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               Artikel   vom   Juni  2017                      
 

 
Ehrenamt.
Manuela Liß ist „Ehrenamtlerin des Monats“ Juni – Woidke zeichnet Beelitzerin auf großer Bühne aus.
Werder (Havel)/
Potsdam: 39-Jährige ist Brandenburgs „Ehrenamtlerin des Monats" Juni. Ministerpräsident Dietmar Woidke ehrte die dreifache Mutter heute beim „Brandenburgischen Sommerabend" für ihr beispielhaftes soziales Engagement und überreichte ihr neben der Urkunde und einem kleinen Geschenk auch die Ehrenamtskarte.

Woidke: „Manuela Liß engagiert sich in besonderer Weise für Obdachlose und macht sich mit großem Elan für die Schwächeren in unserer Gesellschaft stark. Sie organisierte ein großes Benefizkonzert mit DJ Marusha, sie sammelt Geld, sie besorgt dringend benötigte Ausrüstung wie Schlafsäcke oder Kleidung und sie unterstützt Organisationen wie die Suppenküche oder die Potsdamer Tafel. Das ist beeindruckend und barmherzig. Menschen wie Manuela Liß sind die Stützen unserer Gesellschaft und ein Vorbild für uns alle."

Die Staatskanzlei ehrt mit dem Titel „Ehrenamtler des Monats" seit September 2007 besonders verdienstvolle freiwillig Engagierte. Seit 2013 werden für herausragendes ehrenamtliches Wirken Ehrenamtskarten vergeben. Die Besitzer erhalten bei rund 170 Partnern und Einrichtungen in Brandenburg und Berlin Vergünstigungen, so bei Eintritten in Museen oder Freizeiteinrichtungen. Voraussetzung zum Erhalt der Karte ist ein freiwilliges Engagement von mindestens einem Jahr mit mindestens 200 Stunden. In Brandenburg haben bislang etwa 1.600 ehrenamtlich Engagierte die Karte erhalten.

Auf dem Sommerabend warb Woidke gemeinsam mit Partnern für die Ehrenamtskarte. Er dankte den vielen Unternehmen und Institutionen, die die Ehrenamtskarte bereits anerkannt haben und betonte: „Es ist wichtig, dass freiwilliges Engagement auch angemessen gewürdigt wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch mehr Unternehmen und Einrichtungen beteiligen und bei der Stärkung des Ehrenamtes helfen."

 

 
Ferienpass Potsdam.
Neuer Ferienpass Potsdam erschienen. Langeweile? Nicht mit uns. Mike Schubert übergibt Ferienpässe an Potsdamer Grundschüler.
Werder (Havel)/
Potsdam: Die neuen Ferienpässe sind da! Kinder zwischen 6 und 12 Jahren finden auf 72 Seiten ein kunterbuntes Programm verschiedenster Potsdamer Freizeiteinrichtungen, Vereine und Initiativen. Die ersten der insgesamt 10.000 Pässe haben Michael Chudoba von der Medienwerkstatt Potsdam und Mike Schubert, Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, am heutigen Freitag an Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bornim übergeben. Der Ferienpass wird im Auftrag des Jugendamtes der Stadt durch die Medienwerkstatt Potsdam erstellt und ist ab sofort an allen Grundschulen kostenfrei für alle Schülerinnen und Schüler erhältlich.

Seit knapp 30 Jahren gibt der Ferienpass einen umfangreichen Überblick über verschiedenste Angebote im Sommer in der Stadt Potsdam und möchte Schülerinnen und Schüler dazu einladen, diese Angebote zu nutzen. Den ersten Potsdamer Ferienpass aus dem Jahr 1981 hat Mike Schubert am Freitag den Kindern mitgebracht, damit sie die Angebote von damals und jetzt vergleichen können. *Den Ferienpass habe ich schon selbst als Schüler genutzt und kann ihn deshalb aus eigener Erfahrung sehr empfehlen*, sagte Mike Schubert. Inzwischen bieten viele Vereine, Organisationen und Initiativen im Ferienpass ihre Veranstaltungen an.
Darunter befinden sich Tagesveranstaltungen, Workshops, Camps und Ferienfahrten * zahlreich kostenlos oder vergünstigt.

Der Ferienpass richtet sich in der gedruckten Version an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Angebote reichen von einer Zensuren-Party am 21. Juli im Jugendclub Otto Nagel bis hin zu einer Ferienabschlussparty am 1. September. Zusätzlich gibt es 21 Gutscheine, mit denen auch Unternehmen den Kindern einmalige Vergünstigungen für ihre Angebote geben, dabei sind u.a. der Filmpark Babelsberg, im Extavium und im Abenteuerpark Potsdam. Auf der Website zum Ferienpass unter www.ferienpass-potsdam.de sind auch Angebote für die Altersgruppe 12+ eingestellt. Mehr als 400 Veranstaltungen sind auf der Internetseite gelistet und können somit besucht werden.

Langeweile? * Pas avec nous!, Not with us!, Nie z nami!, Nicht mit uns! Unter diesem Motto stehen Elterninformation zur Nutzung des Potsdamer Ferienpasses in den Sprachen Englisch, Arabisch, Französisch, Persisch, Polnisch, Russisch und Vietnamesisch im Internet bereit. Die PDF-Dokumente befinden sich auf der Seite www.ferienpass-potsdam.de unter dem Menüpunkt Info/Eltern.

