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               Artikel   vom   Mai  2017                      
 

 
Neue Verkehrsführung in Potsdam.
Neuaufteilung des Straßenraumes in der Zeppelinstraße in Potsdam. Ab Juli wird der Verkehr neu geleitet.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Die Landeshauptstadt Potsdam wird ab Juli 2017 in der Zeppelinstraße einen Modellversuch mit einer neuen Verkehrsführung starten. Die Vorbereitungs- und Markierungs-arbeiten zur Umgestaltung der Zeppelinstraße beginnen am Samstag, 3. Juni, und werden etwa vier Wochen dauern. Die Landeshauptstadt lädt daher zu einer Anwohnerveranstaltung am Freitag, 2. Juni 2017, ein, um die direkt in dem Bereich wohnenden Potsdamerinnen und Potsdamer über die Neuaufteilung des Straßenraumes zu informieren. Die Informationsveranstaltung zu den geplanten Maßnahmen in der Zeppelinstraße findet ab 18 Uhr im Havelpavillon des Hotels Arcona, Zeppelinstraße 136, statt.

Die Umgestaltung der Zeppelinstraße ist notwendig, da seit Jahren regelmäßig die Grenzwerte an gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen überschritten werden. Die Stadtverordneten-versammlung hatte daher im Rahmen eines Beschlusses empfohlen, durch einen Modellversuch zu testen, ob sich durch die Neuaufteilung des Straßenraumes das Verkehrsverhalten ändert, der Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf der Strecke verringert und damit die Schadstoffbelastung der Luft abnimmt.

Während der Laufzeit des Modellversuchs wird der Straßenraum neu aufgeteilt. Für Autofahrer steht dann je eine durchgängige Fahrspur pro Richtung sowie eine Abbiegespur zur Verfügung. Stadtauswärts wird es für Fahrradfahrer einen markierten Fahrstreifen auf der Fahrbahn geben.
Fußgänger und Radfahrer müssen somit nicht wie bisher den zu schmalen Gehweg gemeinsam nutzen. Zur Verbesserung der Überquerungsmöglichkeit der Zeppelinstraße für Fußgänger und Radfahrer werden zwei temporäre Mittelinseln, inklusive der zugehörigen Bordabsenkungen, eingerichtet; eine in Höhe Bahnhof Charlottenhof und eine weitere in Höhe Lidl.

Ab dem Ortseingang Potsdam bis zur Kastanienallee wird stadteinwärts eine ÖPNV-Spur auf dem Gleisbereich der Straßenbahn markiert. Auf einer Gesamtlänge von 2,1 Kilometern erhält der einfahrende Busverkehr zukünftig eine unabhängige Führung. Mit den geplanten Maßnahmen soll der Rad- und Fußgängerverkehr gefördert und die Auswirkungen auf den ÖPNV möglichst gering gehalten werden.

Um das Umsteigen auf den ÖPNV und das Fahrrad für Autofahrer attraktiver zu machen, werden bis zum Start des Modellversuchs im Juli zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen entlang der Strecke umgesetzt. Bereits seit Juli 2016 steht ab dem Ortseingang Potsdam eine separate Busspur stadteinwärts mit einer Länge von etwa 800 Metern bis zur Forststraße zur Verfügung. Die neu hergestellte Busspur kann in Teilen auch als
Zufahrt zum Park & Ride-Parkplatz am Bahnhof Potsdam Pirschheide genutzt werden. Ab hier verkehren Straßenbahnen im Berufsverkehr im 10-Minuten-Takt direkt in die Potsdamer Innenstadt. Die Fahrzeit beträgt zehn Minuten. Seit Anfang dieses Jahres gibt es auf der Strecke zwischen Werder (Havel) und Potsdam ein verbessertes ÖPNV-Angebot. In den Spitzenzeiten morgens und nachmittags bieten die Busse der Linien 631 und 580 statt bisher vier Fahrten nunmehr sechs Fahrten pro Stunde an.
Die Buslinie 631 fährt zu diesen Zeiten alle 15 Minuten, die Buslinie 580 bedient die Strecke im 30-Minuten-Takt.

Darüber hinaus werden die Fahrradparkplätze am Bahnhof Charlottenhof um 166 Abstellplätze erweitert, 70 davon überdacht. Ergänzt wird das Vorhaben um den Einbau eines Blindenleitsystems von der Straßenbahnhaltestelle bis zum Bahnhofsgebäude und zu den Aufzügen.

Weiterhin wird der bestehende Park & Ride-Parkplatz am Bahnhof Pirschheide aufgewertet, um die Nutzungs-möglichkeiten für Pendler aus dem Umland zu verbessern. Dabei wird das Gelände neu sortiert und markiert, um die vorhandene Fläche optimal auszunutzen. In Summe werden 157 Autostellflächen sowie vier Behindertenstellplätze zur Verfügung
stehen. Auch das Angebot an Fahrradabstellplätzen soll erweitert werden.
Die Beleuchtung des Geländes wurde bereits erneuert, der Gehweg bzw. die Straßenquerung vom Park &Ride-Parkplatz zur Straßenbahnhaltestelle ist ebenfalls baulich verbessert worden.

Neben der Verbesserung der Schadstoffbelastung soll der Modellversuch die Lärmbelastung für die Wohnbevölkerung in der Zeppelinstraße mindern.
Deshalb gelten bereits seit dem 30. August 2016 Geschwindigkeitsbeschränkungen. Im Abschnitt zwischen Kastanienallee und Breite Straße ist die Geschwindigkeit ganztags auf 30 km/h begrenzt.
Für die Abschnitte zwischen Forststraße bis Kastanienallee sowie Breite Straße bis Schopenhauerstraße erfolgte die Begrenzung auf 30 km/h zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Diese Maßnahme ist Bestandteil der Umsetzung der Lärmaktionsplanung der Landeshauptstadt Potsdam.

