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       HIZ - Artikel   vom  06. Dezember   2012     

Exzentrische Modenschau in Potsdam.
ESMOD BERLIN präsentierte eine Moden-schau der Superlative im Nikoleissaal zu Potsdam.
Werder (Havel)/Potsdam:
- An St. Catherine spielt die Mode verrückt.  Diese Überlieferung kommt aus Frankreich. In der Vergangenheit wurden Statuen von der heiligen St. Catherine in den Kirchen platziert mit einer Kopfbedeckung, die jährlich ersetzt werden musste.
Diese Tätigkeit war das Privileg junger Frauen im Alter von über 25 Jahren und immer noch Single waren. Daher auch der Begriff "alte Jungfer". das bedeutet, dass die junge Frau noch keinen Mann gefunden hat.  Diese konnte dann die heilige St. Catherina während der Erneuerung der Kopfbedeckung anflehen mit folgendem Gebet: "Saint Catherine, hilf mir, lass mich nicht unverheiratet sterben. Damals war es eine große Schande, wenn eine junge Frau über 25 Jahren noch keinen Mann gefunden hatte. Derzeit wird in einigen Regionen am 25. November an diese Vergangenheit erinnert. Junge Frauen tragen bunte Hüte und Kleidung, offensichtlich nur für den Anlass gemacht. Sie sind fröhliche Catherinettes, die das Ereignis zu feiern wissen.

ESMOD Berlin Internationale Kunsthochschule für Mode veranstaltet auch in diesem Jahr die bereits zur Tradition gewordene Benefiz-Modeperformance “Sainte Catherine 2012”, zu Ehren der gleichnamigen Schutzheiligen der Kreativen und Modeschaffenden. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Autonomen Frauenzentrum Potsdam e.V. zugute. Die Studenten der ESMOD Berlin Internationale Kunsthochschule für Mode zeigt unter dem Begriff "Home Sweet Home", eine textile Hommage an die Hausfrau und ihre unterschiedlichen Facetten und greift hierbei Klischees von klassisch bis exzentrisch auf. Die individuellen Outfits, die während der Show gezeigt wurden, sind von den Studierenden des ersten und zweiten Jahres in Eigenarbeit kreiert und realisiert. So war Potsdam an diesem Tage das Zuhause von Puritanerinnen, Dienstmädchen, Maschinenfrauen, Prinzessinnen, Heimchen am Herd, Lolitas bis zur emanzipierter Powerfrau.
Eine dieser modebegeisterten ESMOD-Studenten ist die 19-jährige
Katherine Kuhle aus Bispingen. Sie ist seit vier Monaten auf der Kunsthochschule und studiert Modedesign. Voller Begeisterung hat sie an der Schöpfung dieser hervorragenden Modelle mitgearbeitet und hat sogar ihre eigenen Entwürfe verwirklicht. Da eine ständige ungebrochene Nachfrage nach Studien-plätzen an der Kunst-hochschule besteht haben nur die Besten eine Chance einen der heißbegehrten Studien-plätze zu ergattern. Katherine Kuhle ist eine der Besten und hat in der kurzen Studienzeit die Richtung zu ihrem eigenen Modestiel be-reits gefunden. Ganz aufgeregt ist sie noch kurz vor der Modenschau, da ihre Eltern extra zu diesem Event aus Bispingen angereist waren, um ihre erste Fashion zu bewundern. Stolz verkündete uns der Vater von Katherine Kuhle, dass er froh sei, seine Tochter dieses Studium zu ermöglichen. Absolventen dieser weltbekannten Mode-Kunsthochschule würden später, nach erfolgreichem Abschluss, von den Modeschaffenden "aufgesaugt" werden, so sehr seien sie begehrt. Es erwartete uns eine grandiose Show mit unverwechselbarer Kreativität und einer unerwartenten Rollenverteilung, die von klassisch bis zu exzentrisch reichte.