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Stadtparlament beschließt:
Eine Überprüfung auf Stasi - Tätikeit jetzt auch im
Stadtparlament Werder (Havel) Werder(Havel): Die Stadtverordnetenversammlung der
Stadt Werder (Havel) beschloss am 25.02.2010 bei ihrer ersten Sitzung im Jahre
2010, unter der Leitung der Vorsitzenden Annette Gottschalk, auf einen Antrag der CDU-Fraktion
hin, eine Überprüfung aller Mitglieder der
Stadtverordnetenversammlung auf offizieller oder inoffizieller Mitarbeit für
das ehemalige MfS/AfNS der DDR auf der Grundlage des Stasi -
Unterlagengesetzes unter folgender Maßgabe: Stadtverordnete, die nach dem
02.Oktober 1972 geboren sind, werden nicht überprüft (Volljährigkeitsklausel
- Stichtag "Tag der Deutschen Einheit") Hierzu wurde ein zeitweiliger
Ausschuss (4 Sitze) - Pro Fraktion 1 Mitglied, gegründet. Der zeitweilige Ausschuss
stellt die entsprechenden Anträge nach dem Stasi-Unterlagengesetz. Nach
Auswertung dieser Unterlagen erstellt der Ausschuss einen Abschlussbericht
und legt diesen der
 Stadtverordnetenversammlung zur Bewertung vor. Diesem Beschluss
stimmten Die "CDU-Fraktion", Die "SPD/Die Grünen-Fraktion" und die
Fraktion der "Freie Bürger" geschlossen zu. Abgelehnt wurde der
Beschluss von der
Fraktion "Die Linke". Wie von der Sprecherin der Fraktion "SPD/Die Grüne"
Anja Spiegel auch deutlich hervorgehoben wurde ist Ziel und Zweck dieser
Überprüfung, mehr
Vertrauen der Bürger in die Politik zu gewinnen. Auch die "CDU-Fraktion"
begründete ihren Antrag dahingehend: Die Aufarbeitung der Geschichte der DDR
sowie das Mitwirken des ehemaligen Ministeriums für Staatsicherheit (MfS)
bzw. des ehemaligen Amtes für Nationale Sicherheit (AfNS) der DDR, sind in
Brandenburg noch nicht ganz abgeschlossen. Seit Jahren werden durch die
Birthler-Behörde in Berlin immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen.
 Die Bürgerinnen und
Bürger der Stadt Werder(Havel) haben ein Recht darauf zu erfahren, wer sie in
der Stadtverordnetenversammlung vertritt. Darum ist es auch geboten, 20
Jahre nach der Wiedervereinigung auch in Werder(Havel) eine erneute
Überprüfung vor dem Hintergrund der neuen Enthüllungen und Erkenntnissen durchzuführen.
Die Sprecherin der Fraktion "SPD/Die Grüne" bedauerte, dass es eine Klausel
für vor dem 02.Oktober 1972 geborene Mitglieder der
Stadtverordnetenversammlung gibt. Diese Klausel betreffe gerade auch sie
persönlich. Auch sie würde sich gerne einer Überprüfung unterziehen.
Weiterhin wurde angeregt, dass man die einzelne Ortsbeiräte der Stadt
Werder(Havel) freiwillig beschließen lassen sollte, dass auch sie sich dieser
Überprüfung unterziehen.
Diese Stadtverordnetenversammlung hatte
großes Interessen bei der Bevölkerung hervorgerufen. So waren auch
zahlreiche politikinteressierte Bürger der Stadt Werder(Havel) während der
Sitzung anwesend. |