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     HIZ - Artikel  vom  04 Juni  2010                 

Eröffnungsfeier.
Nadelöhr zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg frei für Bootsverkehr.
Werder(Havel)/
Fürstenberg: - Eine der wichtigsten Schleusen Nordbrandenburgs, die Schleuse Fürstenberg, wird am kommenden Sonntag im Beisein von Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger nach einer Vollsperrung zwecks Neubau wieder in Betrieb genommen. Ab sofort heißt es hier an der Oberen Havel-Wasserstraße wieder freie Fahrt für Freizeitkapitäne. Gebaut wurde an dieser Binnenwasserstraße des Bundes mit Mitteln des Bundesverkehrsministeriums. Der Ersatzbau für die alte Schleuse aus dem Jahr 1927 kostete rund 7 Millionen Euro. Vogelsänger: „Die Schleuse Fürstenberg ist das Nadelöhr für den Wassertourismus zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und unseren Brandenburger Gewässern. Die Obere Havel-Wasserstraße ist traditionell eine der wichtigsten Verbindungen in Richtung Havel und Müritz, zu den Rheinsberger und Fürstenberger Seen sowie nach Templin und Wentow." Die neue Schleusenkammer kann mit 11 Metern Breite mehr als doppelt so viele Wasserfahrzeuge aufnehmen wie die alte. Immerhin zählt Obere Havel-Wasserstraße zu den am stärksten durch die Freizeitschifffahrt frequentierten Gewässern Brandenburgs. Pro Jahr passieren 25.000 Boote die Schleuse – in den Sommermonaten jeweils rund 6.000. Sie ist Bestandteil der Hauptwasserwanderroute 5 des Wassersportentwicklungsplans des Landes mit den Templiner, Fürstenberger und Rheinsberger Gewässern und ist Teil der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN). Die Obere Havel-Wasserstraße gehört zu den 470 Kilometern „sonstigen Binnenwasserstraßen" des Bundes sowie schiffbaren Landesgewässern, die ohne Sportbootführerschein, sondern nach Einweisung durch das Charterbootunternehmen nur mit einem temporären Charterschein befahren werden können. Vogelsänger. „Wassertourismus ist nach wie vor Wachstumsbranche und das trotz Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Ersatzneubau der Schleuse Fürstenberg ist enorm wichtig für die weitere wettbewerbsfähige Entwicklung und Vermarktung der wassertouristischen Angebote in Nordbrandenburg." Bootsverleiher und Fahrgastschiffs- unternehmen sind unmittelbar von der Nutzbarkeit der Schleuse Fürstenberg abhängig. Daher war Minimierung der Schleusensperrung enorm wichtig, um wirtschaftliche Einbußen zu begrenzen. Vogelsänger: „Ich danke dem Bund und den Baufirmen, dass die Vollsperrung der Schleuse außerhalb der Hauptnutzungszeiten im Zeitraum von September 2009 bis jetzt in einer sehr kurzen Bauzeit erfolgen konnte. Besonders hervorzuheben ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes als Bauherr und die Wasserbaufirma Gebrüder Kemmer GmbH Berlin als Generalauftragnehmer für die geleistete Arbeit bei exakter Einhaltung des sehr straffen Bauablaufplans. Dabei wurden Mehrkosten seitens des Bundes in Kauf genommen."