 

 
Sonntagsöffnungszeiten der Geschäfte.
Neue Verordnung zu Sonntagsöffnungen in der Landeshauptstadt Potsdam. OVG beschließt im einstweiligen Verfügungsverfahren über die zulässigen.
Werder (Havel)/
Potsdam: Neue Verordnung zu Sonntagsöffnungen in der Landeshauptstadt OVG beschließt im einstweiligen Verfügungsverfahren über die zulässigen Sonntagsöffnungen nach der noch gültigen Rechtsverordnung der Landeshauptstadt

Am Mittwoch, den 21. Juni 2017, informierten der Fachbereichsleiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, Dieter Jetschmanegg, die Fachbereichsleiterin für Recht, Personal und Organisation, Karin Krusemark, und der Leiter der Wirtschaftsförderung, Stefan Frerichs, über die neue Verordnung der Landeshauptstadt Potsdam über Öffnungszeiten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen, die am 5. Juli 2017 den Stadtverordneten zum Beschluss vorgelegt wird.

Bedingt durch die Novellierung des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes (BbgLÖG) vom 25. April 2017 ist die Erarbeitung einer neuen ordnungsbehördlichen Verordnung für die Landeshauptstadt Potsdam erforderlich geworden. Die Neufassung des Gesetzes erlaubt aus Anlass besonderer Ereignisse fünf verkaufsoffene Sonntage im gesamten Gemeindegebiet, zuvor durften an sechs Sonntagen Geschäfte aus besonderem Anlass stadtweit öffnen. Darüber hinaus dürfen aber Verkaufsstellen aus Anlass regionaler Ereignisse an insgesamt fünf weiteren Sonntagen öffnen, jedoch in einem räumlich eingegrenzten Gebiet rund um die Anlassveranstaltung . Eine Verpflichtung zur Offenhaltung besteht nach wie vor nicht! Mit der Novellierung des BbgLöG hatte die Landesregierung auf den Wunsch Brandenburger Kommunen nach mehr
Flexibilität in der Anwendung des Gesetzes reagiert.
Da die bislang noch gültige städtische Verordnung nicht mehr der
aktuellen Gesetzeslage entspricht, hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di die Sonntagsöffnungen der Landeshauptstadt Potsdam zur gerichtlichen Überprüfung gestellt. Heute hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg im einstweiligen Verfügungsverfahren einen Beschluss gefasst und die bislang geltende Verordnung * mit Ausnahme der festgelegten Sonntagsöffnungen aus Anlass der Weihnachtsmärkte * vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Dies hat zunächst zur Konsequenz, dass die aus Anlass des Stadtwerkefestes vorgesehene Sonntagsöffnung am 2. Juli 2017 nicht stattfinden kann. Die Hinweise des Gerichts, unter welchen
Voraussetzungen Sonntagsöffnungen zugelassen werden dürfen, sind insgesamt ausführlich und konstruktiv. Sie werden durch die
Stadtverwaltung zeitnah aufgegriffen und in der neuen Verordnung für die kommende Stadtverordnetenversammlung berücksichtigt. So wird die Verwaltung aufgefordert, den Anlass einer Sonntagsöffnung zur Schlössernacht noch einmal umfassender zu begründen. Die am 1. Oktober stattfindende Antikmeile kann seitens des OVG, wie in der neuen Verordnung vorgesehen, als Veranstaltung mit lokalem Bezug stattfinden.
Gänzlich unberührt von der einstweiligen Verfügung sind die beiden Sonntagsöffnungen am 1. und 3. Advent, hier gilt nach wie vor eine stadtweite Genehmigung.

Der Fachbereichsleiter Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, Dieter Jetschmanegg: *Wir begrüßen den Beschluss, da er Klarheit schafft. Wir hatten aber auf Grundlage des neuen Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes ohnehin eine neue Verordnung geplant. Das ist nun eine gute Grundlage für unsere Arbeit * für 2017, aber insbesondere für die folgenden Jahre. Im Interesse der Stadtgesellschaft Potsdam, den Millionen von Gästen und Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch den Mitarbeitenden im Einzelhandel, streben wir eine qualifizierte Lösung an, die auch den Ansprüchen einer wachsenden Stadt entspricht.*


Die Landeshauptstadt wird den Stadtverordneten am 5. Juli 2017 eine aktualisierte, den geänderten gesetzlichen Anforderungen entsprechende *Ordnungsbehördliche Verordnung der Landeshauptstadt Potsdam über Öffnungszeiten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen aus Anlass besonderer Ereignisse für das Jahr 2017* zur Beschlussfassung vorlegen. Die Festlegung der Sonntagsöffnungen wird unter Berücksichtigung der Hinweise des Oberverwaltungsgerichts erfolgen.


Stefan Frerichs, Leiter der Wirtschaftsförderung: *Die Möglichkeiten einer Sonntagsöffnung sind für alle Betriebe freiwillig. Wir reden in Potsdam und bei den maßgeblich betroffenen Läden von inhabergeführten Geschäften, die persönlich für sich entscheiden, ob sie arbeiten wollen, oder nicht. Für die Attraktivität, den Erhalt und die Entwicklung der Innenstädte und nicht zuletzt angesichts der Konkurrenz durch den Onlinehandel sind Sonntagsöffnungen wichtige Instrumente, um im Wettbewerb bestehen zu können.*

 

 
Besseres Essen in den Schulen.
Weitere Poller schützen Fußgänger. Noch mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit in der Brandenburger Straße für Fußgänger.
Werder (Havel)/
Potsdam:
Die Landeshauptstadt Potsdam sorgt weiter für mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit in der Einkaufsmeile  Brandenburger Straße.

Der Bauhof der Landeshauptstadt Potsdam hat heute, am Dienstag, dem 20.06.2017,  weitere Poller an der Brandenburger Straße eingebaut, damit künftig keine Autos mehr unberechtigt die Fußgängerzone queren. Nun ist auch die Querung der Brandenburger Straße im Bereich Lindenstraße und Jägerstraße durch Poller unterbunden.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Poller im Bereich der Dortustraße und Hermann-Elflein-Straße installiert. Die Poller befinden sich jeweils nur auf einer Seite der Querstraßen der Brandenburger Straße, so dass der Liefer- und Anwohnerverkehr in den dafür zugelassenen Tageszeiten weiterhin ungehindert möglich ist. Eine Einfahrt in die Brandenburger Straße ist über die Dortustraße, Lindenstraße und Jägerstraße ab sofort nur noch über die Charlottenstraße möglich, im Bereich der Hermann-Elflein-Straße ist eine Einfahrtmöglichkeit von der Hegelallee aus gegeben. Winterdienst- und Entsorgungsfahrzeuge der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) verfügen über eine Ausnahmegenehmigung zur Querung der Brandenburger Straße. Die Landeshauptstadt bittet, die entsprechenden Ver- und Entsorgungsunternehmen aller ansässigen gewerblichen Einrichtungen entsprechend zu informieren.

