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       HIZ - Artikel  vom  01. April  2012                 

Baustop der Blütentherme wegen Schnabelhörnchen.
Das Aus für die Blütentherme in Werder (Havel). Obere Naturschutzbehörde verhängt sofortigen Baustop für die Blütentherme.
Werder(Havel):
- Dass der Uferweg am Großen Zernsee durch die Baumaßnahmen der Blüten Therme unterbrochen wurde, so dass die Spaziergänger jetzt vor einem Bauzaun stehen, das hat schon für viel Aufregung gesorgt. Ganz besonders die Fraktion "Die Linke" machte sich in der Vergangenheit besonders stark für die Weiterführung des "Trampelpfades" am Seeufer entlang. SoWerderaner Schnabelhörnchen,Schnabelhoernchen brachte die Fraktionsvorsitzende Renate Vehlow am 08.03.2012, bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eine Beschlussvorlage diesbezüglich ein. Diese hatte den Wortlaut: Die Stadtverwaltung Werder(Havel) wird beauftragt, den Erhalt und den Ausbau eines Uferweges von der Blüten Therme bis hin zum Schaltgerätewerk zu prüfen. Am Samstag, dem 31.03.2012, wollte der Bauausschuss der Stadt Werder(Havel) daraufhin eine Ortsbesichtigung des besagten Uferweges durchführen. Eingeladen dazu hatte Bürgermeister der Stadt, Werner Große (CDU), der zu diesem Besichtigungstermin  am Uferweg entlang des Zernsee seinen Hund "Hill" mitführte. Plötzlich fing dieser an heftig zu bellen, riss sich los und war nicht mehr aufzuhalten. An der durch einen Bauzaun abgesperrten Uferböschung unweit des ehemaligen Bieberbaues blieb er stehen und bellte lauthals. Als man näher kam bemerkte man ein seltsam aussehendes Wesen. Das lange ausgestorben geglaubte "Schnabelhörnchen" ist zurückgekehrt. Da man es in den letzten 80 Jahren nicht mehr zu Gesicht bekam, glaubte man feste daran, dass es längst ausgestorben sei. Wie und wo es überlebte, das kann man zur Zeit noch nicht feststellen. Als bevorzugten Lebensraum liebt es steinharten sandigen Boden in Ufernähe, da es bis zu fünf Meter tiefe Höhlen in betonharte Erde wühlt, die an ihrem Ende wiederum senkrecht nach unten zum Grundwasserspiegel führen. Da der Boden der Blüten Therme monatelang durch schweres Gerät (80 Tonnen) verdichtet und gestampft wurde und der Uferweg am Zernsee durch einen Bauzaun für Spaziergänger schon längere Zeit gesperrt ist und die Natur sich wieder zurückbilden konnte, fand es mit großer Wahrscheinlichkeit hier wieder den geeigneten Lebensraum vor, um seine Höhlen einsturzsicher in die festgestampfte sandige Erde zu graben. Wie Bürgermeister Große feststellen konnte, war es eine ganze Familie dieser bereits ausgestorbenen geglaubten Spezies mit dem lateinischen Namen: "Fulgunaris abrobus hektus",  die sich in
Werderaner Schnabelhörnchen,Schnabelhoernchen
der Sonne tummelten. Das Lebewesen gehört zur Familie der Eichhörnchen, was sich im Laufe der Evolution jedoch vom "Nussfresser" zum "Obstfresser" entwickelt hatte. Da das Havelland in den früheren Jahren ein reines Obstanbaugebiet mit weiten Obstwiesen war lebten viele dieser Spezies hier in dieser Gegend. Sie wurden damals regelrecht zur  Plage für die einheimischen Obstbauern, die immer um ihre Existenz kämpfen mussten. Die Tiere fraßen nicht nur die heranreifenden Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren, sie kletterten auch in Windeseile auf die Bäume und labten sich an den süßen Früchten der Obstbäume. So füllten sie auch die unterirdischen Speisekammern in ihren Höhen mit reifen Früchten. Wenn diese Früchte von ihnen verzehrt werden sollten, nahmen sie die Früchte in ihren Schnabel und stiegen hinab zum Grundwasser um sie vor dem Verzehr zu waschen. Da sie den Obstbauern einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügten wurden diese Tiere regelrecht von den Obstbauern gejagt. Die Schnabelhörnchenjagd wird als eine hohe Kunst ausgegeben, da die Tiere als sehr scheu gelten. Die günstigste Jagdzeit sind dunkle Neumondnächte. Zur Jagd benötigt der Jäger ein längeres Ofenrohr, eine Öllampe und einen Holzknüppel. Das Ofenrohr wird waagrecht auf den Boden gelegt und am hinteren Ende stellt man die Öllampe vor die Öffnung. Treiber versuchen nun, durch lautes Rufen und durch rhythmische Stockschläge gegen Bäume und Uferböschung die Schnabelhörnchen aufzuscheuchen, damit sie in ein bereitliegendes
Werderaner Schnabelhörnchen,Schnabelhoernchen
Ofenrohr des Fängers flüchten, das sie in der dunklen Mondnacht für den Eingang ihrer Höhle halten. Um sich vor Angriffen der Schnabelhörnchen zu schützen, trinken die Jäger vor und während der Jagd reichlich Werderaner Obstwein, dessen Geruch angeblich die Schnabelhörnchen auf Distanz hält. Dieses Lebewesen ist jetzt unerwartet an das Ufer des Zernsee zurückgekehrt. Als die Stadt Werder(Havel) dieses seltene Ereignis dem Naturkundemuseum Berlin mitteilte, stellen diese den Antrag bei der Oberen Naturschutzbehörde auf sofortigen Baustop der Blütentherme und auf die Umwandlung des Baugebietes in ein "Naturschutzgebiet Zernsee". Da einige der Mitarbeiter vom Bauausschuss zufällig ein Handy mit Foto hatten, gelangen ihnen die hier gezeigten Schnappschüsse von den Tieren. Wie man auf den Bildern ersehen kann, fühlen sich die Tiere in ihrer neuen Umgebung recht wohl und haben bereits für Nachwuchs gesorgt. Die Kristall Bäder AG, Gewerbering 1, 90547 Stein, wird in den nächsten Tagen von der Oberen Naturschutzbehörde einen entsprechenden Bescheid über einen Baustop erhalten.
Das bedeutet das sichere Aus für die Blüten Therme in Werder(Havel).