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Radsportler
vom RC
Kleinmachnow.
Potsdamer
Mathias Wiele (Jenatec Cycling) wird erfolgreichster deutscher Fahrer in
Kroatien.
Poreč
(Kroatien)/Potsdam. Radsportler Mathias Wiele aus Potsdam hat die Istrian
Spring Trophy (UCI 2.2) in Kroatien als erfolgreichster deutscher Fahrer
gemeistert. Der 23-Jährige vom Team Jenatec Cycling wurde im
Gesamtklassement der viertägigen internationalen Rundfahrt Elfter und rückte
damit gegenüber seinem Vorjahresergebnis um zwei Plätze nach vorn. Sein
bestes Resultat erzielte der Fahrer vom RC Kleinmachnow am Sonnabend bei der
zweiten Etappe, die zugleich Königsetappe war. Im Endspurt fuhr er als
Siebenter über die Ziellinie. "Unsere Taktik ging voll auf. Ich wusste
genau, was uns erwartet", sagte Wiele, der schon 2009 auf der kroatischen
Halbinsel bester Deutscher war. "Es ist eine wellige bis hügelige Strecke
mit einem vier Kilometer langen Schlussanstieg, auf dem im letzten Teil noch
ein sehr holpriges Kopfsteinpflaster zu meistern ist", erläutert der
Jenatec-Cycling-Mann nach 158 kräftezehrenden Kilometern, die die Rennfahrer
von Vrsar nach Motovun führten. "Dank meiner Teamkollegen konnte ich die
überwiegende Zeit eine Menge Kraft sparen und diese während der
Schlussattacken einsetzen", freute sich der Kapitän, dessen Mannschaft im
Gegensatz zu anderen Teams auf den teilweise schlechten Straßen von Stürzen
und Defekten verschont blieb. Schon nach der
ersten Etappe (131 km) und dem
Prolog (2,8 km) hatte Wiele, der seit 2004 in der Radsport-Bundesliga fährt
und zu Jahresbeginn vom Team Isaac Torgau zu Jenatec Cycling gewechselt war,
in der Gesamtwertung unter den deutschen Startern die Nase vorn. In der
dritten und zugleich letzten Etappe (141 km) am heutigen Sonntag behauptete
er sich weiter und konnte seine Position verteidigen. Etwa 180 Fahrer von 27
Teams aus neun Nationen, darunter mehrere Nationalmannschaften, kämpften bis
heute Nachmittag in Kroatien um die Trophäen. Gesamtsieger wurde der Slowene
Robert Vrecer. Mit dem Start bei der traditionsreichen internationalen
Istrien-Rundfahrt bestreitet Jenatec Cycling, die Radrenngemeinschaft des
SSV Gera 1990 und des Jenaer Radvereins, ihre ersten Wettkämpfe der Saison.
"Unsere Fahrer wollen sich bei den schweren Profirennen die nötige Form
holen", sagt Thomas Barth, der sportliche Team-Leiter und ehemalige
DDR-Friedensfahrt-Kapitän. Und eine gute Form werden die Renner in den
nächsten Wochen und Monaten auch brauchen. Bis Oktober wollen die jungen
Männer von Jenatec Cycling bei rund 70 Rennen in Deutschland und darüber
hinaus mitmischen. „Neben der Thüringen-Rundfahrt und der Deutschen
Meisterschaft stehen mehrere Dutzend Wettkämpfe der Bundesliga-Serie auf
unserem Plan", kündigt Barth an.
 (df)
Bild/Text: Copyright by Daniel
Förster |