 

 
Designerpreis 2017.
Endspurt im Wettbewerb um Designpreis Brandenburg 2017.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Bewerbungsphase endet am 31. Mai – Noch Aussteller für Designtage gesucht.

Potsdam, 24. Mai 2017. Noch bis zum 31. Mai können sich Designerinnen und Designer, Unternehmen und Agenturen um den „Designpreis Brandenburg“ bewerben. Gesucht werden Produkte, Ideen und Konzepte mit außergewöhnlichen gestalterischen Qualitäten, innovativem Potenzial und unternehmerischer Nachhaltigkeit. Das Wirtschaftsministerium verleiht den Preis alle zwei Jahre. „Wir wollen dazu beitragen, das Bewusstsein für Design als Klammer zwischen Kreativwirtschaft und Industrie zu schärfen. Der Designpreis ist dabei ein wichtiger Baustein“, sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber.

Vergeben wird der mit 20.000 Euro dotierte Preis in den Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign und Lichtdesign. Zudem können sich in der Kategorie Nachwuchsdesign Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Brandenburger Hochschulen beteiligen. Eine Fachjury bewertet die Bewerbungen und berücksichtigt dabei auch ökonomische und ökologische Aspekte. Verliehen wird der Designpreis Brandenburg am 9. Oktober. Die ausgezeichneten und nominierten Arbeiten werden anschließend im Rahmen der Designtage ausgestellt.

Die vom Wirtschaftsministerium initiierten Designtage – ein Festival mit Designmarkt und umfangreichem Rahmenprogramm – finden vom 13. bis 15. Oktober bereits zum sechsten Mal am Kulturstandort Schiffbauergasse in Potsdam statt. Designerinnen und Designer, Agenturen und Unternehmen, die daran als Aussteller teilnehmen möchten, können sich ebenfalls noch bis 31. Mai bewerben.

 

 
Lehrerpreis 2017.
Brandenburgischer Lehrerinnen- und Lehrerpreis 2017 – 19 Lehrkräfte für herausragendes Engagement geehrt.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bildungsminister Günter Baaske haben heute bei einer Festveranstaltung in Potsdam 18 Lehrerinnen und Lehrern aus allen Regionen des Landes für ihre herausragende Arbeit mit dem diesjährigen „Lehrerinnen- und Lehrerpreis" geehrt. Der Sonderpreis des Bildungsministers ging an Lydia Grimm, Havelschule Oranienburg, für ihr besonderes Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien.

Insgesamt waren 50 Lehrkräfte für den Preis nominiert – sie alle wurden bei der Festveranstaltung mit rund 240 Gästen in der Potsdamer Staatskanzlei geehrt.

Ministerpräsident Woidke zollte den Lehrerinnen und Lehrer im Land hohe Anerkennung: „Sie haben einen anspruchsvollen Beruf. Sie müssen den wichtigsten Schatz heben und veredeln, den jede Generation hat: das unendliche Potential an Talenten, Neugier und Lebenslust unserer Kinder. Dabei geht es um klassische Wissensvermittlung, aber auch um unverzichtbare Fähigkeiten, die das ganze Leben prägen: das Arbeiten im Team, der Umgang mit Niederlagen und das Erkennen und Überwinden eigener Schwächen. Sie bereiten junge Menschen auf das Leben als eigenständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten vor. Sie sind zugleich unverzichtbare Stütze bei der Integration von Flüchtlingskindern. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank. Unser Land braucht Menschen wie die hier Geehrten, die für ihren Beruf brennen."

Bildungsminister Baaske sagte: „Ich hätte gern selbst Vorschläge gemacht, weil ich bei meinen Schulbesuchen immer wieder hochengagierte Lehrerinnen und Lehrer treffe. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Eltern möchten ‚Danke‘ sagen, und das wollen wir auch – den vielen tollen Lehrkräften im Land für ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihre Leidenschaft!"

Mit dem Sonderpreis des Ministers ehrte Baaske die Lehrerin Lydia Grimm von der Havelschule in Oranienburg. Sie unterrichtet Deutsch als Zweitsprache und hat mit Schülerinnen und Schülern aus Afghanistan, Tschetschenien und dem Iran den Film „Salam Havelschule" über deren Schulalltag gedreht.

Der „Brandenburgische Lehrerinnen- und Lehrerpreis" wurde zum sechsten Mal verliehen. Mit ihm werden – stellvertretend für viele sehr gute Lehrkräfte im Land Brandenburg – alljährlich besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer ausgezeichnet. Die Vorschläge kommen von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften sowie Schulträgern. Über die jeweiligen Einsendungen entscheiden die Schulkonferenzen als Gesamtvertretung aller Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Nach einer Vorauswahl durch die staatlichen Schulämter ent-scheidet sich die Jury des Bildungsministeriums mit Vertretern des Landesschüler- und Landeselternrates für je eine Preisträgerin oder einen Preisträger pro Landkreis und kreisfreier Stadt. Geehrt werden Lehrerinnen und Lehrer, die sich weit über ihre reguläre Unterrichtsverpflichtung hinaus für ihre Schülerinnen und Schüler engagieren.

Preisträgerinnen und Preisträger sowie Nominierte 2017:

Barnim
Annett Borg, Gewerblich-Technisches Oberstufenzentrum II Barnim (Eberswalde)
Ingrid Schulze, Grundschule „Am Pfefferberg" Biesenthal
Jasmin Berlin, OSZ I Barnim (in Bernau)

Brandenburg a.d.H.
Robert Langer, von Saldern-Gymnasium - Europaschule
Marina Plaumann, Georg-Klingenberg-Schule

Cottbus
Petra Katzor, Humboldt-Gymnasium - Europaschule

Dahme-Spreewald
Diana Zehl, Brandenburgische Schule für Blinde und Sehbehinderte Königs Wusterhausen
Michael Grabs, Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald (Königs Wusterhausen)
Gertraut Apel, Oberschule „Johann Gottfried Herder" - Europaschule

