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     HIZ - Artikel  vom  24. Oktober 2010              

Sicherungsverwahrung:
Brandenburgs Justizminister Dr. Schöneburg zum heutigen Beschluss des Bundeskabi-netts zur Sicherungsverwahrung.
Werder (Havel)/Potsdam:
-  Brandenburgs Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg erklärt zum heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur Sicherungsverwahrung:
„Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat das Ziel verfehlt. Die Menschenrechte, die auch Sicherungsverwahrten zustehen, hätten ohne Nachteile für das legitime Sicherheitsbedürfnis der Allgemeinheit stärker geachtet werden müssen. Besonders deutlich wird das am Beispiel der nachträglichen Sicherungsverwahrung für Jugendliche. Sie besteht unverändert fort, obwohl sie schnellstens abgeschafft werden müsste. Sie kommt einer Bankrotterklärung des primär auf Erziehung ausgerichteten Jugendstrafrechts und Jugendvollzugs nahe. Denn sie bedeutet nichts anders, als dass Jugendliche in ihren Entwicklungs- und Reifejahren während der Strafhaft, also unter unserer Verantwortung, zu schlechteren Menschen werden und nicht zu besseren. Eine Gesellschaft, die den Anspruch auf Humanität erhebt, darf solche Fehlentwicklungen nicht akzeptieren. Insgesamt gilt: Das, was die Bundesregierung bei der Sicherungsverwahrung plant, ist kein Zeichen einer konsequent liberalen Justizpolitik. Die liberale Bundesjustizministerin ist leider vor der CDU eingeknickt. “
HIZ - Kommentar:
Jugendliche, die nach ihrer Gefängnisstrafe in Sicherungsverwahrung genommen werden, sind keine kleine "Ladendiebe", es sind Verbrecher gegen die Menschlichkeit. Sie werden nicht erst in der Sicherungsverwahrung zu schlechten Menschen, sie waren es vorher schon. Aus diesem Grund wird gegen sie ja Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Staat hat die Aufgabe, seine Bürger zu schützen. Brandenburgs Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg will aber die Täter vor der Sicherungsverwahrung schützen. Herr Schöneburg, wer schützt die Opfer?  Wir sind aber sicher, dass Sie vor der nächsten Landtagswahl wieder ganz anders reden, da Sie die Opfer als Wähler sehen.                                                .