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Vorsicht, Schulkinder unterwegs!
Fuß vom Gas und
Vorbild sein - für einen sicheren Schulweg.
Werder(Havel):
- Am kommenden Montag, dem 15.08.2011 beginnt
mit dem ersten Schultag für viele ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt.
Aber auch für alle anderen Schüler ist die schöne Ferienzeit vorbei und der
Schulalltag hält wieder
Einzug. Somit nehmen die Schulkinder auch wieder aktiv und regelmäßig am
Straßenverkehr teil, was jedem Verkehrsteilnehmer ein hohes Maß an
Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme abverlangt. Alle Verkehrsteilnehmer können
durch erhöhte Wachsamkeit und ein normgerechtes Verhalten ihren Beitrag für
einen sicheren und gefahrlosen Schulweg leisten. Insbesondere Autofahrer
müssen sich auf ein kindgerechtes Verhalten der ABC-Schützen einstellen. Auf
Grund ihres Entwicklungsstandes sind Schulanfänger und Grundschüler den
komplexen Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen und sind oftmals
in ihren Reaktionen unberechenbar. Hinzu kommen ihre geringe Körpergröße und
ein eingeschränktes Gesichtsfeld, wodurch ihnen teilweise der nötige
Überblick fehlt und sie von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen
werden. Deshalb sollten alle Fahrzeugführer an
Schulen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs den Fuß vom Gas nehmen
und stets bremsbereit fahren. An Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage,
die an einer Haltestelle stehen, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit
vorbeigefahren werden, auch auf der Gegenfahrbahn!
Für mehr Sicherheit sorgt auch das Fahren mit eingeschaltetem Licht
am Tage. Kinder nehmen dadurch herannahende Fahrzeuge schneller wahr und
können so Entfernungen besser einschätzen. Insbesondere an
Fußgängerüberwegen ist das von großem Vorteil. Auch helfen hier eindeutige
Zeichen der Autofahrer, dass sie die querende Person am Fußgängerüberweg
wahrgenommen haben und anhalten. Eine große Verantwortung haben aber auch
die Eltern der Erstklässler. Sie sollten mit viel Geduld und
Einfühlungsvermögen ihre Kinder auf die typischen Gefahrensituationen des
Straßenverkehrs vorbereiten. Dazu zählt auch den Schulweg mit den Kindern
gemeinsam festzulegen und mehrmals abzugehen, um die realen
Verkehrsbedingungen kennen zu lernen und die sich daraus ergebenen
Verhaltensweisen aufzeigen. Dabei gilt: Der kürzeste Weg ist nicht immer der
Sicherste! Bei all diesen Maßnahmen sollten Eltern
und Erwachsene nie vergessen, dass sie eine große Vorbildfunktion in ihrem
Verhalten haben, an der sich Kinder sehr stark orientieren.
Sollten Kinder mit dem Bus oder der Straßenbahn zur Schule fahren,
ist es wichtig, mit ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln einzuüben:
1. beim Warten an der Bushaltestelle
nicht toben, streiten oder schubsen
2. nicht vor oder hinter einem stehenden Bus über die Straße gehen
3. beim Ein- und Aussteigen nicht drängeln oder schubsen und nicht
unvermittelt aus dem Bus/Straßenbahn springen
4. beim Stehen in Bussen immer an den Haltevorrichtungen festhalten
5. auf Bussitzen, bei denen ein Sicherheitsgurt vorhanden ist, muss und
sollte dieser auch angelegt werden

Junge ABC-Schützen sollten keinesfalls mit dem Fahrrad zur Schule gelassen
werden. Hier sollten Eltern warten, bis ein entsprechendes Alter erreicht
ist - etwa nach der schulischen Radfahrausbildung in der 4. Klasse - und die
Kinder das Rad sicher beherrschen sowie den Anforderungen ausreichend
gewachsen sind. Die Beamten des Schutzbereiches
Brandenburg werden in den nächsten Wochen die Schulwegsicherung verstärkt
mit verkehrspolizeilichen und präventiven Maßnahmen durchführen.
Neben der Überwachung der Geschwindigkeit liegt der Schwerpunkt der
polizeilichen Maßnahmen auf der Einhaltung der Gurtpflicht und der
Verwendung von Rückhaltesystemen (Kindersitze) für Kinder. An dieser Stelle
wird noch einmal an alle Eltern appelliert, die ihre Kinder mit dem PKW zur
Schule bringen, dass sie die gesetzliche aber auch moralische Verantwortung
gegenüber ihren Kindern haben, was die Einhaltung der Gurtpflicht angeht.
Insbesondere in der Stadt Brandenburg wird das verkehrsgerechte
Verhalten von Fahrradfahrern unter die Lupe genommen. Gerade durch das
verbotene Benutzen von Fußwegen durch Jugendliche und Erwachsene werden
Gefahren in den Bereich gebracht, der den Schulkindern eigentlich als
„sicherer Verkehrsraum“ garantiert wird. Die
Revierpolizisten werden, ab Montag beginnend, in den ersten Wochen des neuen
Schuljahres täglich vor den Grundschulen der Stadt und des Landkreises
Verkehrskontrollen durchführen. Los geht’s am 15. August um 7.00 Uhr vor der
Luckenberger Grundschule in Brandenburg. |