Elbe Elster
Ines Jacobi, Grund- und Oberschule „Johannes Clajus" Herzberg
Irina Kupke, Oberstufenzentrum Elbe-Elster
Heike Ebert, Astrid-Lindgren-Grundschule in Falkenberg/Elster

Frankfurt (Oder)
Hannelore Heinemann, Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder)
Frank Heinrich, Städtisches Gymnasium „Carl Friedrich Gauss"
Birgit Behnke, Grundschule Mitte

Havelland
Winnie-Karen Giera, Oberschule „Theodor Fontane" Ketzin/Havel
Ute Arndt, Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Rathenow
Ute Reichelt, Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee

Märkisch-Oderland
Magrit Berghofer, Fred-Vogel-Grundschule in Fredersdorf-Vogelsdorf
Eva Bringezu, Grundschule „Am Stienitzsee" Rüdersdorf (OT Hennickendorf)
Ines Haberstock, Grundschule Müncheberg

Oberhavel
Christin-Denise Heisters, Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule Hohen Neuendorf
Patricia Draczow, Kleine Grundschule „An der Mühle" Bredereiche
Gabriele Rohde, F.-F.-Runge-Gymnasium Oranienburg

Oberspreewald-Lausitz
Hans-Günter Schubert, Grund- und Oberschule Calau
Gisbert Büttner, Geschwister-Scholl-Schule (Ruhland)
Martina Grimmer, Oberschule „Ehm Welk" Lübbenau/Spreewald

Oder-Spree
Sabine Rau, Sonnengrundschule Fürstenwalde
Jörg Schulze, Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner
Cordelia Becker, Grundschule „Ziltendorfer Niederung"

Ostprignitz-Ruppin
Doreen Groth, Grundschule „Wilhelm Gentz" - Naturparkschule Neuruppin
Ellen Will, Grundschule „Karl Liebknecht" Neuruppin
Hans-Wilhelm Gondesen, Gymnasium „Friedrich-Ludwig Jahn" Kyritz

Potsdam
Andreas Balcke, Voltaireschule
Susann Hellrung, Schule am Nuthetal - Förderschule „Lernen"
Martina Lange, Karl-Förster-Schule - Städtische Grundschule Potsdam

Potsdam-Mittelmark
Stefan Röske, OSZ Technik Teltow
Manuela Sadowski-Breitling, Steinweg-Schule Kleinmachnow
Angelika Hagenow, Gymnasium „Am Burgwall" Treuenbrietzen

Prignitz
Elke Voye-Wilke, Friedrich-Gedicke-Oberschule Perleberg
Undine Heidel, Oberschule Glöwen mit Grundschulteil

Spree-Neiße
Matthias Dietz, Erwin-Strittmatter-Gymnasium Spremberg
Annett Kleindienst, Corona-Schröter-Grundschule Guben
Monika Schulz, Oberstufenzentrum 1 (Forst)

Teltow-Fläming
Lars Bause, Schule am Waldblick Mahlow - Förderschule „Lernen"
Sylvia Else, Grundschule Dahme/Mark
Kathrin Fritsche, Friedrich-Gymnasium Luckenwalde

Uckermark
Karin Schott, Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium Prenzlau
Antje Prill, Einstein-Gymnasium in Angermünde
Susanne Matzdorf, Goethe-Grundschule Göritz

Sonderpreis des Bildungsministers
Lydia Grimm, Havelschule in Oranienburg (OHV)

Im Ergebnis kommen die 18 Preisträgerinnen und Preisträger aus 5 Grundschulen, 2 Förderschulen („Lernen" und „Sehen"), 4 Oberschulen, einer Gesamtschule, 5 Gymnasien und 2 Oberstufenzentren. Unter den 19 Preisträgerinnen und Preisträgern sind 13 Frauen und 6 Männer.

 

 
Axel Schulz, Bierbotschafter.
Ehemaliger deutscher Boxprofi Axel Schulz aus Frankfurt (Oder) ist erster Bierbotschafter von Brandenburg.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Der Brandenburger Kopf Axel Schulz wird Bierbotschafter für unser Land! „Brandenburg – da kannste nicht meckern“, hat Schulz gesagt und dabei vielleicht auch an die viel gelobte Brandenburger Bierbraukunst gedacht. Seit heute ist er rechtzeitig zur 27. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung - "BraLa" – startet am 25. Mai in Paaren im Glien (Havelland) – das Aushängeschild der Zunft. Prost Axel.

Axel Schulz ist erster Brandenburger Bierbotschafter.
Brandenburgs Klein- und Gasthausbrauereien haben einen prominenten Repräsentanten bekommen: Der ehemalige deutsche Boxprofi Axel Schulz aus Frankfurt (Oder) ist am Montag in Potsdam zum ersten Brandenburger Bierbotschafter ernannt worden. „Ich mache mich stark für original Brandenburger Braukunst. Zwischen Prignitz, Lausitz und Uckermark sind in den vergangenen Jahren mehr als zwei Dutzend Klein- und Gasthausbrauereien entstanden. Und immer noch kommen neue hinzu. Ich sage: Deren Bier gehört ins Glas", so der frühere Sport-Star, der sich als „Weltmeister der Herzen" deutschlandweit immer noch großer Beliebtheit erfreut.

Berufen wurde der Bierbotschafter vom Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien. Dessen Vorsitzender Jörg Kirchhoff unterstrich auf der Pressekonferenz: „Alle unsere derzeit 17 Vereinsmitglieder brauen handgemacht. Sie ziehen mit ihren speziellen Produkten und ihren meist historischen Räumlichkeiten zusätzlich Besucher an. In vielen Fällen wirken unsere Biermarken als Werbeträger für die jeweilige Region."

Agrarminister Jörg Vogelsänger betonte: „Ich danke Axel Schulz für seine Unterstützung der kleinen Brandenburger Brauereien. Er ist ein hervorragender Werbeträger. In den letzten Jahrzehnten sind einige deutsche Biermarken vom Markt verschwunden. Dagegen sind in Brandenburg viele kleine Brauereien entstanden, die mit hoher Kreativität handwerklich gebrautes Bier herstellen und an regionale Brautraditionen anknüpfen. Seit 2016 gibt es sogar eine touristische Route, die „Brandenburger Bierstraße", auf der man viele der kleinen, privaten Brauereien entdecken kann."

