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Entwurf zum Vergabegesetz vorgelegt.
Ein Schritt in die richtige Richtung. Die Linke bekämpft Dumpinglöhnen in
Brandenburg.
Werder (Havel)/Potsdam: - Die kommunalen Spitzenverbände können nun Stellung
nehmen. Das Ministerium für
Wirtschaft
und Europaangelegenheiten hat heute den Entwurf für das Brandenburger
Vergabegesetz vorgelegt. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und
Arbeitsminister Günter Baaske verwiesen darauf, dass damit eine zentrale
politische Forderung aus dem Koalitionsvertrag auf den Weg gebracht worden
ist. Der Entwurf ging an die kommunalen Spitzenverbände zur Beteiligung und
an die Fraktionen im Landtag zur frühzeitigen Information. Zum gegenwärtigen
Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass das Gesetz Ende des Jahres vom Kabinett
verabschiedet werden kann. Öffentliche Aufträge sollen in Zukunft nur noch
an solche Unternehmen vergeben werden, die sich verpflichten, ihren bei der
Auftragserfüllung Beschäftigten einen Lohn von mindestens 7,50 Euro brutto
pro Stunde zu zahlen. Dies gilt für in- und ausländische Firmen. Weiterhin
enthält der Entwurf eine Regelung, die die

Tariftreue in Unternehmen des Öffentlichen Nahverkehrs sichern soll. Damit wird gewährleistet, dass bei öffentlichen
Aufträgen für Dienstleistungen des ÖPNV die in Brandenburg üblichen
Tariflöhne gezahlt werden. Die Kommunen können das Gesetz auf freiwilliger
Basis anwenden. Vorgesehen ist zudem eine so genannte Günstigkeitsklausel.
Sie verhindert, dass vereinbarte höhere Tariflöhne auf die Entgeltgrenze von
7, 50 Euro abgesenkt werden. „Gute Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen
sind notwendig, um im Wettbewerb um dringend benötigte Fachkräfte bestehen
zu können. Eine moderne und wettbewerbsfähige Wirtschaft, gute Arbeitsplätze
und auskömmliche Löhne sind wichtige Voraussetzungen für soziale
Entwicklung“, sagte Minister Christoffers. Minister Baaske fügte hinzu: „Wir
müssen Lohndumping verhindern. Es ist unerträglich, dass Minilöhne durch
Steuergelder aufgestockt werden müssen. Deshalb brauchen wir einen
generellen Mindestlohn. Solange das bundesweit nicht möglich ist, müssen wir
Tippelschritte gehen: Mindestlöhne für Branchen und öffentliche Aufträge.

Brandenburg geht damit einen mutigen Schritt. Er ist
längst notwendig für die
soziale Gerechtigkeit."
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