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Weg frei für
die Startbahn in die Nacht.
Platzeck hat den Kampf gegen seine Wähler gewonnen. Keine Ausweitung des Nachtflug-verbots
am Flughafen Schönefeld.
Werder(Havel)/Potsdam: - Ministerpräsident Matthias
Platzeck sieht in der heutigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes
in Leipzig eine „Bestätigung der ausgewogenen Arbeit der
Planfeststellungsbehörde des Landes“. Mit
der letzten Grundsatzentscheidung
zum Bau des Flughafens Berlin Brandenburg bestehe nun endgültig
Rechtssicherheit. „Der Weg für die Startbahn in die Zukunft ist frei. Dem
größten Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands stehen jetzt alle Möglichkeiten
für eine positive Entwicklung offen.“ Wie wichtig der Flughafen für die Region sei, habe sich in den vergangenen
Jahren gezeigt, unterstrich Platzeck. „Schon weit vor der Eröffnung ist der
Flughafen eine wahre Jobmaschine. Experten prognostizieren, dass der Airport
noch mehr Investoren anlockt und dem Wirtschafts- und Beschäftigtenwachstum
zusätzliche Impulse verleihen kann. Auch das internationale Interesse an der
Region Berlin-Brandenburg nimmt zu - dank des Flughafens „Willy Brandt“,
unserem Tor zur Welt.“ Platzeck betonte zugleich, dass er die Sorgen und Befürchtungen der vom
Fluglärm betroffenen Menschen „gut versteht. Mir ist vollauf bewusst, dass
der Flughafen für die direkten Anwohner auch Erschwernisse bedeutet. Diese
müssen so gering wie möglich gehalten werden. Dabei erwarte ich von der
Flughafengesellschaft, dass sie mit den Anwohnern konstruktiv über die
Belastungen, die der Flughafen für das direkte Umfeld bedeutet, diskutiert
und Verbesserungen umsetzt. Auch mahne ich alle Akteure, auf ein
intelligentes Zusammenspiel von Flugroutenführung, Lotsenarbeit und
Bahnmanagement zu achten, um sowohl optimalen Flugverkehr als auch optimalen
Lärmschutz zu gewährleisten.“ Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers sagte: „Dies ist ein guter
Tag für Wirtschaft und Beschäftigung in unserer Region. Auch die Wirtschaft
und die Gewerkschaften haben sich für den Flughafenstandort stark engagiert.
Sie wissen, dass eine solche Infrastruktur die Region noch stärker in die
internationale Arbeitsteilung einbinden wird. Mit dem heutigen Urteil ist
ein Kompromiss bestätigt worden, der zeigt, dass die Diskussionen mit den
Bürgerinnen und Bürgern zu einer weiteren Optimierung geführt haben. Mit dem
Urteil sind nicht alle Konflikte beseitigt.“ Vor diesem Hintergrund, betonte
der Minister, sei es nötig, „dass die Deutsche Flugsicherung so schnell wie

möglich die An- und Abflugrouten festlegt.“ Platzeck ergänzte: „Die Planfeststellungsbehörde hat in Rahmen der
mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht im September noch
Ergänzungen vorgenommen, die zu einer Verbesserung des Lärmschutzes führen
werden. Die neuen Lärmschutzgebiete werden zügig festgelegt, sobald das
Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung die Flugrouten endgültig festgelegt
hat. Wir werden auch nach Eröffnung des Flughafens mit der Bundesregierung,
dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherheit, der Deutschen Flugsicherung und
der Flughafengesellschaft im Gespräch bleiben, um aufgrund der dann
praktischen Erfahrungen Verbesserungen vornehmen zu können.“ |