Die Vorstandsvorsitzende des Verbands zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin - pro agro -, Hanka Mittelstädt, sagte: „"Das Thema Handwerk ist ein wichtiger Faktor im ländlichen Raum. Im Jubiläumsjahr des Verbands pro agro ist unsere Botschaft 'Handgemacht - mit Lust und Liebe. Genuss made in Brandenburg!'. Mit diesem Jahresthema möchten wir die Handwerksbetriebe weiter unterstützen, viele haben vor allem im ländlichen Raum mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Unser Jahresthema rückt die Handwerker, ihre wichtige Arbeit und ihre vielfältigen Produkte verstärkt in den Fokus, um so den Bäcker, den Fleischer und eben auch die Bierbrauer für den ländlichen Raum zu erhalten!"

Dabei wird der Verband von drei „Genussbotschaftern" unterstützt. Das sind Holger Schüren, der erste Brotsommelier von Brandenburg-Berlin, der Master Distiller Michael Schultz von der Glina Whisky Destillerie in Elisabethhöhe, sowie Georg Rixmann, Landwirt von Rixmanns Hof in Linum.
Im Sommer feiert pro agro sein 25-jähriges Bestehen.

 

 
Regenbogenfahne hissen.
Regenbogenflagge im Landtagsinnenhof: Britta Stark fordert Akzeptanz für Vielfalt.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Landtagspräsidentin Britta Stark hat heute anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie die Regenbogenflagge Im Schlosshof des Landtagsschlosses gehisst. Erstmals weht die Flagge nun im Landtagsinnenhof gleichauf neben der deutschen sowie der brandenburgischen Landesflagge als Ausdruck der besonderen Bedeutung, die der Landtag der Toleranz gegenüber sexuellen Orientierungen beimisst. In ihrer Rede forderte Stark gemeinsames Handeln aller Menschen, damit Vielfalt in der Gesellschaft zur Normalität wird. Sie sagte: „Mit der Regenbogenflagge im Innenhof des Landtags setzen wir ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie, für die Menschenrechte und für die Würde eines jeden Menschen. Denn was alle Menschen auf der Welt miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass jeder Mensch einzigartig ist. Dazu gehören auch die geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung. Ein vorurteilsloser Blick auf die Wirklichkeit zeigt uns also, dass Vielfalt eine gesellschaftliche Tatsache ist. Deshalb richtet sich Homo- und Transphobie nicht nur gegen Lesben, Schwule, bi-, trans-, intersexuelle und queere Menschen, sondern gegen alle. Unterschiedliche geschlechtliche und sexuelle Identitäten als Ausdruck von Vielfalt nicht nur zu tolerieren sondern zu akzeptieren, erfordert möglicherweise manches Mal von jedem einzelnen Zivilcourage. Es fordert von uns, offen und sensibel mit diesem Thema umzugehen.“

Sozialministerin Diana Golze betonte in ihrer Rede die Notwendigkeit eines offenen und toleranten Miteinanders. Sie erinnerte an die dramatischen Folgen von Vorurteilen, Intoleranz und Hass. „Wir dürfen nie wieder zulassen, dass Menschen diskriminiert, verfolgt und sogar getötet werden, weil sie nicht in vermeintlich richtige Normen passen. Nur mit einer vielfältigen Gesellschaft kann echte Demokratie auch wirklich leben. Deshalb hat die Landesregierung die Erarbeitung eines Aktionsplans ‚Queeres Brandenburg‘ gestartet. Mit ihm wollen wir einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung erreichen und dem Ziel der tatsächlichen Gleichstellung aller Menschen ein großes Stück näher kommen.“

Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe: „Wenn es darum geht, eine tolerante Gesellschaft zu gestalten, die zusammenhält, dann brauchen wir den öffentlichen Diskurs. Wir müssen immer wieder den Finger in die Wunde legen und Respekt gegenüber LSBTIQ-Menschen einfordern. Denn Toleranz und Akzeptanz gibt es nicht zum Nulltarif, sie müssen manchmal hart erarbeitet werden. Ich bin sehr froh, dass sich das Land Brandenburg hier stark macht.“

Lars Bergmann von der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule& Trans*Belange des Landes Brandenburg erinnerte in seiner Rede daran, dass Hass und institutionelle Ausgrenzung noch immer zum Alltag vieler Trans*Menschen gehören: „Vieles ist erreicht worden seit 1990 die WHO zumindest Homosexualität nicht mehr als Krankheit klassifizierte. Gesetze wurden geschaffen und das gesellschaftliche Klima hat sich in unserem Land seitdem erheblich für LSBTIQ-Menschen verbessert. Dennoch ist noch viel zu tun: Zum Beispiel leben Trans*Menschen noch immer mit dem Stigma krank zu sein, weil die WHO es so will und weil nur so die Krankenkassen geschlechtsangleichende Maßnahmen finanzieren. Wir denken an die vielen LSBTIQ-Menschen, die Opfer von Haßverbrechen wurden und nach wie vor werden.“

Jirka Witschak von Katte e.V. warnte vor den fatalen Auswirkungen auf die seelische Gesundheit, die die von Lesben, Schwulen und Transgendern erlebte Diskriminierung habe: „Die Chancen für ein erfülltes Leben in der Familie und im Beruf sinken mit jeder erlebten Form von Herabwürdigung und Gewalt. Wir erleben in unserer Beratung täglich, wie homo- und transsexuelle Menschen um ihre Würde kämpfen. Darum setzen wir uns für gute Beratungs- und Hilfeangebote ein. Wir fordern deswegen von der Landesregierung die Sicherstellung des Fortbestandes der Vereine und Selbsthilfegruppen, welche in ihrem ehrenamtlichen Engagement Großartiges leisten.“

