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     HIZ - Artikel  vom  21. April  2010                 

Schiffstaufe in Potsdam.
Das neue Flaggschiff "MS-Sanssouci" der "Weissen Flotte" wurde getauft.
Werder(Havel)/Potsdam
: Das alte Flaggschiff  der "Weissen Flotte Potsdam GmbH", die "MS-Cecilienhof" hat fast 50 Jahr harte Arbeit auf dem Buckel und fiel jetzt dem "Jugendwahn" zum Opfer. Ab sofort muss es sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Die Dieselmotoren seien zwar unverwüstlich, jedoch sei der Spritverbrauch enorm hoch und den heutigen Verhältnissen nicht mehr angemessen. Das neue Flaggschiff trägt den klangvollen Namen "MS Sanssouci" und ähnelt mehr mit einer Länge von 72 Meter und einer Breite von fast 9 Meter und dem äußeren Outfit einem schwimmenden Schloss. Schon von außen ähnelt die MS Sanssouci mit den hellen gelben Seitenwänden, einer Glaskuppel und den bis zum Boden reichenden Fenstern eher einem Bauwerk als einem Schiff. Innen hat es einen schlossähnlichen Salon, alles in Barock - Möbel. Schönheit ist nun einmal "Geschmacksache" und die Erbauer des neuen Schiffes hatten Geschmack. Von den 4 Millionen Baukosten  sei über die  Hälfte

in die Sicherheit geflossen, sagte der Schiffsführer Peter Krone. An der technischen Ausstattung und Aufteilung der elektronischen Bedienerelementen auf der "Brücke" habe man größtenteils seinen Wünschen Rechnung getragen. Mit fast 600 Passagieren sei es das bisher größte Schiff der "Weisen Flotte". Am Samstag, dem 17.04.2010, gegen 18.00 Uhr, war es nun soweit. das neue Flaggschiff wurde einer Schiffstaufe unterzogen. Keine Geringere als

die aus dem Fernsehen bekannte Schauspielerin Gerit Kling (
Notruf Hafenkante) stand als Taufpatin bereit. Mit den Worten des Ministerpräsidenten Matthias Platzeck " Zu jedem schönen schiff gehört eine schöne Frau" übernahm sie nun die Sektfalsche zur Schiffstaufe in ihre Hand. Mit kräftigem Schwung knallte diese kurze Zeit später gegen die Schiffswand. Das Schiff erhielt den Namen des Wahrzeichens von Potsdam "Sanssouci".  Tausende von Besuchern säumten das Ufer an der Langen Brücke und wohnten der Zeremonie

bei. Nachdem die Sektflasche am Rumpf des Schiffes zerknallte brach lauter Beifall auf und Schiffsführer Peter Krone nahm von allen Gästen zahlreiche Glückwünsche entgegen. Kurz danach startete die MS Sanssouci mit geladenen Gäste zu ihrer Jungfernfahrt und gleitet fast lautlos von dannen. Nach ca. 2,5 Stunden Jungfernfahrt kehrte die MS Sanssouci an ihren Ausgangsort zurück. Bevor es jedoch anlegte, wurde es an ihrer Anlegestelle an der Langen Brücke  mit einem bunten Feuerwerk begrüßt. Für die zahlreichen am Ufer ausharrenden Zaungästen sah es so aus, als ob das Flaggschiff direkt in das bunter Feuerwerk hineinfahren würde. Es war ein herrlicher Lichtzauber, der die einbrechende Nacht zum Tage machte. Tausende Leuchtkugel schossen in den Himmel und verwandelten das Schiff und die Havel in ein leuchtendes und brennendes Feuermeer. Alle der Anwesenden wünschten dem Schiffsführer (früher die Bezeichnung Kapitän) immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Havel in Flammen.                                                   Bilder: quick-tv