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ABC Schützen.
Schulanfang in Brandenburg.
Fuß vom Gas und Vorbild
sein - für einen sicheren Schulweg.
Werder
(Havel): - Am kommenden Montag, den 23.08.2010,
beginnt mit dem ersten Schultag für viele ABC-Schützen ein neuer
Lebensabschnitt. Aber auch für alle anderen Schüler ist die schöne
Ferienzeit vorbei und der Schulalltag hält wieder Einzug. Somit nehmen die
Schulkinder auch wieder aktiv und regelmäßig am Straßenverkehr teil, was
jedem Verkehrsteilnehmer ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme
abverlangt. Alle Verkehrsteilnehmer können durch erhöhte Wachsamkeit und ein
normgerechtes Verhalten ihren Beitrag für einen sicheren und gefahrlosen
Schulweg leisten. Insbesondere Autofahrer müssen sich auf ein
kindgerechtes Verhalten der ABC-Schützen einstellen. Auf Grund ihres
Entwicklungsstandes sind Schulanfänger und Grundschüler den komplexen
Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen und sind oftmals in ihren
Reaktionen unberechenbar. Hinzu kommen ihre geringe Körpergröße und ein
eingeschränktes Gesichtsfeld, wodurch ihnen teilweise der nötige Überblick
fehlt und sie von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen werden.
Deshalb sollten alle Fahrzeugführer an Schulen und Haltestellen des
öffentlichen Nahverkehrs den Fuß vom Gas nehmen und stets bremsbereit
fahren. An Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage, die an einer
Haltestellen stehen, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren
werden, auch auf der Gegenfahrbahn! Für mehr
Sicherheit sorgt auch das Fahren mit eingeschaltetem Licht am Tage. Kinder
nehmen dadurch herannahende Fahrzeuge schneller wahr und können so
Entfernungen besser einschätzen. Insbesondere an Fußgängerüberwegen ist das
von großem Vorteil. Auch helfen hier eindeutige Zeichen der Autofahrer, dass
sie die querende Person am Fußgängerüberweg wahrgenommen haben und anhalten.
Eine große Verantwortung haben aber auch die
Eltern der Erstklässler. Sie sollten mit viel Geduld und
Einfühlungsvermögen ihre Kinder auf die typischen Gefahrensituationen des
Straßenverkehrs vorbereiten. Dazu zählt auch den Schulweg mit den Kindern
gemeinsam festzulegen und mehrmals abzugehen, um die realen
Verkehrsbedingungen kennen zu lernen und die sich daraus ergebenen
Verhaltensweisen aufzeigen. Dabei gilt: Der kürzeste Weg ist nicht
immer der Sicherste! Bei all diesen
Maßnahmen sollten Eltern und Erwachsene nie vergessen, dass sie eine große
Vorbildfunktion in ihrem Verhalten haben, an der sich Kinder sehr stark
orientieren. Sollten Kinder mit dem Bus oder der
Straßenbahn zur Schule fahren, ist es wichtig, mit ihnen die wichtigsten
Verhaltensregeln einzuüben:
-
beim Warten an der
Bushaltestelle nicht toben, streiten oder schubsen
-
nicht vor oder hinter
einem stehenden Bus über die Straße gehen
-
beim Ein- und
Aussteigen nicht drängeln oder schubsen und nicht unvermittelt aus dem
Bus/Straßenbahn springen
-
beim Stehen in Bussen
immer an den Haltevorrichtungen festhalten
-
auf Bussitzen, bei
denen ein Sicherheitsgurt vorhanden ist, muss und sollte dieser auch
angelegt werden.
 Junge ABC-Schützen
sollten keinesfalls mit dem Fahrrad zur Schule gelassen werden. Hier
sollten Eltern warten, bis ein entsprechendes Alter erreicht ist - etwa nach
der schulischen Radfahrausbildung in der 4. Klasse - und die Kinder das Rad
sicher beherrschen sowie den Anforderungen ausreichend gewachsen sind.
Die Beamten des
Schutzbereiches Brandenburg werden in den nächsten Wochen die
Schulwegsicherung verstärkt mit verkehrspolizeilichen und präventiven
Maßnahmen durchführen.
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