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Justizminister bekräftigt
Angebot an Berlin.
Strafgefangenenverlegung von Berlin nach Brandenburg.
Potsdam: Konstruktiven Gesprächen mit Berlins
Justizsenatorin Gisela von der Aue zur Lösung von Kapazitätsproblemen im
Justizvollzug steht nach Überzeugung von Brandenburgs Justizminister Dr.
Volkmar Schöneberg weiterhin nichts im Wege.
Schöneburg: „Die Berliner FDP liegt falsch, wenn sie meint, die
Justizsenatorin habe die Tür zu Gesprächen mit mir zugeschlagen, nur weil
sie das Gesprächsangebot aus Brandenburg ,unredlich' nannte. Die Tür zu
Gesprächen ohne Denkschranken über
Probleme des Vollzugs steht nach wie vor
offen. Dies ist ein redliches Angebot. Es kann für alle nur von Vorteil
sein, wenn Brandenburg und Berlin einen Weg finden, um im Strafvollzug die
Probleme des Leerstandes hier und der partiellen Überbelegung dort gemeinsam
vernünftig zu lösen. Geld, das wir so sparen, kann effektiv der sozialen
Gerechtigkeit zugute kommen."
Das Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg erkennt in dem Beschluss
des Kammergerichts Berlin vom 12. September 2008 kein generelles Hindernis
für die Unterbringung Berliner Gefangener in Brandenburger
Justizvollzugsanstalten. Das Ministerium der Justiz des
Landes Brandenburg erkennt in dem Beschluss des Kammergerichts Berlin vom
12. September 2008 kein generelles Hindernis für die Unterbringung Berliner
Gefangener in Brandenburger Justizvollzugsanstalten.
Das Kammergericht hatte entschieden, eine Mutter, deren Lebensmittelpunkt in
Berlin liege, dürfe nicht in der von Berlin 80 Kilometer entfernt liegenden
Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben untergebracht werden. Die
Wiedereingliederung der Frau in die Gesellschaft könne erschwert werden,
wenn auf Grund der großen Entfernung der Kontakt zur Familie leide.
Schöneburg: „Resozialisierung gehört zu den vorrangigsten Zielen meiner
Justizpolitik. Derzeit bereite ich ein Resozialisierungsgesetz vor, mit dem
die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zusätzlich erleichtert werden
soll. Aber es gibt auch viele Gefangene ohne enge soziale und familiäre
Bindung. Diese Menschen könnten sehr gut in Brandenburger Anstalten
untergebracht und therapeutisch behandelt werden. Der Beschluss des
Kammergerichts steht dem nicht entgegen."
Die Havelzeitung ist der
Meinung: Der Herr
Justizminister Dr. Volkmar Schöneberg
will also dem Land Berlin ermöglichen, dass deren rechtskräftig
verurteilten Straftäter ihre Strafe in den Gefängnissen des Landes Brandenburg absitzen können. In
Brandenburg wäre nach Angaben des Justizministeriums genügend Leerstand
dafür vorhanden. Sehr geehrter Herr
Dr. Volkmar Schöneberg, Ihr
Regierungskollege Herr
Innenminister Rainer Speer will tiefe
Einschnitte bei dem jetzigen Polizeibestand in Brandenburg durchführen. Hiernach wird in
der kommenden Zeit noch ein weit aus größerer Leerstand in den
Justizvollzugsanstalten im Land Brandenburg bestehen. Also Polizeiabbau - gut
für Berlin - schlecht für Werder und ganz Brandenburg. |