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Schiffstaufe in Potsdam.
Das neue
Flaggschiff "MS-Sanssouci"
der "Weissen Flotte" wurde getauft.
Werder(Havel)/Potsdam: Das alte Flaggschiff der "Weissen Flotte Potsdam
GmbH", die "MS-Cecilienhof" hat fast 50
Jahr harte Arbeit auf dem Buckel und
fiel jetzt dem "Jugendwahn" zum Opfer. Ab sofort muss es sich einen neuen
Arbeitgeber suchen. Die Dieselmotoren seien zwar unverwüstlich, jedoch sei
der Spritverbrauch enorm hoch und den heutigen Verhältnissen nicht mehr
angemessen. Das neue Flaggschiff trägt den klangvollen Namen "MS
Sanssouci" und ähnelt mehr mit einer Länge von 72 Meter und einer Breite von
fast 9 Meter und dem äußeren Outfit einem schwimmenden Schloss. Schon von
außen ähnelt die MS Sanssouci mit den hellen gelben Seitenwänden, einer
Glaskuppel und den bis zum Boden reichenden Fenstern eher einem Bauwerk als
einem Schiff. Innen hat es einen schlossähnlichen Salon, alles in
Barock - Möbel. Schönheit ist nun einmal "Geschmacksache" und die Erbauer
des neuen Schiffes hatten Geschmack. Von den 4 Millionen Baukosten sei
über die Hälfte
 in die
Sicherheit geflossen, sagte der Schiffsführer Peter Krone. An der
technischen Ausstattung und Aufteilung der elektronischen Bedienerelementen
auf der "Brücke" habe man größtenteils seinen Wünschen Rechnung getragen.
Mit fast 600 Passagieren sei es das bisher größte Schiff der "Weisen
Flotte". Am Samstag, dem 17.04.2010, gegen 18.00 Uhr, war es nun soweit. das
neue Flaggschiff wurde einer Schiffstaufe unterzogen. Keine Geringere als
 die aus dem Fernsehen bekannte Schauspielerin Gerit Kling (Notruf
Hafenkante)
stand als Taufpatin bereit. Mit den Worten des Ministerpräsidenten Matthias
Platzeck " Zu jedem schönen schiff gehört eine schöne Frau" übernahm sie nun
die Sektfalsche zur Schiffstaufe in ihre Hand. Mit kräftigem Schwung knallte
diese kurze Zeit später gegen die Schiffswand. Das Schiff erhielt den Namen
des Wahrzeichens von Potsdam "Sanssouci". Tausende von Besuchern
säumten das Ufer an der Langen Brücke und wohnten der Zeremonie

bei. Nachdem die Sektflasche am
Rumpf des Schiffes zerknallte brach lauter Beifall auf und Schiffsführer
Peter Krone nahm von allen Gästen zahlreiche Glückwünsche entgegen. Kurz
danach startete die MS Sanssouci mit geladenen Gäste zu ihrer Jungfernfahrt
und gleitet fast lautlos von dannen. Nach ca. 2,5 Stunden Jungfernfahrt
kehrte die MS Sanssouci an ihren Ausgangsort zurück. Bevor es jedoch
anlegte, wurde es an ihrer Anlegestelle an der Langen Brücke mit einem bunten Feuerwerk begrüßt. Für die
zahlreichen am Ufer
ausharrenden Zaungästen sah es so aus, als ob das Flaggschiff direkt in das
bunter Feuerwerk hineinfahren würde. Es war ein herrlicher Lichtzauber, der
die einbrechende Nacht zum Tage machte. Tausende Leuchtkugel schossen in den
Himmel und verwandelten das Schiff und die Havel in ein leuchtendes und brennendes
Feuermeer. Alle der Anwesenden wünschten dem Schiffsführer (früher die
Bezeichnung Kapitän) immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Havel in Flammen.
Bilder: quick-tv |