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     HIZ - Artikel  vom  24 März  2010                 

Radsportler vom RC Kleinmachnow.
Potsdamer Mathias Wiele (Jenatec Cycling) wird erfolgreichster deutscher Fahrer in Kroatien.
Poreč (Kroatien)/Potsdam. Radsportler Mathias Wiele aus Potsdam hat die Istrian Spring Trophy (UCI 2.2) in Kroatien als erfolgreichster deutscher Fahrer gemeistert. Der 23-Jährige vom Team Jenatec Cycling wurde im Gesamtklassement der viertägigen internationalen Rundfahrt Elfter und rückte damit gegenüber seinem Vorjahresergebnis um zwei Plätze nach vorn. Sein bestes Resultat erzielte der Fahrer vom RC Kleinmachnow am Sonnabend bei der zweiten Etappe, die zugleich Königsetappe war. Im Endspurt fuhr er als Siebenter über die Ziellinie. "Unsere Taktik ging voll auf. Ich wusste genau, was uns erwartet", sagte Wiele, der schon 2009 auf der kroatischen Halbinsel bester Deutscher war. "Es ist eine wellige bis hügelige Strecke mit einem vier Kilometer langen Schlussanstieg, auf dem im letzten Teil noch ein sehr holpriges Kopfsteinpflaster zu meistern ist", erläutert der Jenatec-Cycling-Mann nach 158 kräftezehrenden Kilometern, die die Rennfahrer von Vrsar nach Motovun führten. "Dank meiner Teamkollegen konnte ich die überwiegende Zeit eine Menge Kraft sparen und diese während der Schlussattacken einsetzen", freute sich der Kapitän, dessen Mannschaft im Gegensatz zu anderen Teams auf den teilweise schlechten Straßen von Stürzen und Defekten verschont blieb. Schon nach der ersten Etappe (131 km) und dem Prolog (2,8 km) hatte Wiele, der seit 2004 in der Radsport-Bundesliga fährt und zu Jahresbeginn vom Team Isaac Torgau zu Jenatec Cycling gewechselt war, in der Gesamtwertung unter den deutschen Startern die Nase vorn. In der dritten und zugleich letzten Etappe (141 km) am heutigen Sonntag behauptete er sich weiter und konnte seine Position verteidigen. Etwa 180 Fahrer von 27 Teams aus neun Nationen, darunter mehrere Nationalmannschaften, kämpften bis heute Nachmittag in Kroatien um die Trophäen. Gesamtsieger wurde der Slowene Robert Vrecer. Mit dem Start bei der traditionsreichen internationalen Istrien-Rundfahrt bestreitet Jenatec Cycling, die Radrenngemeinschaft des SSV Gera 1990 und des Jenaer Radvereins, ihre ersten Wettkämpfe der Saison. "Unsere Fahrer wollen sich bei den schweren Profirennen die nötige Form holen", sagt Thomas Barth, der sportliche Team-Leiter und ehemalige DDR-Friedensfahrt-Kapitän. Und eine gute Form werden die Renner in den nächsten Wochen und Monaten auch brauchen. Bis Oktober wollen die jungen Männer von Jenatec Cycling bei rund 70 Rennen in Deutschland und darüber hinaus mitmischen. „Neben der Thüringen-Rundfahrt und der Deutschen Meisterschaft stehen mehrere Dutzend Wettkämpfe der Bundesliga-Serie auf unserem Plan", kündigt Barth an.

(df)
Bild/Text: Copyright by Daniel Förster