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Sicherungsverwahrung:
Brandenburgs Justizminister
Dr. Schöneburg zum heutigen Beschluss des Bundeskabi-netts zur
Sicherungsverwahrung.
Werder (Havel)/Potsdam: - Brandenburgs Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg erklärt zum heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur
Sicherungsverwahrung:
„Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat das Ziel verfehlt. Die
Menschenrechte, die auch Sicherungsverwahrten zustehen, hätten ohne
Nachteile für das legitime Sicherheitsbedürfnis der Allgemeinheit stärker
geachtet werden müssen. Besonders deutlich wird das am Beispiel der
nachträglichen Sicherungsverwahrung für Jugendliche. Sie besteht unverändert
fort, obwohl sie schnellstens abgeschafft werden müsste. Sie kommt einer
Bankrotterklärung des primär auf Erziehung ausgerichteten Jugendstrafrechts
und Jugendvollzugs nahe. Denn sie bedeutet nichts anders, als dass
Jugendliche in ihren Entwicklungs- und Reifejahren während der Strafhaft,
also unter unserer Verantwortung, zu schlechteren Menschen werden und nicht
zu besseren. Eine Gesellschaft, die den Anspruch auf Humanität erhebt, darf
solche Fehlentwicklungen nicht akzeptieren. Insgesamt gilt: Das, was die
Bundesregierung bei der Sicherungsverwahrung plant, ist kein Zeichen einer
konsequent liberalen Justizpolitik. Die liberale Bundesjustizministerin ist
leider vor der CDU eingeknickt. “
HIZ - Kommentar:
Jugendliche, die nach ihrer Gefängnisstrafe in Sicherungsverwahrung genommen werden,
sind keine kleine "Ladendiebe", es sind Verbrecher gegen die
Menschlichkeit. Sie werden nicht erst in der Sicherungsverwahrung
zu schlechten Menschen, sie waren es vorher schon. Aus diesem Grund wird
gegen sie ja
Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Staat hat die Aufgabe, seine Bürger zu
schützen. Brandenburgs Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg will aber die
Täter vor der Sicherungsverwahrung schützen. Herr Schöneburg, wer schützt
die Opfer? Wir sind aber sicher, dass Sie vor der nächsten
Landtagswahl wieder ganz anders reden, da Sie die Opfer als Wähler sehen.
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