|
Eröffnungsfeier.
Nadelöhr zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg frei für
Bootsverkehr. Werder(Havel)/Fürstenberg:
- Eine der wichtigsten Schleusen Nordbrandenburgs,
die Schleuse Fürstenberg, wird am kommenden Sonntag im Beisein von
Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger nach einer Vollsperrung
zwecks Neubau wieder in Betrieb genommen. Ab sofort heißt es hier an der
Oberen Havel-Wasserstraße wieder freie Fahrt für Freizeitkapitäne. Gebaut
wurde an dieser Binnenwasserstraße des Bundes mit Mitteln des
Bundesverkehrsministeriums. Der Ersatzbau für die alte Schleuse aus dem Jahr
1927 kostete rund 7 Millionen Euro. Vogelsänger: „Die Schleuse Fürstenberg ist das Nadelöhr für den
Wassertourismus zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und unseren
Brandenburger Gewässern. Die Obere Havel-Wasserstraße ist traditionell eine
der wichtigsten Verbindungen in Richtung Havel und Müritz, zu den
Rheinsberger und Fürstenberger Seen sowie nach Templin und Wentow."
Die neue Schleusenkammer kann mit 11 Metern Breite mehr
als doppelt so viele Wasserfahrzeuge aufnehmen wie die alte.
Immerhin zählt Obere Havel-Wasserstraße zu den am
stärksten durch die Freizeitschifffahrt frequentierten Gewässern
Brandenburgs. Pro Jahr passieren 25.000 Boote die Schleuse – in den
Sommermonaten jeweils rund 6.000. Sie ist Bestandteil der
Hauptwasserwanderroute 5 des Wassersportentwicklungsplans des Landes mit den
Templiner, Fürstenberger und Rheinsberger Gewässern und ist Teil der
Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN). Die Obere Havel-Wasserstraße gehört zu den 470 Kilometern
„sonstigen Binnenwasserstraßen" des Bundes sowie schiffbaren
Landesgewässern, die ohne Sportbootführerschein, sondern nach Einweisung
durch das Charterbootunternehmen nur mit einem temporären Charterschein
befahren werden können. Vogelsänger. „Wassertourismus ist nach wie vor
Wachstumsbranche und das trotz Finanz- und Wirtschaftskrise. Der
Ersatzneubau der Schleuse Fürstenberg ist enorm wichtig für die weitere
wettbewerbsfähige Entwicklung und Vermarktung der wassertouristischen
Angebote in Nordbrandenburg." Bootsverleiher und Fahrgastschiffs-
unternehmen sind
unmittelbar von der Nutzbarkeit der Schleuse Fürstenberg abhängig. Daher war
Minimierung der Schleusensperrung enorm wichtig, um wirtschaftliche Einbußen
zu begrenzen. Vogelsänger: „Ich danke dem Bund und den Baufirmen, dass
die Vollsperrung der Schleuse außerhalb der Hauptnutzungszeiten im Zeitraum
von September 2009 bis jetzt in einer sehr kurzen Bauzeit erfolgen konnte.
Besonders hervorzuheben ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des
Bundes als Bauherr und die Wasserbaufirma Gebrüder Kemmer GmbH Berlin als
Generalauftragnehmer für die geleistete Arbeit bei exakter Einhaltung des
sehr straffen Bauablaufplans. Dabei wurden Mehrkosten seitens des Bundes in
Kauf genommen." |