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     HIZ - Artikel  vom  12  Juli  2010                     

Sex-Überfall auf Kind
Warnung an alle Eltern, die Ihre Kinder allein zu Hause lassen.
Werder(Havel):
- Ein Zeitungsverkäufer hat vor dem Wuppertaler Landgericht gestanden, im März 2010 in Solingen ein elfjähriges Mädchen im elterlichen Haus vergewaltigt zu haben. Laut Anklage war der 20-Jährige am 16. März in Solingen von Haustür zu Haustür gezogen, um Zeitungen zu verkaufen. Als das Mädchen die Tür öffnete und ahnungslos sagte, dass seine Eltern nicht zu Hause seien, habe er die Elfjährige in die Wohnung zurückgedrängt und sei über sie brutal hergefallen, sagte der Staatsanwalt. Erst als das Mädchen wegen der durch das gewaltsame Eindringen erlittenen starken Schmerzen immer lauter um Hilfe geschrieen  habe, hat er von ihr abgelassen und sei geflohen.  Das Verbrechen hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Angeklagte legte nach Angaben seines Verteidigers zum Prozessauftakt ein umfassendes Geständnis ab - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Er habe ausgesagt, er könne sich die Tat selbst nicht erklären und bedauere sie zutiefst, teilte Verteidiger Marco Ostmeyer mit. Es sei ihm bewusst gewesen, dass sein Opfer ein sehr junges Mädchen sei. "Er hat gesagt, dass er auf keinen Fall möchte, dass die Geschädigte aussagen muss", sagte Ostmeyer.  Über seinen Mandanten teilte Ostmeyer mit, er sei in Rumänien in sehr ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen und mit einer größeren Gruppe von Landsleuten nach Deutschland gekommen. Hier sei er schwächstes Mitglied einer Drückerkolonne mit mafiösen Strukturen gewesen.  Auf Grundlage einer detaillierten Personenbeschreibung durch das Opfer war der Angeklagte bereits zwei Tage nach der Tat in Duisburg festgenommen worden. Der Zeitungsverkäufer hatte die Tat kurz nach seiner Festnahme gestanden. Bei der Vernehmung durch die Polizei sagte er, es habe sich um einen spontanen Einfall gehandelt. Das Kind wurde durch das Verbrechen erheblich traumatisiert. Dem Täter droht nun eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren, wenn er nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird. Findet das Jugendstrafrecht Anwendung, ist eine Strafe von bis zu zehn Jahren möglich.