Mit der Aufstellung von weiteren Pollern soll die ausgeschilderte
Fußgängerzone für alle Fußgänger noch sicherer werden. Darüber hinaus wird die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Brandenburger Straße erhöht und das Einkaufen, Flanieren und Verweilen wird angenehmer. Die Verkehrsberuhigung erfolgt in Umsetzung des Innenstadtverkehrskonzeptes. Bei den Beteiligungswerkstätten zum Innenstadtverkehrskonzept mit Potsdamerinnen und Potsdamern und in der politischen Diskussion wurde der umfangreiche Einbau von Pollern in dem Bereich der Fußgängerzone als Wunsch an die Verwaltung herangetragen.

 


Besseres Essen in den Schulen.
"Die Linke" fordert: Schulessen verbessern und künftig Äpfel aus der Region.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Die rot-rote Landesregierung hat ein Projekt zur qualitativen Verbesserung der Schulverpflegung in Brandenburg initiiert. Außerdem wird ab Herbst ein sogenanntes Schulobstprogramm für Grund – und Förderschulen aufgelegt.
Dazu erklärt das Mitglied des Landtages Dr. Andreas Bernig aus Potsdam-Mittelmark:

Schulessen verbessern und künftig Äpfel aus der Region
Zur Verpflegungslage in den Schulen präsentiert die Vernetzungsstelle Schulverpflegung im Land Brandenburg aktuelle Zahlen. Daraus wird deutlich, dass in 26 Prozent der Schulen allein der Schulträger über das Essen entscheidet.

Wir setzen jedoch auf Mitbestimmung und deshalb wird die Projektagentur Gmbh (auch Träger der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Brandenburg) in den Jahren 2017 und 2018 die Schulen beim Aufbau von Mensa-AGs unterstützen. In einigen Schulen arbeiten solche AGs bereits.
Ihr Ziel ist es, die Interessen aller Gruppen, d.h. von Schülern, Eltern, von Caterern und Schulleitung, ggf. Schulträgern zu koordinieren und sich gemeinsam auf entsprechende Menüs zu verständigen.

Außerdem sollen Kinder an Grund- und Förderschulen in Brandenburg künftig kostenlos Äpfel aus der Region erhalten. Das Landesprogramm „Schulobst“ läuft im Herbst 2017 an.
Das Land stellt für 2017 und 2018 jeweils 100.000 Euro bereit. 200 Schulen können sich bis zum 30.Juni bewerben und erhalten je 500 Euro für den Kauf von Obst bei märkischen Erzeugern. Zudem soll den Schülern Wissen über Gesundheit, Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft vermittelt werden.
Anbei ein Link zu den Angaben zum Schulobstprogramm und zum Bewerbungsformular:     hier klicken

 

 
Ausgezeichnet mit dem Verdienstorden "Brandenburg".
Landespolizeiorchester Brandenburg wird nicht verkleinert.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Innenminister: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – Polizeiorchester ist „unverzichtbarer Teil der Kulturlandschaft des Landes Brandenburg
Das Landespolizeiorchester Brandenburg wird nicht personell reduziert. Das hat Innenminister Karl-Heinz Schröter heute, am Freitag, dem 16.06.2017, in Potsdam entschieden. Entsprechende Überlegungen für eine Verkleinerung des beliebten und landesweit hoch anerkannten Orchesters auf 36 Stellen sind damit endgültig vom Tisch.

Es bleibt auch in Zukunft bei einer Personalausstattung mit 42 Stellen sowie drei Musikern aus dem Land Berlin. Diese bewährte Ausstattung orientiert sich an den fachlichen Notwendigkeiten für ein sinfonisches Berufsblasorchester. Hinzu kommt die siebenköpfige Combo, die aus ehemaligen Musikern des Polizeiorchesters Berlin besteht, welche auch vollständig vom Land Berlin bezahlt werden. Mit der Entscheidung des Ministers bleibt die anerkannt hohe Qualität des Landespolizeiorchesters auch in Zukunft ohne Abstriche erhalten. Auch die Auftrittsfrequenz kann mit dieser Besetzung auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Eine Verkleinerung des Orchesters wäre dagegen ohne einen Verlust an Qualität und Vielseitigkeit nicht machbar.

Für seine Entscheidung seien vor allem zwei Gründe ausschlaggebend gewesen, sagte Schröter zur Begründung. „Erstens ist die Zeit des Personalabbaus bei der Polizei grundsätzlich vorbei. Das gilt für die gesamte Polizei und damit auch für unser hervorragendes Orchester, auf das wir stolz sind. Ich will daran überhaupt keinen Zweifel aufkommen lassen. Und zweitens ist unser Landespolizeiorchester ein unverzichtbarer Teil der Kulturlandschaft in unserem Land, das mit Orchestern und größeren Klangkörpern nicht eben reichlich gesegnet ist. Abstriche wären daher auch kulturpolitisch nicht zu verantworten. Das kann ich als Freund von Kunst und Kultur nicht machen. Wir sparen nicht bei der Polizei und wir sparen auch nicht bei der Kultur, denn: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, so Schröter.

Dass die Polizeicombo eine ausgezeichnete Unterhaltungskapelle für allerlei Veranstaltungen ist, das kann man in unserem TV-Bericht sehen und hören.