Jörg Steinert, Geschäftsführer und Pressesprecher des LSVD Berlin Brandenburg, würdigte die klare Positionierung des Landtages gegen Homo- und Transphobie: „Das Hissen der Regenbogenflagge im Brandenburger Landtag ist ein wichtiger symbolischer Akt. Die Landtagspräsidentin macht damit unmissverständlich deutlich, dass das Diskriminierungsverbot in der Landesverfassung von hoher politischer Bedeutung ist.“

 

 
Willkommenskultur.
Kriminelle Bande von Asylbewerbern in Berlin  aufgeflogen.
Werder (Havel)/
Berlin (ots) - Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin durchsuchten Bundespolizisten heute sechs Wohnungen in Berlin und vollstreckten dabei gegen drei Männer Haftbefehle. Ihnen wird eine gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Den heute verhafteten Asylanten wird vorgehalten, Teil einer kriminellen Bande zu sein, die am 4. März 2017, gegen 23:05 Uhr, zwei deutsche Männer am Berliner-S-Bahnhof Jannowitzbrücke krankenhausreif geschlagen haben.
Die Festnahmen der 17 bzw. 18 Jahre alten Asylbewerber erfolgten in Neukölln, Wilmersdorf und Wedding.
Weitere Durchsuchungen fanden in Wohnungen in Tempelhof, Lichtenberg und Kreuzberg statt, wo sich weitere Tatverdächtige aufhalten bzw. aufgehalten haben.
Die jungen syrischen Männer (17 bis 23 Jahre alt) hatten gemeinsam auf zwei 29 und 31 Jahre alte Berliner eingeschlagen und eingetreten. Vorausgegangen war, dass die Asylanten in einer S-Bahn eine Frau mehrfach belästigt hatten und die beiden späteren Opfer der Frau zu Hilfe kamen.

Beweismaterial für Straftaten sichergestellt.
Bei den Durchsuchungen deren Wohnungen konnte die Bundespolizei umfangreiches Beweismittel, darunter Kommunikationstechnik, verschiedene Dokumente und Bekleidung, sicherstellen.
Die drei Festgenommenen werden zur Eröffnung der Haftbefehle in den Zentralgewahrsam der Polizei Berlin zum Tempelhofer Damm gebracht. Unterstützt wurden die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbe- kämpfung Berlin durch das für Intensivtäter zuständige LKA der Berliner Polizei, da nahezu alle Beschuldigten in der Vergangenheit aufgrund diverser Roheits-, Eigentums- und Gewaltdelikte, mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind.
 
Die jungen Männer befinden sich derzeit in einem laufenden Asylverfahren, obwohl sie mehrfach kriminell und gewalttätig aufgefallen sind.

Deutsche 16-jährige Vermisste lebte bei einem Asylanten in dessen Wohnung.
In einer der Wohnungen trafen die Beamten auch auf eine 16-jährige Jugendliche, die als vermisst galt und nun dem Kindernotdienst übergeben wird.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Thomas Striethörster, zeigte sich äußerst zufrieden über den erfolgreichen Einsatz der Polizei: "Die Durchsuchungen und Festnahmen heute zeigen, dass die Bundespolizei konsequent gegen Gewalttäter vorgeht und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, die Tatverdächtigen schnell zu identifizieren und festzunehmen."

Bei den heutigen Durchsuchungsmaßnahmen hat die Bundespolizei wegen des großen
Gewaltpotential der Festgenommenen etwa 140 Beamte eingesetzt.

 

 
Jet-Ski und Wassermotorräder.
Kontrolloffensive der Polizei gegen Wassermotorräder und Jet-Ski  rund um Werder (Havel).
Werder (Havel)/
Potsdam: -
Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West: „Wir sehen unsere Kontrollen nicht als Spaßbremse. Im Gegenteil, wenn einige wenige mit ihren hochmotorisierten Wasserflitzern anderen den Spaß am Wassersport nehmen oder Erholungssuchenden den Aufenthalt an den Brandenburger Gewässern vermiesen, dann sind unsere Kontrollen genau das richtige Mittel zum Interessenausgleich. Und natürlich geht es nicht zuletzt darum, die Einhaltung der bestehenden Vorschriften und Regeln durchzusetzen.“

Wassermotorräder, auch Jet-Ski oder Waverunner genannt, sind laut Herstellerangaben universell einsetzbar und bieten ein enormes Spaßpotenzial. Zunächst überwiegend aus dem Einsatz im Küstenbereich bekannt, sind diese stark motorisierten Wasserfahrzeuge zunehmend auch auf den Binnenwasserstraßen festzustellen. Hier macht das Fahren mit den Sport- und Freizeitgeräten natürlich ebensoviel Spaß, birgt jedoch ein erheblich höheres Gefahren- und Belästigungspotenzial als auf großen, offenen Küsten- oder Meeresgewässern. Angefangen von der Flora und Fauna, die durch den hohen Wellenschlag gefährdet sind, werden insbesondere für Schwimmer und Badende, aber auch für Erholungssuchende nicht unerhebliche Gefahren sowie Belästigungen erzeugt.

Der Gesetzgeber hat für das Fahren deshalb besondere Regeln und Vorschriften erlassen (Wassermotorräder-Verordnung) und im Dezember letzten Jahres nochmals verschärft. So dürfen die schnellen Wasserfahrzeuge nur auf besonders gekennzeichneten und dafür freigegebenen Wasserflächen gefahren werden. Im Land Brandenburg sind bisher keine Wasserflächen (Binnenschifffahrtsstraßen) zum Fahren mit Wassermotorrädern freigegeben. Insofern können die Wassermotorräder nicht wie normale Sportboote betrieben werden, sondern dürfen erst in unmittelbarer Nähe einer freigegebenen Binnenwasserstraße überhaupt ins Wasser gesetzt werden. Das schnelle Fahren auf Wasserskistrecken ist – ohne einen Wasserskiläufer zu ziehen -ebenfalls nicht zulässig. Weiterhin sind grundsätzlich die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten und lediglich ein Geradauskurs zu fahren. Mehrmalige Hin- und Herfahrten in kurzer Zeit sind ebenfalls nicht zulässig. Bei jeglichen Fahrten darf kein anderer gefährdet, behindert oder über Gebühr belästigt werden.

