create utopia, freiraumdemo“ am Kottbusser Damm sowie an der Kreuzung Liebigstraße Ecke Rigaer Straße in Bewegung. An der Skalitzer Straße Ecke Schlesisches Tor kamen beide Aufzüge zusammen und gingen mit etwa 600 Demonstranten weiter. Gegen 19 Uhr 15 wurde dieser Aufzug vor dem Erreichen des Endplatzes plötzlich vom Veranstalter für beendet erklärt. Danach kam es zu Stein- und Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte. Vereinzelte ehemalige Versammlungsteilnehmer rannten in das Haus Bethanien. Polizisten durchsuchten sofort das Gebäude und stellten neun Personen fest, die nun Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs entgegensehen. Gegen 21 Uhr 30 erfolgte ab 22 Uhr über einen Internetaufruf ein Spontanaufzug zur Muskauer Straße. Es gab zwei Freiheitsentziehungen nach Flaschenwürfen und diverse Platzverweise. Insgesamt waren zu verschiedenen Anlässen bis zu 1.200 Polizisten im Einsatz. Die Polizei nahm insgesamt neun Personen fest und leitete Ermittlungsverfahren, u.a. wegen Verdachts des versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und versuchte Gefangenenbefreiung ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle wieder auf freien Fuß gesetzt.
Komentar der Havelzeitung:                                                       
In jedem Jahr  am Tage der "Verarschung des Deutschen Rechtsstaates" (1. Mai ) wird getestet, wie weit Kaoten gehen können, ohne dass ihnen Staatsanwaltschaft oder Gerichte ernsthaft Einhalt gebieten. Die Grenzen verschieben sich scheinbar jährlich immer weiter in Richtung Gewalt. Die Polizeibeamten, die auch ganz nebenbei Familienväter mit bürgerlichen Rechten und Pflichten sind, werden hierbei rücksichtslos von  den politisch Verantwortlichen als Spielball ihrer politischen Machtkämpfe benutzt. Nicht selten müssen sie das ausbaden, was andere verbocken. So auch hier in diesem Fall. Die Banken haben verzockt, die Bürger sollen dafür aufkommen. Auch viele Polizeibeamten wurden von den Banken geschädigt und würden lieber auf der Gegenseite friedlich mit marschieren. Statt dessen müssen sie auch noch für diese Versager ihren Kopf hinhalten. Die Regierung versprach zwar die Banken in Zukunft zu kontrollieren, das nennt man dann "Kontrollierte Abzocke". Trotz alle dem wird von den Verantwortlichen für die "Innere Sicherheit" immer weiter Polizei abgebaut oder  für die Verbesserung der Landesfinanzen eingesetzt. Eine solche Situation macht Polizeibeamten krank und man braucht sich auch nicht zu wundern, dass die Suizidgefahr in dieser Berufsgruppe sehr hoch ist.           Siehe hier