 

 
Ausgezeichnet mit dem Verdienstorden "Brandenburg".
„Um unser Gemeinwesen verdient gemacht“ – Woidke überreicht Landesverdienstorden zum Verfassungstag.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Anlässlich des Brandenburger Verfassungstages haben heute besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den Händen von Ministerpräsident Dietmar Woidke den Verdienstorden des Landes erhalten. Er betonte bei der Zeremonie in der Potsdamer Staatskanzlei: „Es ist mir eine große Ehre, Bürgerinnen und Bürger auszeichnen zu dürfen, die mit ihrer engagierten Arbeit, ihrem ehrenamtlichen Wirken und ihrer aufrechten Haltung unser demokratisches Gemeinwesen stärken."

Woidke: „Die Ehrung spiegelt auf beeindruckende Weise wider, wie viel Talent und Professionalität in Brandenburg leben, aber auch wie ausgeprägt die Anteilnahme am Schicksal hilfsbedürftiger oder notleidender Menschen in unserer Gesellschaft ist. Von Sport über Wirtschaft und Kultur bis hin zu Kirche, Umwelt und Bildung - es handelt sich um ein breites Spektrum guter Taten, für das ich heute engagierten Bürgerinnen und Bürger Dank und Anerkennung ausspreche."

Insgesamt wurden in diesem Jahr 15 Brandenburgerinnen und Brandenburger geehrt:

Wolf Bauer
Der gebürtige Stuttgarter ist ein Medienmacher aus Leib und Seele, der sich der Medienstadt Babelsberg verschrieben hat. Er hat den Potsdamer Film- und Fernsehstandort durch sein jahrzehntelanges wirtschaftliches und filmkulturelles Wirken geprägt. Seit 1991 Vorsitzender der Geschäftsführung der UFA, trieb er den Umzug des Unternehmens nach Potsdam voran und gründete in Babelsberg weitere Unternehmen wie teamWorx und UFA Cinema. Heute ist die UFA-Gruppe mit mehr als 300 Mitarbeitern das größte Medienunternehmen in Potsdam. Der Kunsthistoriker und Publizist machte sich nicht nur „nebenbei" auch als großer Förderer des Filmnachwuchses einen Namen und engagierte sich unter anderem an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf".

Karin Genrich
Sie ist die Grand Dame des Potsdamer Modehandels. Vor 30 Jahren, also noch zu DDR-Zeiten, gründete sie das erste private Modegeschäft in Potsdam und hob den ersten freien Handelsverband auf dem Gebiet des heutigen Brandenburg mit aus der Taufe. Es folgte eine beispiellose Karriere. Von 2005 bis 2016 prägte Genrich als Präsidentin den gemeinsamen Handelsverband Berlin-Brandenburg und setzte dabei deutliche soziale und gesellschaftliche Akzente über ihren Job hinaus. Sie war Gründungsmitglied des Frauennetzwerkes Potsdam und Förderin des Frauenhauses in der Landeshauptstadt. Und sie machte sich im Verband für die Ehrenamtskarte des Landes stark, mit der engagierte Freiwillige Vergünstigungen bei Partnern in Brandenburg und Berlin erhalten. Frau Genrich konnte kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ihre Ehrung nicht persönlich entgegen nehmen.

Frances Herrmann
Die Cottbuserin ist eine außergewöhnliche Sportlerin. Sie entdeckte trotz einer angeborenen Gehbehinderung als 14-Jährige ihre Begeisterung für die Leichtathletik. 2006 erhielt sie als erste behinderte Sportlerin die Zulassung zur renommierten Lausitzer Sportschule. Mit unbändigem Trainingsfleiß qualifizierte sie sich nur zwei Jahre später erstmals für die Paralympics. Aus Peking kehrte sie mit Silber im Diskuswurf zurück. In London 2012 und Rio de Janeiro 2016 folgten Top-Ten-Ergebnisse, darunter Rang drei mit dem Speer und Platz sechs mit der Kugel. Herrmann ist eine herausragende Repräsentantin des Brandenburger Sports, Sozialarbeiterin in Cottbus und dazu ehrenamtlich engagiert, etwa als Jugendwärterin des Behinderten-Sportverbandes Brandenburg.

Heiko Höft
Ein Brandenburger mit unternehmerischem Geschick und ausgeprägtem Gemeinsinn. Seine noch vor der Wiedervereinigung gegründete Heiko Höft Tischlerei & Transporte GmbH in Kremmen ist eines der erfolgreichsten mittelständischen Unternehmen im Landkreis Oberhavel und beschäftigt heute rund 220 Mitarbeiter. Vor allem aber ist Höft in der Region als Feuerwehrmann bekannt. Seit fast vier Jahrzehnten engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr, rückt bei Bränden aus, gibt Schulungen für den Feuerwehrnachwuchs und sponsert großzügig neue Technik wie Einsatz- und Rüstwagen. Wenn es in Kremmen brennt, rücken neben Höft auch regelmäßig fünf seiner Mitarbeiter aus, die er für den Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr freistellt.

Günter Kappler
Ein Mann mit Pioniergeist, Tatkraft und Zuversicht. Er prägte die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs nach der Wiedervereinigung mit. Früh erkannte er das Potenzial des Standortes Dahlewitz und trieb dort als Geschäftsführer der BMW Rolls-Royce-AeroEngines GmbH die Triebwerksentwicklung voran. Zugleich brachte sich Günter Kappler als Wissenschaftler der Luft- und Raumfahrttechnik ein. Brandenburg insgesamt profitiert von seiner Leidenschaft für Lehre und Forschung. Als Mitglied im Landeshochschulrat verlieh er der Wissenschaft im jungen Brandenburg wichtige Impulse. Zudem war er in Beiräten und Fachausschüssen ehrenamtlich aktiv. Bis heute unterstützt der gebürtige Rumäne Bildungsprojekte in Timișoara (Temeswar), um jungen Menschen die Chance auf Bildung zu ermöglichen.

