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     HIZ - Artikel  vom  10 Juni 2010                 

Umweltschutz.
Ermittlungen wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen.
Werder(Havel)/
Elbe-Elster
: - Im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren zum Verdacht des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen und des unerlaubten Betreibens von Anlagen wurden am Donnerstagmorgen insgesamt 3 Objekte, davon zwei im Land Brandenburg und eins in Berlin durchsucht. Dabei wurden Geschäftsunterlagen und ein Laptop sichergestellt. Bei den Durchsuchungsobjekten handelt es sich um Wohn- und Geschäftsräume des 47-jährigen Betreibers einer genehmigten Abfallanlage im Landkreis Elbe-Elster, gegen den das Verfahren geführt wird. An den Durchsuchungen waren mehr als 30 Einsatzkräfte beteiligt, darunter die Ermittlungskommission „Umwelt" des Kriminalkommissariates „Schwere Kriminalität" der Polizei im Schutzbereich Potsdam, Beamte von der Landeseinsatzeinheit Brandenburg sowie Vertreter vom Landesumweltamt Cottbus und der zuständigen Ordnungsämter. Ein Polizeihubschrauber wurde ebenfalls eingesetzt. Die Tatortgruppe vom Brandenburgischen Landeskriminalamt entnahm Abfallproben, die im Labor analysiert werden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand soll es sich um mehrere tausend Tonnen ungenehmigter Abfälle, darunter unbehandelter Hausmüll und zerkleinerter Gewerbemüll, handeln. Bereits im Juni 2008 stellte das Landesumweltamt Cottbus bei Kontrollen auf dem Betriebsgelände in Fichtwald/ Ortsteil Stechau, zirka 1.000 Tonnen zerkleinerte Sortierrestabfälle fest, wofür keine behördliche Genehmigung vorlag. Trotz der Auflage, keine weiteren Sortierrestabfälle anzunehmen und die bereits angenommen Abfälle zu entsorgen, nahm die Firma nach bisherigen Ermittlungen weiterhin Sortierrest- und unbehandelte Abfälle an. Nachdem am 4. August 2009 darüber hinaus geschätzte 5.000 Tonnen illegal gelagerten Abfalls auf dem Betriebsgelände festgestellt wurden, verfügte das Landesumweltamt Cottbus die Stilllegung der Anlage. Unbeschadet dessen wurden die nicht genehmigten Abfälle mit hohem Kunststoffanteil über einen längeren Zeitraum weiter angenommen, vermischt und abtransportiert. Das Verfahren wird bei der Staatsanwaltschaft Cottbus geführt.