Zur Einhaltung dieser Vorschriften führt die Wasserschutzpolizei spezielle Kontrollen durch. Die WSP der Polizeidirektion West startete, wie bei der Saisonpressekonferenz angekündigt, an diesem Wochenende eine groß angelegte Kontrolloffensive auf den Gewässern rund um Werder (Havel). Entsprechend den zeitweise schlechten Witterungsbedingungen herrschte nur mäßiger Sportbootverkehr. Mit drei, teils auch zivilen WSP-Booten, der schwimmenden Leitzentrale WSP 1 sowie zeitweise auch mit einem Polizeihubschrauber kontrollierten die Polizisten neun Sportboote und drei Wassermotorräder (Stand 19:15 Uhr).

Dabei konnten zwei Verstöße durch ein Wassermotorrad festgestellt werden. Auf den Fahrer kommt nun ein Bußgeldverfahren zu, weil er zu schnell unterwegs war und zudem durch die Wublitz fuhr, obwohl dort die Durchfahrt für Fahrzeuge mit Maschinenantrieb verboten ist.

Neben den gefahrenen Geschwindigkeiten achteten die Kontrollkräfte insbesondere auf die Einhaltung des Geradeauskurses. Gegen Vorschriften zu verstoßen kann ein teurer Spaß werden, denn die Bußgelder liegen zwischen 150 und 300 Euro. Aber auch präventive Kontrollen führten die Wasserschutzpolizisten durch. Hierbei hielten sie auch die richtig fahrenden Jetskifahrer an und gaben Hinweise zu den aktuellen Veränderungen der Wassermotorradverordnung.

 

 
ABI-2017.
Abiturprüfung Mathematik: Schülerinnen und Schüler können nachschreiben.
Werder (Havel)/
Potsdam: -
Alle Schülerinnen und Schüler des Landes Brandenburgs bekommen das Angebot, die schriftliche Abiturprüfung in Mathematik nachzuschreiben. Sie müssen einen Antrag stellen, den der Prüfungsausschuss ihrer Schule genehmigen muss. Das Angebot zum Nachschreiben ist freiwillig. Die Gelegenheit zum Nachschreiben besteht am 12. Juni 2017. Viele Schülerinnen und Schüler hatten nach dem Haupttermin am 3. Mai 2017 kritisiert, dass der Stoff einer bestimmten Prüfungsaufgabe nicht im Unterricht behandelt worden sei.

Das Bildungsministerium hatte daraufhin eine Abfrage unter den Schulen mit gymnasialer Oberstufe gestartet. Sie sollten bis zum gestrigen Donnerstag mitteilen, ob die Angaben der Schülerinnen und Schüler zutreffen. Von 137 Schulen, die am Zentralabitur teilgenommen hatten, gaben 114 an, den Stoff behandelt zu haben. 23 verneinten dies. Konkret handelte es sich um eine Aufgabe zur natürlichen Logarithmusfunktion. Dieses Themengebiet ist im seit August 2014 geltenden Rahmenlehrplan enthalten und hätte gelehrt werden müssen.

Bildungsminister Günter Baaske: „Natürlich nehmen wir die Sorgen und Befürchtungen der Schülerinnen und Schüler sehr ernst. Die Zahlen zeigen, dass die Problemlagen sehr unterschiedlich sind. Wir werden gemeinsam mit den Lehrkräften besprechen, wie es dazu kam und wie wir ähnliche Fälle künftig vermeiden können. Wichtig ist jetzt, dass den Schülerinnen und Schülern kein Nachteil entsteht. Deshalb geben wir ihnen eine faire Chance, ihr Wissen noch einmal unter Beweis zu stellen. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern für die zahlreichen Hinweise, die sie uns in Mails und in den sozialen Netzwerken gegeben haben. Das Ministerium wird jede Zuschrift beantworten.“

Alle Schulen des Landes werden am Montag kommender Woche ein Informationsschreiben und ein Formblatt erhalten, mit dem sich jede Schülerin und jeder Schüler zum Nachschreibetermin anmelden kann. Der Prüfungsausschuss der Schulen wird dann über die Zulassung entscheiden. Mit dieser Zulassung zum Nachschreibetermin sind die gezeigten Leistungen vom Haupttermin hinfällig. Die Aufgaben für den Nachschreibetermin kommen aus einem Set des Landes Brandenburg, das wie in jedem Jahr für den offiziellen Nachschreibetermin erarbeitet worden ist. Die Möglichkeit, den Bewertungsmaßstab für die bereits geschriebene Arbeit nachträglich zu ändern, musste verworfen werden, weil die kritisierte Teilaufgabe einen so großen Anteil an der Bewertung der Gesamtaufgabe ausmacht, dass eine Vergleichbarkeit der Prüfungsleistungen aller Schülerinnen und Schüler nicht mehr gewährleistet wäre

 

 
ABI-2017.
Brandenburgs Studenten wurden in Fächern geprüft, die wegen Lehrermangel nicht unterrichtet wurden,
Werder (Havel)/
Potsdam: -
Erklärung des Bildungsministeriums zu den Abiturprüfungen Mathematik.
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport erreichten in den vergangenen Tagen zahlreiche Zuschriften vor allem von Schülerinnen und Schülern zur schriftlichen Abiturprüfung im Fach Mathematik am 3. Mai. Sie beklagen, dass der Stoff bestimmter Aufgaben im Unterricht nicht behandelt wurde und nicht im Lehrplan stehe. Zudem kritisierten sie, dass sie die gleichen Aufgaben wie die Schülerinnen und Schüler in Berlin schreiben mussten, obwohl das Fach Mathematik im Land Brandenburg in geringerem Umfang gelehrt wird als in Berlin. Über diese beiden Themen wurde auch in den sozialen Netzwerken lebhaft diskutiert.