Jochen Kowalski
Ein Weltstar mit außergewöhnlicher Stimme und Wurzeln im brandenburgischen Wachow. Der Wegbereiter des Countertenor-Gesangs in Deutschland stieg schon in den 1980er Jahren zum international gefeierten Opernsänger auf. Er begeisterte das Publikum der großen Opernhäuser wie der Metropolitan in New York. Und kehrte doch immer wieder zurück - aus Liebe zur Familie, Wertschätzung für die Komische Oper Berlin und Verbundenheit mit der märkischen Heimat. Ob im Brandenburger Dom oder der Wachower Dorfkirche, überall im Land erfreut der Kammersänger das Publikum und fördert mit seinen Auftritten den künstlerischen Nachwuchs oder wertvolle Kulturgüter. Zudem wirbt Kowalski bei jeder sich bietenden Gelegenheit für die Schönheiten der Mark. Ein von Heimatliebe beseelter Botschafter Brandenburgs.

Irmgard Schneider
Eine rastlose Kämpferin für Völkerverständigung, eine wichtige Verbündete der deutsch-polnischen Freundschaft. Seit vielen Jahren setzt sie sich in ihrer Heimatstadt Guben für das Zusammenwachsen mit dem polnischen Gubin ein. Ob es um den Ausbau der Bahnverbindungen, den Grenzschutz, die Koordination der Rettungsdienste oder die Ausweitung des Polnisch-Unterrichts an deutschen Schulen geht - Irmgard Schneider schiebt an und bringt voran. Auch im hohen Alter noch gilt sie als eine der engagiertesten Frauen in Guben/Gubin. Sie ist als Förderin der Traditionspflege, als Europäerin und nicht zuletzt als Umweltschützerin und Unterstützerin der Seniorenarbeit für viele Menschen in ihrer Region ein Vorbild.

Matthias Taatz
Ein Pfarrer mit besonderer Sensibilität, ein Urgestein der DDR-Opposition. Schon 1978 begann sein politisches Engagement im Friedenskreis Halle und am Runden Tisch in Mühlberg. Seit dem Fall der Mauer engagiert sich Taatz im Verein „Initiativgruppe Lager Mühlberg". Die Gruppe setzt sich mit der Geschichte des NKWD-Lagers auseinander, einem der zehn Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone. Dort internierte die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 21.000 Menschen. Der Initiativkreis ist die Interessenvertretung der Überlebenden. Taatz und seine Mitstreiter widmen sich mit viel Fingerspitzengefühl der historischen Aufarbeitung der Geschichte des Lagers. Ihrem Bemühen ist es zu verdanken, dass heute angemessen der Opfer gedacht werden kann.

Karl Heinz Tebel
Ein Glücksfall für Schwarzheide. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH trieb Tebel von 2008 bis 2016 mit großem Engagement den Chemiestandort zum Erfolg. Heute ist der Chemiepark Schwarzheide zweitgrößter Arbeitgeber in Brandenburg. Tebel hat neben Investitionen vor allem auch die Fachkräftesicherung vorangebracht - unter anderem durch die Förderung von Schul- und Bildungsinitiativen oder hohe Ausbildungsquoten. Auch „Netzwerken" kann Tebel, unter anderem als erster Sprecher des 2012 gegründeten Clusters Kunststoffe und Chemie mit inzwischen 620 Unternehmen. Er war Mitglied im Aufsichtsrat der ZukunftsAgentur Brandenburg und Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Nordost Chemie.

Gisela und Werner Upmeier
Ein Unternehmerpaar aus Nordrhein-Westfalen mit der Liebe zum Landleben und mit einer Vision. Ihren persönlichen Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung leisteten sie in einem kleinen Dorf nordöstlich von Berlin, das heute überregional als „Ökodorf Brodowin" bekannt ist. Gemeinsam mit den Bauern gründeten die Upmeiers 1991 die Ökodorf Brodowin Landwirtschafts GmbH und begannen mit dem Landbau nach den strengen Demeter-Richtlinien. Diese aufwändigste und personalintensivste Form des Bio-Landbaus sicherte mehr als 100 Arbeitsplätze. Das Ökodorf ist heute Modellregion für nachhaltige Entwicklung und wichtiger Impulsgeber für die landwirtschaftlich-ökologische Lehre und Forschung. Die Stiftung "Ökodorf Brodowin Gisela und Werner Upmeier" unterstützt zudem Naturschutzvorhaben, regionale Vereine und soziale Projekte.

Holger Wachsmann

Ein Kämpfer für betriebliche Mitbestimmung und Werber für Demokratie. Holger Wachsmann ist Betriebsratsvorsitzender bei Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten streitet er für faire Arbeitsbedingungen. Seit vielen Jahren setzt er sich auch außerhalb des Betriebes für eine offene Gesellschaft und Gewaltlosigkeit ein. So war er 1998 einer der Erstunterzeichner der Initiative „Tolerantes Brandenburg". Als Vertreter des Betriebsrates unterstützte er die Initiativen „Aktion Courage" sowie „Eisenhüttenstadt - kein Platz für Rassismus". 2004 rief Holger Wachsmann mit Gleichgesinnten die Bürgerstiftung Eisenhüttenstadt ins Leben, die jährlich bis zu 80 Projekte unterstützt. Zudem ist er in der "EKO-Stiftung Bildung Ostbrandenburg" aktiv, die Schulprojekte gegen Fremdenfeindlichkeit fördert.

