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Demo.
Demonstrationen durch
Sprengsatzwurf auf Polizeibeamte überschattet.
Werder(Havel)/Berlin: - Einen Sprengsatz haben Unbekannte bei einer
Demonstration in Berlin gestern auf die eingesetzten Polizeibeamten
geworfen. Dadurch wurden 16 Polizisten verletzt, wovon zwei so schwer, so
dass sie zur stationären
Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Unter dem
Motto „Die Krise heißt Kapitalismus – Banken und Konzerne sollen
zahlen“ setzte sich gegen 13 Uhr an der Spandauer Straße in Mitte ein Aufzug
mit mehreren tausend Personen, darunter etwa 450 Personen aus dem so
genannten „Antikapitalistischen Block“, in Bewegung. Bereits kurz danach
verstärkte der Block Transparente um den mitgeführten Lautsprecherwagen mit
Seilen, verknotete sie und hielt sie so, dass die Teilnehmer verdeckt
wurden. Außerdem vermummten sich einzelne Personen. Gegen 14 Uhr 15 wurden
Polizisten in der Torstraße aus diesem Block heraus mit Steinen, Flaschen
und einem Sprengsatz beworfen. Durch die Wucht der Detonation des derzeit
noch unbekannten Sprengsatzes wurden zwei Polizisten im Alter von 36 und 47
Jahren schwer verletzt. Sie kamen in ein Krankenhaus und wurden sofort
operiert. Die anderen verletzten Beamten wurden ambulant behandelt. Die
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags hat der Polizeiliche Staatsschutz
des Landeskriminalamtes übernommen. Anschließend erreichte der Aufzug ohne
weitere Vorkommnisse den Endplatz am Marx-Engels-Forum. Hier kam es zum
Abbrennen von Pyrotechnik. Gegen 16 Uhr 30 hat die Versammlungsleitung die
Demonstration beendet. Im Verlauf des Einsatzes waren drei Personen
festgenommen worden, die im Verdacht stehen, mit der Zündung des
Sprengsatzes zu tun zu haben. Sie wurden vernommen und inzwischen wieder
entlassen.
Eine Kundgebung „Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und
Hamas: Solidarität mit Israel“, an der gegen 14 Uhr 15 in der Kleinen
Alexanderstraße rund 150 Personen teilnahmen, endete gegen 16 Uhr 10
weitestgehend störungsfrei. Eine Teilnehmerin der Demonstration versuchte,
sich ihrer Unterwäsche zu entledigen, was durch Polizeibeamte verhindert
wurde.
Gegen 16 Uhr 20 und 17 Uhr 20 setzten sich zwei Aufzüge mit dem Motto „create
utopia, freiraumdemo“ am Kottbusser Damm sowie an der Kreuzung Liebigstraße
Ecke Rigaer Straße in Bewegung. An der Skalitzer Straße Ecke Schlesisches
Tor kamen beide Aufzüge zusammen und gingen mit etwa 600 Demonstranten
weiter. Gegen 19 Uhr 15 wurde dieser Aufzug vor dem Erreichen des Endplatzes
plötzlich vom Veranstalter für beendet erklärt. Danach kam es zu Stein- und
Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte. Vereinzelte ehemalige
Versammlungsteilnehmer rannten in das Haus Bethanien. Polizisten
durchsuchten sofort das Gebäude und stellten neun Personen fest, die nun
Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs entgegensehen.
Gegen 21 Uhr 30 erfolgte ab 22 Uhr über einen Internetaufruf ein
Spontanaufzug zur Muskauer Straße. Es gab zwei Freiheitsentziehungen nach
Flaschenwürfen und diverse Platzverweise.
Insgesamt waren zu verschiedenen Anlässen bis zu 1.200 Polizisten im
Einsatz. Die Polizei nahm insgesamt neun Personen fest und leitete
Ermittlungsverfahren, u.a. wegen Verdachts des versuchten Totschlags,
Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und versuchte
Gefangenenbefreiung ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden
alle wieder auf freien Fuß gesetzt.
Komentar der Havelzeitung:
In jedem Jahr am Tage der "Verarschung des Deutschen Rechtsstaates"
(1. Mai ) wird
getestet, wie weit Kaoten gehen können, ohne dass ihnen Staatsanwaltschaft
oder Gerichte ernsthaft Einhalt gebieten. Die Grenzen verschieben sich
scheinbar jährlich immer weiter in Richtung Gewalt. Die Polizeibeamten, die
auch ganz nebenbei Familienväter mit bürgerlichen Rechten und Pflichten
sind, werden hierbei rücksichtslos von den politisch Verantwortlichen
als Spielball ihrer politischen Machtkämpfe benutzt. Nicht selten müssen sie
das ausbaden, was andere verbocken. So auch hier in diesem Fall. Die Banken
haben verzockt, die Bürger sollen dafür aufkommen. Auch viele Polizeibeamten
wurden von den Banken geschädigt und würden lieber auf der Gegenseite
friedlich mit marschieren. Statt dessen müssen sie auch noch für diese
Versager ihren Kopf hinhalten. Die Regierung versprach zwar die Banken in
Zukunft zu kontrollieren, das nennt man dann "Kontrollierte Abzocke". Trotz alle dem wird von
den Verantwortlichen für die "Innere Sicherheit" immer weiter Polizei
abgebaut oder für die Verbesserung der Landesfinanzen eingesetzt. Eine
solche Situation macht Polizeibeamten krank und man braucht sich auch nicht
zu wundern, dass die Suizidgefahr in dieser Berufsgruppe sehr hoch ist. Siehe
hier
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