Das Ministerium nimmt die Hinweise der Schülerinnen und Schüler sehr ernst und erklärt:
1.Die Mathematikprüfung enthielt Aufgaben zu natürlichen Logarithmusfunktionen. Es mehren sich die Hinweise, dass dieser Stoff im Unterricht einiger Schulen offenbar nicht gelehrt wurde. Allerdings enthält der für alle verbindliche Rahmenlehrplan diesen Stoff, er hätte deshalb auch unterrichtet werden müssen. Um den Sachverhalt aufzuklären, hat das Ministerium an alle Schulen mit gymnasialer Oberstufe einen Fragenbogen geschickt. Die Schulleiter wurden gebeten, bis zum 11. Mai zu beantworten, ob der im Rahmenlehrplan vorgesehene Stoff der Logarithmusfunktionen Gegenstand des Unterrichts war oder nicht. Das Ministerium wartet das Ergebnis der Befragung ab und entscheidet dann über das weitere Vorgehen.
2.Es ist richtig, dass Fach Mathematik in Berlin und Brandenburg nicht im gleichen Stundenumfang gelehrt wird. Deshalb gab es in den Abiturprüfungen der Länder Berlin und Brandenburg in mehreren Teilen auch unterschiedliche Aufgaben. Die Berliner Aufgaben waren dort umfangreicher und schwieriger. Die Aufgaben waren auf die unterschiedlichen Voraussetzungen zugeschnitten.

Das oberste Ziel des Ministeriums ist es, dass den Schülerinnen und Schülern bei den Abiturprüfungen durch eventuelle Versäumnisse kein Nachteil entsteht.

 

 
Städtebauförderung.
Städte neu entdecken am Tag der Städte- bauförderung.
Werder (Havel)/
Potsdam: - In gut einer Woche (13.05.2017) findet im Land Brandenburg der Tag der Städtebauförderung statt. Bauministerin Kathrin Schneider, Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura und die Bürgermeister aus Falkenberg und Schwedt, Herold Quick und Jürgen Polzehl haben die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an den vielfältigen Veranstaltungen aufgerufen. In 36 Städten des Landes finden unter anderem Rundgänge in den historischen Innenstädten, aber auch Aktionen mit Jugendlichen und Kindern statt. Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag sowie Deutschem Städte- und Gemeindebund.

„Bei den Veranstaltungen haben die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit ihre Stadt neu zu entdecken. Es gibt Angebote für alle Generationen überall im Land. Mit dem Tag wollen wir auch dafür werben, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in die Planungsprozesse zu wichtigen Vorhaben einbringen. So kann das Gemeinwesen gestärkt und Konflikte frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Unser gemeinsames Ziel ist es, das die Menschen gerne in ihren Städten leben, “ sagte Ministerin Schneider.

Bürgermeisterin Annett Jura verwies auf die Veranstaltung, die an der Schaustelle Stadtkern-Judenhof in Perleberg stattfindet. Das Grundstück in seiner Gebäudestruktur ist der einzige komplett erhaltene Judenhof in Nordeuropa. Das Besucherzentrum wurde im Mai 2016 fertiggestellt. Das Projekt wurde mit 137.000 Euro gefördert, die Gesamtkosten lagen bei 255.000 Euro. Genutzt wird der Judenhof von einem Kulturverein, den Bürgerinnen und Bürger gegründet haben. Geplant sind verschiedene Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte. Bislang hat die Stadt Städtebaufördermittel in Höhe von 44,8 Millionen Euro erhalten. (Termin: 13.05.2017, 14-16.00 Uhr)

Die Stadt Falkenberg / Elster stellt am Tag der Städtebauförderung das letzte Projekt der Innenstadtsanierung, die „Von-Schönberg-Gasse“, vor. Bürgermeister Herold Quick erläuterte, das die Gasse zu dem denkmalgeschützten Areal des ehemaligen Rittergutes gehört. Bei einem Rundgang werden die wichtigsten Gebäude vorgestellt, die in den vergangenen Jahren für etwa 8,2 Millionen Euro saniert worden sind. Insgesamt sind bislang Städtebaufördermittel in Höhe von 10,5 Millionen Euro zugewendet worden.

Ein Aktionstag mit Kindern und Jugendlichen steht in Schwedt auf dem Programm. Vorgestellt wird das Projekt „Fliegende Fische“, dessen Schirmherr ist der Bürgermeister der Stadt, Jürgen Polzehl. Er wird die besten Objekte prämieren, die unter fachlicher Anleitung von Kindern und Jugendlichen angefertigt worden sind. Die Fische werden am Ballfangzaun des neu errichteten Beachvolleyballfeldes angebracht. Bei der Gelegenheit soll auch das das Projekt „StraßenGalerie am AquariUM“ ins Leben gerufen werden. Dies ist ein Pilotprojekt zur künstlerischen Gestaltung des öffentlichen Raums durch die Bewohnerinnen und Bewohner des Talsandquartiers. Allein aus dem Bund-Länderprogramm Stadtumbau Ost hat die Stadt Schwedt bislang fast 34 Millionen Euro erhalten, unter anderem auch für die Anpassung der sozialen Infrastruktur. Insgesamt sind Städtebaufördermittel in Höhe von mehr als- 76,5 Millionen Euro bewilligt worden.


Im Jahr 2017 werden die erfolgreichen Bundesprogramme der Städtebauförderung - Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinere Städte und Gemeinden – vom Bundesministerium für Umwelt und Bauen mit einem Volumen von 740 Millionen Euro fortgeführt und um das 50-Millionen-Euro-Programm Zukunft Stadtgrün mit dem Förderschwerpunkt urbanes Grün erweitert. Die Mittel für die Programme Soziale Stadt und Stadtumbau wurden um 90 Millionen Euro erhöht. Damit soll insbesondere die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in den Quartieren gestärkt werden.