Ralph Welke
Die Beschreibungen reichen von Genie bis Guru, in jedem Fall ist er einer der weltbesten Trainer des Kanu-Rennsports. Seit 1979 arbeitet er am Leistungsstandort Potsdam, ist Bundestrainer und Mitglied des Arbeitskreises Leistungsklasse beim Deutschen Kanu-Verband. Von der Talentfindung bis zur Weltspitze verantwortet Ralph Welke den gesamten Leistungsaufbau. Er bringt dafür enorme Leidenschaft mit und steckt damit seine Schützlinge an. Diese haben bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften insgesamt 22 Mal gewonnen und damit den Ruf Brandenburgs als außergewöhnliches Sportland gefestigt. Neben der sportlichen Ausbildung legt Welke Wert auf die schulische und berufliche Entwicklung seiner Schützlinge.

Ariane Zibell
Eine Potsdamerin mit Herz. Die Zahnärztin rief im Jahr 2011 die Aktion „Gedeckter Tisch" ins Leben. Dabei werden jedes Jahr an einem langen Wochenende Obdachlose und Hilfebedürftige in der Nikolaikirche auf dem Alten Markt betreut. Nach der Idee der süddeutschen „Vesperkirche" bekommen sozial schwache Menschen kostenlose medizinische Betreuung, Rechts- und Sozialberatung sowie Dienstleistungen wie Haareschneiden. Zudem erhalten Bedürftige Kleidung oder Spielsachen. Mittlerweile werden bei der Aktion bis zu 4.000 Menschen von einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern versorgt. Der "Gedeckte Tisch" ist ein diakonisches Großprojekt, das weit über Potsdam hinaus als beispielhaft gilt.

Sylvius Hermann Graf von Pückler
Aufgrund seiner schweren Erkrankung wurde dem inzwischen verstorbenen Pückler-Erbe der Landesorden bereits im Mai verliehen. Hermann Graf von Pückler war Brandenburg und insbesondere Park und Schloss Branitz eng verbunden. Hier war er bis 1945 aufgewachsen, hier arbeitete er nach 1990 daran, das weltberühmte Erbe seiner Vorväter in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Heute ist das einzigartige Ensemble wieder Anziehungspunkt für jährlich Tausende Besucher.
Ob Forstbetrieb, Stiftung „Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz", Branitzer Kindergarten oder Universität in Cottbus - die Liste seiner Verdienste und Ehrenämter ist lang und eindrucksvoll. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung seines Wirkens wird das Land die von ihm erhoffte Anerkennung von Schloss und Park Branitz als UNESCO-Weltkulturerbe weiter vorantreiben.

 

 
Verwaltungsreform Brandenburg.
Gesetzentwürfe zur Verwaltungsreform auf dem Weg - Woidke: Weichen für moderne Verwaltung in allen Landesteilen gestellt.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Das Kabinett hat am Dienstag, dem 13.06.2017 für die geplante Brandenburger Verwaltungsreform grünes Licht gegeben. Die Landesregierung beschloss das von Innenminister Karl-Heinz Schröter eingebrachte und insgesamt etwa 900 Seiten umfassende Gesetzespaket auf seiner Sitzung in Potsdam. Die Entwürfe für das Kreisneugliederungsgesetz und das Funktionalreformgesetz werden nun dem Landtag zugeleitet. Die neuen Kreiszuschnitte sollen nach den Planungen zeitgleich mit den nächsten Kommunalwahlen im Land - voraussichtlich im Mai/Juni 2019 - in Kraft treten.

Die Reform beinhaltet fünf Kernelemente:
• Teilweise Neugliederung der Kreisstrukturen
•Schuldenentlastung von Kreisen und bisher kreisfreien Städte,
•Verlagerung von Verwaltungsaufgaben von der Landes- auf die kommunale Ebene,
•Immer größere Erledigung von Verwaltungssachen per Internet,
•Stärkung kultureller Leuchttürme in den größeren Städten.

Der Gesetzentwurf zur Kreisneugliederung sieht folgende Veränderungen vor: die bisherigen Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sollen künftig einen starken gemeinsamen Landkreis bilden, ebenso die Landkreise Uckermark und Barnim sowie die Landkreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz. Nach dem Entwurf sollen drei der bisher vier kreisfreien Städte in umliegende Landkreise integriert werden. Es handelt sich dabei um den Landkreis Havelland und die Stadt Brandenburg an der Havel, den Landkreis Oder-Spree und die Stadt Frankfurt (Oder) und den Landkreis Spree-Neiße und die Stadt Cottbus. Die Landeshauptstadt Potsdam bleibt kreisfrei, die Landkreise Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming bestehen fort. Damit wird die Zahl der kreislichen Verwaltungen reduziert: aus bisher 14 Landkreisen und 4 kreisfreien Städten sollen in Zukunft 11 Landkreise und eine kreisfreie Stadt werden. Aus „14 plus 4" wird damit „11 plus1"
.

 

 
24. Brandenburger Seniorenwoche.
Ministerin Diana Golze und Oberbürger- meister Jann Jakobs eröffneten die 24. Seniorenwoche vom 10. bis 19. Juni in Potsdam.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute im Stern-Center Potsdam zusammen mit Sozialministerin Diana Golze die 24. Brandenburgische Seniorenwoche vom 10. bis 19. Juni 2017 eröffnet. An mehr als 40 Ständen präsentierten sich heute auf der Informationsveranstaltung Wohlfahrtsverbände und Seniorenvereine, Träger von Einrichtungen der Altenhilfe sowie Seniorengruppen. Die Seniorenwoche in Potsdam steht in diesem Jahr unter dem Motto *Für ein lebenswertes Brandenburg * solidarisch-mitbestimmend-aktiv*. Die Schirmherrschaft hat wieder Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs übernommen.

