Solarenergie im Alltag: Wie Balkonkraftwerke auch Mietern die Stromproduktion ermöglichen
Die Energiewende erfolgt nicht nur auf großen Freiflächenanlagen oder Industriegebäudedächern. In Zeiten steigender Energiekosten interessieren sich auch immer mehr Stadtbewohner für kleine Solaranlagen. Vor allem sogenannte Balkonkraftwerke ermöglichen Privatleuten die Stromerzeugung, ohne gleich eine große Photovoltaikanlage installieren zu müssen.
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von meist bis zu 800 Watt. Sie besteht aus wenigen wichtigen Teilen:
Die Module erzeugen aus Sonnenlicht Gleichstrom. Den verwandelt der Wechselrichter in Wechselstrom, wie er im Haushalt genutzt wird. Dann fließt der Strom direkt zu den aktiven Geräten in der Wohnung.
Nähere Infos zu verfügbaren Systemen gibt es zum Beispiel bei Balkonkraftwerke bei SM24, die speziell für den Einsatz auf Balkonen oder kleinen Flächen gedacht sind.
Ganz wichtig: Der erzeugte Strom wird in der Regel sofort verbraucht! Typische Dauerverbraucher im Haushalt sind Kühlschrank, Internetrouter oder Ladegeräte. Diese Geräte laufen stundenlang am Tag und können teilweise mit Solarstrom versorgt werden.
Montage auf Balkon oder Terrasse
So eine Anlage ist relativ leicht zu montieren. Man benutzt oft spezielle Halterungen, die am Balkongeländer angeschraubt werden. Sie achten darauf, dass die Solarmodule sicher befestigt sind und optimal zur Sonne ausgerichtet sind.
Bei der Planung sind einige Faktoren zu beachten:
Besonders gute Bedingungen finden sich auf Südbalkonen. Aber auch Ost- oder Westlagen sind noch sinnvoll, da sie entweder morgens oder nachmittags die Sonnenstunden nutzen.
Rechtliche Regelungen für kleine Solaranlagen
In Deutschland wurden die Vorschriften für kleine Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren vielfach vereinfacht. Ziel ist es, den Einstieg in die private Stromproduktion zu fördern.
Viele Balkonkraftwerke sind jetzt schon mit einer Leistung von bis zu 800 Watt zulässig. Sie müssen aber beim jeweiligen Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angezeigt werden.
Beitrag zur privaten Energiewende
Die Leistung einer einzelnen Balkonanlage ist im Alltag relativ klein, aber auch sie kann einen Beitrag zur Stromversorgung leisten. Unter guten Bedingungen ergeben sich aus solchen Anlagen mehrere hundert Kilowattstunden Strom pro Jahr. ökologischen Effekt eine Rolle. Jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom ersetzt Energie, die sonst aus nicht regenerativen Quellen bezogen werden muss. Damit sinkt auch indirekt der Ausstoß von Treibhausgasen.
Wirtschaftliche Vorteile und Einsparpotenziale
Ein Balkonkraftwerk bietet neben dem ökologischen Nutzen auch finanzielle Vorteile. Denn der selbst erzeugte Solarstrom reduziert unmittelbar den Strombezug vom Netzbetreiber, was die monatlichen Stromkosten senkt. Obwohl die Anlagen in der Anschaffung zunächst eine Investition darstellen, amortisieren sich die Kosten meist schon innerhalb weniger Jahre durch die eingesparten Stromkosten.
Zusätzlich entfällt für Balkonkraftwerke in der Regel die EEG-Umlage, wenn die erzeugte Leistung unterhalb bestimmter Grenzwerte bleibt und der Strom direkt im eigenen Haushalt genutzt wird. Das macht die Eigenstromversorgung mit kleinen Solaranlagen besonders attraktiv für Mieter, die selbst keine großen Flächen für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung haben.
Technische Aspekte und Anschluss
Der Anschluss eines Balkonkraftwerks erfolgt meist über eine handelsübliche Steckdose im Haushalt. Hierbei ist es wichtig, dass die verwendete Steckdose und die technische Installation den Anforderungen des Netzbetreibers entsprechen. Spezielle Stecker, die nur für PV-Anlagen zugelassen sind, sorgen für eine sichere Einspeisung des Stroms ins Hausnetz.
Moderne Wechselrichter sind mit Schutzeinrichtungen ausgestattet, die beispielsweise bei Netzstörungen automatisch abschalten, um Gefahren für Installateure und Netzbetreiber zu vermeiden. Zudem melden sich viele Wechselrichter selbstständig beim Netzbetreiber an – eine wichtige Voraussetzung für den legalen Betrieb.
Umweltbewusst und einfach – der Beitrag jedes Einzelnen
Kleine Balkonkraftwerke zeigen, dass nachhaltige Energieerzeugung nicht kompliziert sein muss. Sie ermöglichen es auch Stadtbewohnern, aktiv an der Energiewende teilzuhaben und ihren eigenen Strom umweltfreundlich zu erzeugen. Jeder eingesparte Kilowattstunde trägt zum Klimaschutz bei und verringert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
So wird die Kombination aus Praktikabilität, Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit zu einem guten Argument für immer mehr Menschen, sich für ein Balkonkraftwerk zu entscheiden – ganz gleich, ob auf dem Balkon, der Terrasse oder am Fenster.