Parallel zur Städtebauförderung hat das Bundesbauministerium den neuen Investitionspakt "Soziale Integration im Quartier" mit 200 Millionen Euro ausgestattet. Dieses Geld soll vor allem in den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern investiert werden und damit auch ehrenamtlich Engagierte unterstützen. Zur Begleitung der Investitionen soll es in den Vierteln Integrationsmanager geben, die vor Ort Ansprechpartner sind für Vereine und Initiativen, aber auch für Neubürgerinnen und Neubürger und Einheimische.

Im Land Brandenburg stehen für alle Programme der Städtebauförderung in diesem Jahr etwa 52,9 Millionen
Euro Bundesmittel zur Verfügung. Ergänzt um die Landesmittel können damit insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. 2016 sind Bundes- und Landesmittel in Höhe von 77,3 Millionen Euro vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung an 73 Städte und Gemeinden ausgereicht worden.

 

 
Straßenbahnförderung.
Land Brandenburg will die Förderung für Straßenbahnen erhöhen.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Das Land Brandenburg will die Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr in den kommenden drei Jahren mit zusätzlich 12 Millionen Euro unterstützen. Eine entsprechende Änderung des Gesetzes für den Öffentlichen Personennahverkehr wird derzeit im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung erarbeitet. Darauf hat Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse heute bei einer Veranstaltung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Potsdam hingewiesen.

„Mit den zusätzlichen Mitteln werden wir die Aufgabenträger vor allem bei der Umsetzung der Barrierefreiheit in Straßenbahnen und an Haltestellen unterstützen. Im Interesse der Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, müssen durch gezielte Maßnahmen Ein- und Ausstieg in die Fahrzeuge erleichtert werden. Dafür sind Investitionen in die Infrastruktur notwendig“, sagte Jesse heute bei der Veranstaltung des VDV.

In den Jahren 2017 bis 2019 werden 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Von diesem Geld könnten die jährlichen Zuweisungen für alle Aufgabenträger von 85 Millionen Euro um 3 Million Euro pauschal erhöht werden. Ebenfalls in den Jahren 2017 bis 2019 sollen die Aufgabenträger, die Straßenbahnen und O-Busse betreiben, 9 Millionen Euro erhalten. Dieses Geld würde die Mittel in Höhe von 5 Millionen Euro ergänzen, die ohnehin für den Betrieb von Straßenbahnen und O-Bussen jährlich ausgezahlt werden. Vorausgesetzt die Gesetzesänderung wird wie geplant umgesetzt, stünden diesen Aufgabenträgern also 24 Millionen Euro für Investitionen in die Straßenbahninfrastruktur für die Jahre 2017-2019 zur Verfügung.

Hintergrund
Im Rahmen der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes hatte der Bund das Ziel der Umsetzung der vollständigen Barrierefreiheit formuliert. Dies müssen die Aufgabenträger bis 2022 in ihrer Nahverkehrsplanung berücksichtigen und Konzepte entwickeln, wie die vollständige Barrierefreiheit in Bussen, Bahnen und an Haltestellen hergestellt werden soll.

Seit 1991 hat das Land die Investitionen der Verkehrsbetriebe in den Straßenbahn-Fahrzeugbestand und in die Infrastruktur mit mehr als 320 Millionen Euro unterstützt.

 

 
Taufe einer Straßenbahn in Potsdam.
Taufe einer Straßenbahn in der Landes- hauptstadt Potsdam auf den Namen Sansibar.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Heute, am Samstag, dem 29.04.2017, gegen 14,00 Uhr,  taufte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs zusammen mit der sansibarischen Delegation unter der Leitung seines Amtskollegen Khatib Abdulrahman Khatib eine Straßenbahn der Potsdamer Verkehrsbetriebe auf den Namen "Sansibar".
Die feierliche Zeremonie fand im Beisein zahlreicher Gäste auf dem Platz der Einheit statt.
Die am Tag zuvor offiziell besiegelte Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Sansibar wird somit auf eine besondere Weise gewürdigt. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Potsdamer Verkehrsbetriebe (ViP), Martin Grießner, wurde der Schriftzug *Sansibar* seitlich an der Straßenbahn angebracht und somit die Taufe vollzogen. Anschließend gab es einen Sektempfang in der Straßenbahn und eine Rundfahrt durch die Potsdamer Innenstadt bis zur Glienicker Brücke und zurück.

Alle Partnerstädte sind auf Straßenbahnen verewigt.
Im Straßenbahnnetz des Potsdamer Verkehrsbetriebes sind nun Bahnen mit den Namen von Perugia, Opole, Luzern, Bonn, Jyväskylä, Sioux Falls, Versailles und Sansibar unterwegs und werben auf diese Weise für die Partnerschaften.

*Ich freue mich sehr über diese besondere Würdigung unserer neuen Städtepartnerschaft mit Sansibar. Auf diese Weise wird die Potsdamer Bevölkerung einmal mehr auf die Beziehungen zwischen beiden Städten aufmerksam gemacht. Wir möchten damit gleichzeitig den Impuls zur Mitwirkung
an der Partnerschaft geben. Auch für unsere sansibarischen Gäste ist diese Zeremonie etwas ganz besonderes und ich freue mich darüber, dass sie daran teilnehmen konnten*, so Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Vertrag einer Städtepartnerschaft unterschrieben.
Bereits am Freitag zuvor unterzeichnete Oberbürgermeister Jann Jakobs gemeinsam mit seinem Amtskollegen Khatib Abdulrahman Khatib und der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Birgit Müller den Städtepartnerschaftsvertrag zwischen der Landeshauptstadt Potsdam und der Stadt Sansibar. Im November 2016 hatte die Stadtverordnetenversammlung der partnerschaftlichen Verbindung zugestimmt. Nun wurde die Städtepartnerschaft im Rahmen einer Festveranstaltung im Filmmuseum Potsdam offiziell besiegelt.