*Aktiv im Alter bleiben, in einem solidarischen Miteinander * so sehe ich die Senioren auch in der Landeshauptstadt Potsdam*, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. *Selten in unserer Geschichte hatten wir so viele aktive Seniorinnen und Senioren, die sich in Projekten oder Initiativen engagieren oder sportlich beteiligen. Viele von Ihnen stellen die jahrelange Lebenserfahrung in ehrenamtlicher Arbeit zur Verfügung und das ist etwas ganz Besonderes.* Der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt unterstützt dieses Interesse der rund 32.300 Seniorinnen und Senioren mit Nachdruck. Die älteren Menschen wollen aktiv sein und benötigen zugleich Fürsorge des Staates, besonders aber aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld.

Zum 16. Mal in Folge fand die Infoveranstaltung zur Seniorenwoche im Stern-Center statt. Offiziell eröffnet wird die Brandenburgische Seniorenwoche am 10. Juni in der Albert-Baur-Halle in Bad Belzig. Für Informationen ist das Seniorenbüro des Seniorenbeirats zu erreichen unter der Nummer 0331 / 289 3436.

 

 
Waffen und Munition vererbt.
Tasche voller Waffen, Munition und Granaten geerbt.
Werder (Havel)/
Perleberg: - Perleberg - Am Mittwoch, dem 07.06, gegen 13.30 Uhr, meldeten sich die Angehörigen eines vor kurzem in Pritzwalk verstorbenen Mannes in der Polizeiinspektion Prignitz.
Sie hatten im Nachlass des verstorbenen 85-Jährigen eine Reisetasche geerbt, mit diversen pyrotechnischen Erzeugnissen. Schreckschusswaffen mit Munition, sowie weiteren verschiedene Munitionsarten und Munitionsteilen und einer größeren Anzahl Rauchgasgranaten aus russischer Produktion.

Nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Polizerevier in Pritzwalk fuhr die Familie mit der Tasche nach Perleberg und schilderte dort den Sachverhalt erneut.

Die Beamten wollten es zuerst nicht glauben. Erst als sie die Erbbescheinigung vorlegte schenkte man ihr Glauben.

Der Verstorbene lebte nach gegenwärtigem Ermittlungsstand bis etwa Mitte Mai allein in Waren/ Müritz, dann wurde er auf Grund seines Gesundheitszustandes durch die Verwandten nach Pritzwalk geholt, wo er wenige Tage später verstarb.

Er bestand beim Umzug offenbar darauf, ebendiese Tasche mitzunehmen. Niemand kannte den Inhalt. Als die Familie nun Einsicht in die Tasche nahm, stellte sie die o.g. Gegenstände fest.

Da aus der Tasche ein markanter, leicht stechender Geruch wahrnehmbar war, wurde die Tasche außerhalb des Dienstgebäudes in einem dafür vorgesehenen Nebengelass eingeschlossen und der Munitionsbergungsdienst zur Übernahme des Inhaltes angefordert. Dies erfolgte am Donnerstag Vormittag.

 

 
Stadtschloss und Landtagsschloss.
Großes Interesse: Brandenburger Landtag empfängt heute den 500 000. Gast.
Werder (Havel)/
Potsdam: - Die Hochrechnungen der landtagseigenen Besucherstatistik hatten nicht zu viel versprochen: Am 6. Juni 2017 konnte der Landtag mit seinem 500 000. Besucher rechnen – und tatsächlich registrierte das Wachpersonal des Landtages um 11:50 Uhr zum 500 000. Mal einen Gast an der Pforte. Allerdings kam dieser nicht allein. Die Klasse 6 der Grundschule im Bornstedter Feld in Potsdam hatte sich für eine Führung durch den Landtag angemeldet – und wurde direkt im Foyer von der Landtagspräsidentin Britta Stark persönlich in Empfang genommen.

Britta Stark freute sich natürlich ganz besonders, dass der 500 000. Besucher noch in die Schule geht: „Wir sind begeistert über die positive Resonanz, auf die unser Haus bei Potsdamerinnen und Potsdamern, Brandenburgerinnen und Brandenburger sowie bei den vielen Gästen unseres schönen Bundeslandes stößt. Dass eine Grundschule jetzt diese symbolträchtige Besuchermarke knackt, zeugt einmal mehr vom großen Interesse bei Jung und Alt an unserem Haus und an der Arbeit, die hier stattfindet.“

Neben kleinen Aufmerksamkeiten für die jungen Besucher gab es einen exklusiven Besuch des Amtszimmers der Landtagspräsidentin und eine Einladung zum gemeinsamen Eisessen.

 

 
Taschendiebe.
Vorgehensweise der Taschendiebe. 3 Taschen- diebe erhielten U-Haft.
Werder (Havel)/
Berlin-Spandau (ots): - Am Sonnabendmittag, dem 03.06.2017, bestahlen drei Taschendiebe eine Frau beim Einstieg in einen Zug am Bahnhof Berlin-Spandau.
Bundespolizisten beobachten das Trio und konnten es vorläufig festnehmen.
Gegen 12:25 Uhr beobachteten Zivilbeamte der Bundespolizei am Bahnhof Berlin-Spandau mehrere Männer auf dem Bahnsteig 3/ 4, die sich auffällig verhielten. Augenscheinlich warteten sie auf die Einfahrt des ICE 373 nach Interlaken. Als der Zug am Bahnhof zum Einstieg hielt, drängte sich einer der zuvor beobachteten Männer vor eine 53-jährige Frau und half ihr, den Koffer in den Zug zu tragen.
Ein 45-jähriger Komplize des Mannes nutzte dies und entwendete ihr die Geldbörse. Ein dritter Täter, 46 Jahre alt, sicherte die Tat ab und übernahm im weiteren Verlauf die Geldbörse von dem 45-Jährigen.

Die Beamten reagierten sofort und konnten den 45-Jährigen und
seinen 42-jährigen Komplizen noch im Zug vorläufig festnehmen. Auch
den dritten im Bunde nahmen die Zivis vorläufig fest. Er wollte bereits den Bahnsteig samt Beute verlassen. Bei der Durchsuchung des 46-Jährigen fanden die Beamten in der Außentasche seiner Umhängetasche griffbereit ein Einhandmesser. Beamte der Polizei Berlin unterstützten die Maßnahmen kurzzeitig. Die drei polnischen Taschendiebe wurden zum Bundespolizeirevier Zoologischer Garten transportiert. Sie erhielten Anzeigen wegen Bandendiebstahl und
Diebstahl mit Waffen. Heute erfolgte die richterliche Vorführung der Täter. Alle drei Männer erhielten U-Haftbefehle.

Die Geschädigte aus Mecklenburg hatte von der Tathandlung nichts mitbekommen und erhielt ihre Geldbörse mit Inhalt im Gesamtwert von 605 Euro zurück. Der ICE erhielt einsatzbedingt 15 Minuten Verspätung.

Bereits am Samstagvormittag gelang es, eine 17-Jährige festzunehmen. Sie hatte im EC 173 nach Prag zwischen Berlin Hauptbahnhof und Südkreuz wiederholt versucht an die Wertsachen von anderen Reisenden zu kommen.

 

 
Potsdam ist gerüstet.
Park & Ride Parkplatz Pirschheide aufgewertet
Bessere Beleuchtung, mehr Abstellmöglich-keiten für Auto und Fahrrad.

Werder (Havel)/Potsdam: -
Als eine begleitende Maßnahme zum Modellversuch Zeppelinstraße im Juli 2017 ist auf Anregung der Stadtpolitik der Park & Ride Parkplatz am Bahnhof Pirschheide aufgewertet worden. So soll für Berufspendler, die mit dem Auto nach Potsdam kommen, eine attraktive Alternative zum Umsteigen auf den ÖPNV und das Fahrrad geboten werden.

Um die Nutzungsmöglichkeiten für Pendler aus dem Umland zu verbessern, wurden die Abstellflächen so markiert und sortiert, dass den Parkenden eine unkomplizierte und geordnete Verkehrsanlage zur Verfügung steht; die vorhandenen Flächen können so optimal ausgenutzt werden. In Summe stehen jetzt auf beiden Parkplätzen 157 Parkflächen sowie vier Behindertenstellplätze zur Verfügung. Auch das Angebot an Fahrradabstellmöglichkeiten wurde erweitert. Weiterhin wurde die Beleuchtung des Geländes erneuert und der Gehweg bzw. die Straßenquerung vom P&R-Parkplatz zur Straßenbahnhaltestelle baulich verbessert. Die Nutzung des Parkplatzes bleibt kostenfrei.

Bereits seit Juli 2016 steht ab dem Ortseingang Potsdam eine separate Busspur stadteinwärts mit einer Länge von etwa 800 Metern bis zur Forststraße zur Verfügung. Diese kann in Teilen auch als Zufahrt zum P&R-Parkplatz Pirschheide genutzt werden. Ab hier steht eine direkte Straßenbahnanbindung in die Potsdamer Innenstadt zur Verfügung. Die Straßenbahnen verkehren im Berufsverkehr im Zehn-Minuten-Takt. Die Fahrzeit in die Innenstadt beträgt zehn Minuten.

Darüber hinaus gibt es seit Anfang dieses Jahres auf der Strecke zwischen Werder (Havel) und Potsdam ein verbessertes ÖPNV-Angebot. Die Busse der Linien 631 und 580 bieten seither in den Spitzenzeiten, also in den Morgen- und den Nachmittagsstunden, auf dieser Strecke sechs Fahrten pro Stunde an. Die Buslinie 631 fährt zu diesen Zeiten alle 15 Minuten und die Buslinie 580 im 30-Minuten-Takt.

Bis zum Start des Modellversuchs wird es entlang der Zeppelinstraße weitere Verbesserungen geben. So werden die Fahrradparkplätze am Bahnhof Charlottenhof um 166 Abstellplätze erweitert, davon 70 überdacht. Ergänzt wird das Vorhaben um den Einbau eines Blindenleitsystems von der Straßenbahnhaltestelle bis zum Bahnhofsgebäude und zu den Aufzügen.

 

 
Unfall in einer Kita.
3-Jährige erlitt in einer Kita schwerste Brandverletzungen, als es kopfüber in ein offenes Holzkohlenfeuer fiel.
Werder (Havel)/Luckenwalde: - Donnerstagvormittag, dem 01.06.2017, gegen 11,00 Uhr, im Landkreis Teltow-Fläming, Luckenwalde, schwere Verbrennungen erlitten, als es in ein Holzkohlefeuer gestürzt ist. In einer Kindertagesstätte (Kita) wurde der Kindertag als Indianerfest gefeiert.
An einer kleinen Feuerstelle auf der Freifläche der Kindereinrichtung wurden unter Beaufsichtigung von Erziehern und Erzieherinnen der Einrichtung Stockbrot und Bratwürstchen zubereitet.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand hatte das dreijährige Mädchen zuvor mit Aufsichtspersonal in der Nähe, der mit einem kleinen Metallgitter umzäunten Feuerstelle gestanden. Das Mädchen hatte sich dann umgedreht und ist beim Losrennen über das etwa 30 cm hohe Metallgitter, das die Feuerstelle umgibt, gestolpert und dabei mit dem Oberkörper in das Holzkohlefeuer gefallen.
Umstehende Erzieher und Besucher des Kinderfestes haben die Kleine sofort aus dem Feuer gezogen, die Kleidung abgelöscht und erste Hilfe geleistet.
Das Mädchen erlitt schwere Verbrennungen am Körper und Gesicht und wurde mit einem Rettungshubschrauber, der in der Nähe der Kita gelandet war, sofort ins Brandverletztenzentrum des Unfallkrankenhauses Berlin geflogen.
Die Eltern des Kindes wurden verständigt und kamen zur Tagesstätte.
Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus und prüft, ob durch das Personal Aufsichtsplichten verletzt worden sind.